Hörspiel: „Heil ho, let’s go“ Von Thilo Gosejohann
Eine Punkband, die „DIE HITLERS“ heißt? – Nichts scheint mehr unmöglich. Zwischen Relevanz und Belanglosigkeit muss unser Gehirn die Masse an Informationen filtern. Ingo Schmoll führt uns auf eine Reise ins Herz des Irrsinns.
Die AfD sitzt im Bundestag, Rechtsrock-Bands wie Frei.Wild sahnen ECHO-Preise ab, eine Nazi-Terrororganisation verübt Serienmorde und Heidi Klum trennt sich von Vito Schnabel: Nichts scheint mehr unmöglich, noch nicht mal die Existenz einer Punkband mit dem Namen DIE HITLERS.
Der Blick auf die ungefilterte Masse an Informationen treibt uns oft an die Grenze des Erträglichen. Katastrophen und Belanglosigkeiten gehen tagtäglich Hand in Hand und grillen die Auffassungsfähigkeit unseres Gehirns. Wieso sollte es nicht vier Führer-Klone geben, die die Vornamen der Beatles tragen und mit dreist geklauter Ramones-Musik und rechten Texten die Charts stürmen? Ist das noch Spaß oder schon Realität?
Ingo Schmoll führt uns in der Rolle des Ingo Schmoll durch diese akustische Mockumentary, die dem Irrsinn der letzten Jahre das Spiegelbild vorhält und den modernen, digitalen Alltag auf die Spitze treibt.
Heil ho, let’s go
von Thilo Gosejohann
nach einer Idee von Tommy Finke
Musik: Tommy Finke
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: WDR 2017/ca. 54‘
Redaktion: Natalie Szallies
© WDR 3, Hörspiel, 28.11.2017