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Filmdienst: Agiles Wanderkino von morgen

Im finalen Teil der Siegfried-Kracauer-Essayreihe „Die Zukunft des Kinos“ geht es um neue Formen des Wanderkinos, das eine Brücke zwischen festen Spielhäusern und Filmfestivals bilden könnte. Ein Essay von Morticia Zschiesche.

Mit ihrer agilen Aufführungspraxis begeistern Kino- und Theater-Wanderbühnen ihr Publikum heute mehr denn je. Was lässt sich aus dieser Resilienz für innovative Kinoformen und ihre Bedeutung für die Filmkunst lernen? Im sechsten und letzten Teil beleuchtet die Essayreihe, wie agiles Wanderkino das Kino in Zukunft retten könnte.

Vorsicht, Falle: Für Wikipedia ist das Wanderkino schlicht „ein Kinobetrieb, der Filme an wechselnden Orten aufführt“ – und umgangssprachlich zudem eine Bezeichnung für eine „Radarfalle“. Und das, obwohl sich hinter dem Begriff des Wanderkinos nicht weniger als der Ursprung des Kinos vor mehr als 125 Jahren verbirgt! Daher sei einer solchen Alltagsdefinition zum Abschluss der Essayreihe „Das Comeback des Wanderkinos“ noch einmal die ganze Wucht des mobilen Kinos entgegengesetzt. Mit seiner Aufführungspraxis (Essay 1), seinen Akteuren (Essay 2) und Inhalten (Essay 3, Essay 4) konnte es sich immer wieder veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anpassen und die Kinokultur mitgestalten. Mit seinen innovativen Formen und Formaten läuft das Wanderkino derzeit sogar den Programmkinos zunehmend den Rang im Publikumszuspruch ab (Essay 5). Besitzt das Wanderkino sogar das Potenzial, das Kino für die Zukunft zu retten?



© Filmdienst, 22.11.2023

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