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Georg Katzer: „Auch Gedanken haben eine Form“ Musik- und Denkwelten des Komponisten

Am 10. Januar wäre Georg Katzer 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wiederholt BR-KLASSIK eine „Horizonte“-Ausgabe aus dem Jahr 2018, die sich den Gedanken- und Musikwelten des Komponisten widmet. Von Susann Krieger.

„Musik hat immer etwas mit der Bewältigung der Gegenwart zu tun. Wir leben in einer von Geräuschen umgebenen Welt. Über den Umweg des Kunstmachens kann ich diese Umgebung sozusagen domestizieren.“
Geboren in einem kleinen Dorf bei Magdeburg brachte Georg Katzer sich das Musikmachen selbst bei. Der Autodidakt studierte bei Lehrern wie Ruth Zechlin, Hanns Eisler und Rudolf Wagner-Régeny. Als Künstler und Mensch beobachtete er die Zeitläufte. Seine Werke nehmen Bezug auf die jeweilige Gegenwart und Gesellschaftsform. Katzer hielt nichts davon, dass Musik immer politisch sei, aber er sagte auch: „Der Kopf ist natürlich politisch und man reagiert emotional. (…) Insofern geht das nicht spurlos an einem vorüber, was da passiert und sickert über irgendwelche Mikrokanäle in die Musik ein.“



© BR Klassik, Horizonte, 9.1.2025

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