Feature: „Radikale Netzwerke“ Einblicke in Pflanzenwelten Von Antonia Kreppel
„Pflanzen sind die radikalste Form des In-der-Welt-Seins“, analysiert der Philosoph Emanuele Coccia. Bücher über die Pflanzenwelt in der Tradition des „Natural Writings“ boomen. Dass Pflanzen keine passiven Bio-Automaten sind, bestätigen immer mehr Wissenschaftler.
Sie attestieren den Pflanzen viele Sinneswahrnehmungen und Erinnerungsvermögen, ja sogar Intelligenz. Der Wurzelbereich der Pflanze, eine Art unterirdisches Gehirn, ist bestens vernetzt. In den Kommunikations- und Abwehrkünsten der Pflanzen und in ihren Anpassungsstrategien sieht die nachhaltige Landwirtschaft eine Chance für die Zukunft. Sind Pflanzen Subjekte, Tier und Mensch gleichgestellt, die mehr Respekt verdienen? Sind sie als selbsternährende Lebewesen der Ursprung der Welt?
Neues Wissen aus der Welt der Pflanzen breitet sich aus. Zwar nimmt die Vielfalt der Natur weltweit ab, aber es wuchert im Bücherdschungel. Die fortschreitende globale Naturzerstörung befeuert geradezu die Faszination von Pflanzenneurobiologen und Zellforschern, Agrarwissenschaftlern und Gentechnik-Kritikern, Gärtnern und Bauern, Künstlern und Philosophen. Sie alle erzählen im Feature von alten und neuen Sichtweisen auf Pflanzen.
„Radikale Netzwerke“ Einblicke in Pflanzenwelten
Von Antonia Kreppel
Regie: Uta Reitz
Es sprachen: Sigrid Burkholder, Wolf Aniol
Ton und Technik: Wolfgang Rixius und Caroline Thon
Redkation: Klaus Pilger
Produktion: Dlf 2020
© Deutschlandfunk, Feature, 5.4.2020