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„Geerdete Paradiese“ Visionen eines neuen Gartens

Es grünt so grün im Grau der Städte. Mitten in New York, Berlin oder Leipzig wird gemeinschaftlich gegärtnert. Das Label dafür lautet: „Urban Gardening“. Ansprechend fotografierte Menschen im Hochbeet werben für Stromerzeuger, Aktivisten des Gemeinwohls versorgen ihre Netzwerke mit lokalem Gemüse. Alles grün! Alles gut?

Von Sabine Rohlf

Gärten sind im Zentrum des Zeitgeistes angekommen, hübsch getrennt in rein kommerzielle und kapitalismuskritische Segmente. Ist die Lust aufs Grüne eine Flucht ins Privatparadies? Oder wächst mit den Gemüsebeeten im öffentlichen Raum ein neues, bodenständiges Verständnis von politischem Handeln? Was sagen Menschen, die sich als Profi-Gärtner, als Garten- oder Landschaftsarchitekten mit Grünflächen beschäftigen, zum hippen Gardening? Wie sehen sie die Schnittstelle zwischen Beet und Kultur, an der sie jeden Tag arbeiten? Und was sagen Aktivisten der „freien“ Gartenszene zur etablierten Hortikultur und zur eigenen Popularität? Gibt es Gemeinsamkeiten oder bleiben alle hinterm eigenen Zaun?
Zu Wort kommen Sebastian Pomm vom Leipziger Projekt Annalinde, Gabriella Pape, preisgekrönte Gartenarchitektin in Berlin, sowie Udo Weilacher, Professor für Landschaftsarchitektur und industrielle Räume an der TU München.


© Bayern 2, Nachtstudio, 17.4.2018

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