Hörspiel: „Ono Opera“ Von Georg Zeitblom
Ein Telefon klingelt: „Hello, this is Yoko.“ Die japanische Künstlerin Yoko Ono wurde im Manhattan der 60er-Jahre zu einer Ikone der Avantgarde- und Aktionskunst. „Ono Opera“ ist eine Mini-Oper aus ihren akustischen Werken.
Im Umfeld der Fluxus-Bewegung, bei der es nicht auf das Werk, sondern auf die schöpferische Idee ankommt, entstanden Performances, Kompositionen, Filme und Installationen der aus Tokio stammenden Künstlerin. Am 18. Februar wird sie 85 Jahre alt. Georg Zeitblom ehrt sie mit einer monographischen Montage: „Meine erste Wahrnehmung von Yoko Ono war, dass sie nach dem Split der Beatles als die meistgehasste Frau der Welt bezeichnet wurde. Ein paar Jahre später fielen mir ihre ersten Aufnahmen mit der Plastic Ono Band in die Hände, und ab diesem Moment war ich begeisterter Ono-Anhänger. Ihre Tape-Loop-Soundcollagen mit John Lennon, ihre Vokal-Improvisationen, die auf traditionellem japanischem Gesang basieren, solo, im Umfeld von Jazz mit dem Ornette Coleman Ensemble oder Rock mit der Plastic Ono Band, ihre Fluxus-Konzeptarbeiten und auch die Politisierung ihrer Kunst bilden eine wichtige Inspirationsquelle. Alban Bergs Oper ‚Lulu‘ hatte großen Einfluss auf Yoko Ono, auf ihre sehr körperliche Art zu singen. Sie dient für die ‚Ono Opera‘ als Bezugs- und Organisationspunkt.“
„Ono Opera“ Von Georg Zeitblom
Regie: der Autor
Redaktion: Jan Buck
Produktion: BR 2004
© WDR 3, Hörspiel, 15.2.2018