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„Ganes“ Kosmopolitische Dorfmusik aus Südtirol

Von Luigi Lauer

Vor ein paar Jahren noch lebten die drei Musikerinnen von Ganes in dem kleinen Dolomitendorf La Val im italienischen Südtirol. Doch nachdem im Mai 2010 ihr vielbeachtetes Debütalbum „Rai De Soredl“ erschien, übersetzt: „Sonnenstrahl“, war es vorüber mit der ländlichen Ruhe. Rund 100 Konzerte im Jahr, europaweit, sind längst die Regel. Die Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen und ihre Cousine Maria Molina singen Ladinisch, eine seltene Sprache aus Südtirol. Aus ladinischen Sagen stammt auch der Bandname, „Ganes“ sind Wasser-Wald-Frauen, ein bisschen Feen, ein bisschen Nixen. Kein Wunder also, dass die drei jungen Damen zu bezaubern wissen: Mit dreistimmigem Satzgesang, Violinen, Gitarre und Perkussion kreieren Ganes luftige Arrangements, die gerade darum von hoher Intensität sind und Popmusik in nie gehörter Tongebung präsentieren.

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