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Hörspiel: „Die Schwestern Jouet“ Von Ilse Aichinger

Rosalie, Anna und Josepha heißen die Schwestern Jouet, wobei offen bleibt, ob die drei Schwestern wirkliche Schwestern, nur Stimmen von Schwestern oder zu Stimmen gewordene Erfindungen von Schwestern sind.

Eine der Schwestern scheint unter einer Art Erfindungszwang zu stehen; ihre Fiktionen – Krankheiten, Landschaften, Mütter und Söhne, die schöne südliche Stadt Cannes – wirken wie Chiffren für Vergangenheit bzw. Beschwörungen der Wirklichkeit von Gegenwart. Doch nicht immer finden diese Erfindungen den Beifall der anderen. Vorwürfe werden laut, bis die Erfinderin die Schwestern wieder zurück in die Erinnerung schickt, die sie wiederum selbst erfindet. Haben die Schwestern nun wirklich existiert oder wurden sie bloß zum Trost gegen Finsternis und Alleinsein erfunden?

Die Schwestern Jouet
Von Ilse Aichinger
Mit Grete Mosheim, Elisabeth Flickenschildt und Blandine Ebinger
Regie: Ludwig Cremer
BR/ORF/SDR/WDR 1969

Ilse Aichinger, geb. 1921 in Wien, Autorin. Werke u.a. „Spiegelgeschichte“ (1947), „Die größere Hoffnung“ (1948), „Meine Sprache und ich“ (1978). Hörspiele u.a. „Weiße Chrysanthemen“ (BR 1959), „Auckland“ (NDR / SDR 1970), „Blitzlichter“ (BR 2002).

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