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Jazzfest Berlin 2016 „Mette Henriette und Ensemble“ Mitschnitt

Die norwegische Saxofonistin Mette Henriette stellt ihr zwölfköpfiges Ensemble u.a. mit Bandoneon und einem Streichquintett, erstmals bei einem so bedeutenden Festival in Deutschland vor und steht im Zentrum des Eröffnungsabends auf der Hauptbühne des Festivals.

Das Jazzfest in Berlin hat bis heute eine wichtige Bedeutung und strahlt weit über unsere Landesgrenzen hinaus. Zum zweiten Mal hat der englische Musikkritiker Richard Williams nun das Programm zusammengestellt und präsentiert in diesem Jahr neben eingeführten Größen der Szene auch jede Menge Newcomer und aufstrebende Talente. Zu letzteren gehört die Saxofonistin und Klangkünstlerin Mette Henriette aus Norwegen.

1990 in Trondheim geborene Musikerin gehört zu den großen Entdeckungen der aktuellen Szene und beeindruckte Ende letzten Jahres mit ihrem fulminanten Debüt-Album, auf dem sie zur Hälfte im Trio und zur anderen Hälfte mit einem 12-köpfigen Ensemble inklusive Streichquartett zu hören ist. Schnell wurde klar: Ihre Musik ist zart in der Färbung, aber stark in der Wirkung.

„Was auch immer für Klänge ich auf dem Saxofon erzeuge, sie entstehen im Moment“, sagt Mette Henriette zu ihrer Herangehensweise an ihre Arbeit und fügt hinzu: „Ich reagiere direkt und intuitiv und das kommt nicht vom Kopf oder von meinen Fingern. Ich folge meinem Herzen“.
Bei aller Emotionalität und Spontaneität, die in dieser Musik steckt, finden sich in ihr auch konzeptionelle Ansätze und etliche durchkomponierte Passagen. Zudem beschränkt sich die 26-jährige nicht auf feingliedrige Strukturen und singbare Melodien, sie sorgt auch immer wieder für deutliche Klangkontraste. Und: Mette Henriette spielt ihr Instrument, wenn sie es für nötig hält, auch kraftvoll und ungezähmt.

Mette Henriette und Ensemble

 

Mette Henriette, Saxofon
Henrik Nørstebø, Posaune
Eivind Lønning, Trompete
Johan Lindvall, Klavier
Per Zanussi, Bass
Per Oddvar Johansen, Schlagzeug
Andreas Rokseth, Bandoneon
Cikada String Quartet

© Deutschlandradio Kultur, 3.11.2016, Foto: Petra Basche

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