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„Entwicklungshelfer in Sachen Jazz“ Der ungarische Gitarrist Attila Zoller

An seiner Wiege in Visegrád in Ungarn stand die Violine, die schon sein Vater professionell spielte. Später traten der Kontrabass und das Flügelhorn dazu, bevor sich Attila Zoller (1927-1998) für die Gitarre entschied und nach Kriegsende begann, sich in den Jazzclubs von Budapest dem Jazz zuzuwenden.

Mit Stefan Hentz

Bald folgte die Flucht zu Fuß nach Wien, wo er in die aufblühende Szene eintauchte und bald seine Kreise nach Deutschland erweiterte. Nach dem großen Sprung über den Atlantik verschaffte er sich schnell Respekt auch in der amerikanischen Szene, experimentierte mit freien Spielformen und behielt dabei stets eine Verbindung zu den Klängen seiner Heimat aufrecht. In den bewaldeten Hügeln von Vermont, wo er sich niederließ, gründete er eine kleine, doch umso feinere Schule für Jazz, die u.a. dem jungen Pat Metheny entscheidende Impulse mit auf den Weg gab. Als ein Gitarrist mit großen Ohren und der Fähigkeit, in jedweden musikalischen Kontext seinen individuellen Fingerabdruck einzubringen, blieb Attila Zoller, der am 13. Juni 90 Jahre alt geworden wäre, ein Gitarrist mit großem Einfluss.

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© WDR 3, Jazz & World, 16.6.2017

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