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„Himmel und Hölle“ George Grosz‘ Berliner Jahre Von Thomas Zenke / Zum 125. Geburtstag von George Grosz

Nach Studien an der Dresdner Kunstakademie zieht es Grosz 1912 in die Metropole. Er liebt den Ragtime und den exzentrischen „Mister Meschugge“ mit seiner Radau-Kapelle, spielt im Café Größenwahn den Dandy, füllt sein Skizzenbuch mit Randexistenzen.

Er meldet sich im November 1914 freiwillig zum Militär. Sechs Monate später gilt er als dienstuntauglich. Im Januar 1917 wird er erneut einberufen. Nervenzusammenbruch. Er karikiert die Gesundbeter, wird Kommunist, entwickelt sich zu einem Physiognomiker der herrschenden Klasse, kämpft gegen Ausbeutung, malt mit blutroter Palette die Großstadt als Hure Babylon. Seine Arbeiten im Malik-Verlag bringen ihn von 1920 an immer wieder vor Gericht. Bei der Rechten ist vor allem eine Zeichnung verhasst: „Maul halten und weiter dienen“. Sie zeigt Christus am Kreuz mit Gasmaske und Soldatenstiefeln. Grosz entkommt wenige Tage vor Hitlers Machtergreifung in die USA.

Himmel und Hölle – George Grosz‘ Berliner Jahre 
Von Thomas Zenke
Regie: der Autor
Mit Claudia Mischke, Falk Rockstroh, Bruno Winzen, Jochen Langner, Matthias Ponnier, Hans Bayer
Produktion: DLF 2010

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 24.7.2018

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