Internationales Jazzfestival Münster 2019 (II)/ Chicuelo & Perpetual Motion – A Celebration Of Moondog
Die zweite Sendung vom 40-jährigen Jubiläum des Internationalen Jazzfestival Münster präsentiert drei Musiker aus Spanien, die in ihrem Zusammenspiel den Ausbruch aus überlieferten Spielweisen und abgegrenzten Stilen zelebrieren sowie ein französisch-amerikanisches Sextett, das sich von den musikalischen Ideen des Komponisten Moondog inspirieren lässt.
Mit Stefan Hentz
Lange war der blinde Komponist Moondog ein Geheimtipp in der künstlerischen Bohème New Yorks. Mitte der 70er-Jahre kam er auf Einladung des Hessischen Rundfunks nach Deutschland und blieb längere Zeit, auch in Münster, wo er 1999 starb und auf dem Zentralfriedhof begraben ist. Der formidable Saxofonist und Flötist Sylvain Rifflet hat ein Sextett zusammengestellt, das die Musik von Moondog noch einmal auf eine völlig neue Weise spielt.
Der Gitarrist Juan Gómez, genannt „Chicuelo“, gehört zu den jungen Musikern, die die engen Spielregeln des Flamenco im Kontakt mit Musikern anderer Prägung noch einmal neu definieren: mit dem Pianisten Marco Mezquida und dem Perkussionisten Paco de Mode präsentieren sie eine quicklebendige Improvisationsmusik, die sich um die Reinheitsgebote von Flamenco und Jazz nicht schert, sondern nur eins sein will: Musik.
© WDR 3, Jazz & World, 19.1.2019