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Franz Michael Felder „Der auszog, um zu Hause zu bleiben“ Über das kurze Leben des Vorarlberger Schriftstellers

Als er im Alter von knapp 30 Jahren – von Armut ausgezehrt und auf einem Auge blind – verstarb, begann die Vereinnahmung des Gemeindepolitikers und Autors Franz Michael Felder. Sein Bildnis auf dem Totenbett 1869 wird ein Jahrhundert später mit jenem des lateinamerikanischen Revolutionärs Che Guevara verglichen.

Feature von Christian Lerch

Felder hatte schon Mitte des 19. Jahrhunderts die soziale Not in der Gesellschaft angeprangert. Seine politischen Ideen und Taten blieben jedoch auf den Bregenzerwald begrenzt – und speziell auf Schoppernau, eine Gemeinde, umrahmt von 2.000 Meter hohen Berggipfeln.

Felders literarisches Werk aber wurde über die Alpen hinaus bis nach Deutschland bekannt und gelesen. Für den Sohn eines Kleinbauern und Autodidakten eröffnete sich in der Literatur die Welt. Und er erschloss sich diese von zu Hause aus.

 

© Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren, 19.1.2020

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