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„Geschichte ist das, was zerstört“ Pier Paolo Pasolini, der vom Leben verurteilte Dichter. Von Wolf Wondratschek

Künstler, Lehrer, Katholik: Pier Paolo Pasolini war alles zugleich – mit einer Leidenschaft, die seine Zeit überforderte. Eine Hommage zu seinem 100. Geburtstag.

Pier Paolo Pasolini ist die radikalste Gestalt in der jüngeren Geschichte Italiens. Mit allem, was er tat, entfachte er Skandal. Als Homosexueller wurde er als Lehrer entlassen und aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen. Zeitlebens wurden Prozesse gegen ihn angestrengt. Mit seinen Romanen wie mit seinen Filmen wurde Pasolini aus dem Stand berühmt. Auch als Journalist war er stilbildend über Italien hinaus. 1975 kam er auf einem Schuttplatz nahe Ostia gewaltsam zu Tode. Etliche erkannten auch darin eine radikale Geste. Pasolini suchte zeitlebens nach dem Einfachen, Ursprünglichen, er fand es vor allem anderen in der Sprache, im Gedicht. Wolf Wondratschek, selbst Dichter von Rang, widmet dem radikalen Künstler eine poetische Hommage – zusammen mit einer Auswahl von Pasolinis Gedichten.



Pier Paolo Pasolini, der vom Leben verurteilte Dichter
Von Wolf Wondratschek
Redaktion: Adrian Winkler
Produktion: WDR 2022

© WDR 3, Kulturfeature, 6.3.2022

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