Mette Henriette „Improvisierte Klanglandschaften“ Trailer zur aktuellen CD
Auf ihrem Ende 2015 erschienenen Debütalbum zeigt sich die norwegische Saxofonistin Mette Henriette als Meisterin der Improvisation. Das Doppelalbum ist voller kurzer Miniaturen, eine Platte mit einem Kammer-Jazz-Trio, eine mit einem 13-köpfigen Ensemble eingespielt.
Von Johannes Kaiser
„Ich bin mit Musik aus dem Radio und aus dem Fernsehen groß geworden. Zudem hatte mein Vater eine Stereoanlage und es gab auch im Kindergarten Musik. Das ergab eine große Vielfalt. Es war ganz bestimmt keine Klassik, ein bisschen Jazz, populäre Musik und Volksmusik, kein Folkrock, traditionelle Musik aus verschiedenen Regionen der Welt und an erster Stelle natürlich norwegische Volksmusik.“
So hat die 1990 in Trondheim geborene Saxofonistin Mette Henriette ein offenes Ohr für viele Klänge und das zeigt sich auch in ihrer Musik. Zum Jazz fand sie erst sehr viel später.
Wie so oft in Norwegen führte der Weg über eine lokale Blaskapelle, in der sie zuerst Trompete spielte, bevor sie bei einer Tante ein AltSaxofon entdeckte und sich sofort in dessen Klang verliebte. Als Lehrer fand sie einen Lehrbeauftragten von der Jazzakademie in Trondheim und der führte sie dann auch an den Jazz heran.
„Er war ein wirklicher guter Saxofonist und hatte eine wunderschönen Ton. Er hat mir Jazzstandards beigebracht und gezeigt, wie man über Akkordfolgen improvisiert. Er hat mir immer ganz ehrlich gesagt, was ich richtig und was ich falsch mache. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, das war Jahre später, dass er mir ein von Herzen kommendes Kompliment machte und das war für mich ein ganz besonderer Augenblick.“
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© Deutschlandradio Kultur, TONART | Beitrag vom 03.11.2016