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„Im Geboren-Werden stirbt die Musik“ Über das Werden und Vergehen!

Von Uli Aumüller. Patrick war 25 Jahre jung und half unsere Wohnung zu renovieren. Ein stattlicher junger Mann mit athletischem Körper. Plötzlich fällt er um. Herzinfarkt. 

Als würde man mitten im Konzert den Stecker ziehen. Betretenes Schweigen. Wir versuchen ihn wiederzubeleben. Beatmung. Herzmassage. Wie weit trägt der Vergleich von Musik und Leben, von Tod und Stille? „Im Geboren-Werden stirbt die Musik“, sagte Wolfgang Rihm einmal, „sie ist dem Vergehen anheimgegeben“. Ist das in diesem Augenblick ein Trost? Hilft Musik den Tod zu betrauern? Der Notarzt kommt. Er bringt das Herz wieder in Gang.



© SWR 2, JetztMusik, 4.4.2023

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