„Flüstern in stehenden Zügen“ Hörspiel nach dem Theaterstück von Clemens J. Setz

Geschrieben wurde es vor Ausbruch der Corona-Pandemie, dennoch verhandelt es Themen, die vielen Menschen während der Lockdown-Phasen zu oft leidvollen Erfahrungen geworden sind – Einsamkeit, Isolation, Entfremdung.

Die einzige Verbindung zur Welt scheinen unsere digitalen Kommunikationsmittel zu sein. In „Flüstern in stehenden Zügen“ lässt Clemens J. Setz seinen Protagonisten bei Abzocker-Hotlines, also bei Internetbetrügern, anrufen, auf der Suche nach menschlichem Kontakt, nach „normalen“ Gesprächen. Da ihm diese nicht geboten werden, liest er den Fake-Callcenter-Agents die Leviten – ohne seine Sehnsucht nach Nähe zu verbergen. Ö1 hat das Stück, in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Graz und dem ORF-Landesstudio Steiermark, fürs Medium Radio bearbeitet und inszeniert. In dieser Form zeigt sich Setz‘ Text als feinfühlige, lyrische Erzählung aus dem Inneren des einsamen Protagonisten C. und als exzellente Grundlage für die Soundwelten des Hörspielmachers und Klangkünstlers Stefan Weber in der Regie von Philip Scheiner. Die Hauptrolle spielt, wie am Schauspielhaus Graz, Raphael Muff, neben Evamaria Salcher und Franz Solar.



„Flüstern in stehenden Zügen“
Hörspiel nach dem Theaterstück von Clemens J. Setz
Mit Raphael Muff, Evamaria Salcher und Franz Solar. Ton: Christian Michl. Sound: Stefan Weber. Bearbeitung und Regie: Philip Scheiner. Eine Koproduktion von ORF Steiermark, Schauspielhaus Graz und Ö1, 2021

© Ö1, Radiokunst – Kunstradio, 13.6.2021

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