„40 Jahre Einstürzende Neubauten“ Antithese zur netten, bunten Hippiewelt Von Philipp Kressmann
Rauschhafte Krachorgien waren immer ihr Markenzeichen. Vor 40 Jahren gaben die Einstürzenden Neubauten ihr erstes Konzert. Eines ist der Band um Sänger Blixa Bargeld seither geblieben: die konsequente Abgrenzung zum Mainstream.
Westberlin 1980. Im Hohlraum einer Autobahnbrücke entsteht „Für den Untergang“, die erste Single der Einstürzenden Neubauten. Der Ansatz des Bandbegründers und Sängers Blixa Bargeld: Die urbane Umgebung als Klangquelle nutzen. Im dunklen und engen Raum stampft die Band auf Metallboden.
Das Motto: „Wer sich am kommerziellen Musikgeschmack orientiert, dient der Reaktion“. Auf dem 1981 veröffentlichten Debütalbum „Kollaps“ wird mit Sägen, Hämmern und Bohrern musiziert. „Wir hatten ja nicht einmal einen Toningenieur. Uns wurde nur gezeigt, wo man auf Aufnahme drückt und wo man die Mikrophone reinsteckt und so weiter“, erinnert sich Bargeld. „Das war ein Sprung ins kalte Wasser. Das war es in anderer und in musikalischer Hinsicht auch. Während wir vorher tatsächlich noch ein reales Schlagzeug und ein reales Metallschlagzeug hatten, löste sich da dann alles auf. Das wurden alles Einzelteile.“…
© Deutschlandradio Kultur, Tonart, 1.4.2020
Ich starte hier mal eine Umfrage: Wer hört sich die neuen Sachen der Neubauten an? Oder überhaupt, was hört Ihr Euch von den Neubauten noch an ?