„Hin und zurück“ Ein Western-Hörspiel-Musical von Stefano Giannotti
Das Hörspiel „Hin und zurück“ handelt von zwei Städten: Die erste Stadt ist eine lebendige und kulturell reiche, die zweite eine komplett verfallene. Eine Gruppe von Menschen fährt aus ihrer schönen Stadt in eine Art Geisterstadt und zerstört diese. Abends kehren diese Menschen nach Hause zurück und stellen fest, dass ihre eigene Stadt zerstört wurde.
Die Erzählung übernehmen drei Figuren: Ein Wächter, der seit jeher dort lebt, stets Notizen niederschreibt, die er niemals lesen wird, die Geschichten aller Einwohner kennt, die er im Gespräch und Gesang erzählt; eine weibliche Stimme, welche die Gedanken aller Figuren in einer Art innerem Bewusstseinsstrom verkörpert, diese Gedanken-Figuren dann auf die Welt bringt – jede mit ihrer eigenen Stimme – um sie schließlich wieder in ihren Mutterleib zu absorbieren; ein arroganter und unsympathischer Schaffner, eine Art Charon, der die Gedanken-Figuren von einer Stadt zur anderen begleitet.
Die beiden Städte werden durch musikalische Architekturen dargestellt, in denen jedes Gebäude einem anderen Thema entspricht.
Stefano Giannotti, geboren 1963 im toskanischen Lucca, studierte Komposition und war von 1983–1990 Mitglied des Kammermusik-Ensembles Trio Chitarristico Lucchese. Seit 1989 entstanden Klangkompositionen und Hörstücke, die u. a. 2002 und 2007 mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet wurden. Zuletzt realisierte Giannotti für SWR2 Amore Mio (SWR 2012) und Shelters And Traps (SWR 2009).
Aus dem Italienischen von Olivia Toffolini
Mit: Henrik von Holtum, Caroline Junghanns, Jürg Löw u. v. a.
Komposition und Realisation: Stefano Giannotti
(Produktion: SWR 2017)