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Hörspiel: „Das Gespenst von Canterville“ Von Oscar Wilde

Obwohl Mr. Otis, amerikanischer Gesandter in England, beim Kauf des Schlosses Canterville vor dem dort seit Generationen hausenden Gespenst gewarnt wird, zieht er kaltblütig mit seiner ganzen Familie ein. Das verstimmt das Gespenst. Immerhin wurde es bisher für diverse Nervenzusammenbrüche, ja sogar für den Tod einiger früherer Schlossbewohner verantwortlich gemacht.

Aber die amerikanische Familie stört sich nicht an seinem Treiben. Die Eltern begegnen dem traditionell eingestellten Gespenst mit der Unbekümmertheit moderner, aufgeklärter Menschen. Welche Schmach! Und die Kinder treiben das Gespenst zunehmend zur Verzweiflung: Unermüdlich entfernen sie sein Markenzeichen, den immer wieder auf dem Fußboden erscheinenden Blutfleck, mit Spezialreinigern! Sie spannen Schnüre, um es zum Stolpern zu bringen, und sie erschrecken es mit gespensterähnlichen Attrappen …

Das Gespenst von Canterville
Von Oscar Wilde
Mit Peter Fricke, Marion van de Kamp, Robinson Reichel, Dorothee Hartinger, Rufus Beck und anderen
Komposition: Benedikt Hoenes
Bearbeitung und Regie: Lilian Westphal
BR 1993

Oscar Wilde (1854-1900), irischer Schriftsteller. 1895 wegen Homosexualität zu Gefängnisstrafe verurteilt. Ab 1897 Exil in Paris. Werke unter anderen: „Der glückliche Prinz und andere Märchen“ (1888), „Bunbury oder Ernst sein ist wichtig“ (Theaterstück, 1895), „Das Bildnis des Dorian Gray“ (1891).

© Bayern 2, Hörspiel, 20.4.2019

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