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Jazzfest Berlin 2021: Sylvie Courvoisier Trio

Die Wahl-New Yorkerin und Pianistin Sylvie Courvoisier – ursprünglich stammt sie aus der Schweiz – stellt in ihrem Schaffen eine bemerkenswerte Vielseitigkeit unter Beweis: ob mit ihrem Ehemann, dem Violinisten Mark Feldman, bei Grenzgängen klassischer Musik oder mit kammermusikalischen Improvisationen.

Doch bei keinem ihrer Projekte leuchten ihre Spielfreude und ihr bemerkenswertes Rhythmusgefühl so hell wie in diesem Trio mit dem Bassisten Drew Gress und dem Schlagzeuger Kenny Wollesen, an dessen Stelle beim Jazzfest Berlin 2021 Devin Grey spielt. Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Band ihr drittes Album „Free Hoops“, für das Courvoisier außergewöhnliche Inspiration fand: Für das Stück „Birdies of Paradise“ komponierte sie Vogelstimmen, da ihr Bassist auch Ornithologe ist. Und für „Lulu Dance“ erfand sie klangliche Finten und Täuschungsmanöver – als Inspiration diente ihre Katze. Trotz dieses wilden Ideenmix wirkt das Album durchweg stimmig, ihre Einfälle verbindet Courvoisier mit Stringenz und Anmut. Mit ihren Mitstreitern wechselt sie geschmeidig zwischen verstolperten Rhythmen, ausladenden Improvisationspassagen und Themen, die sich in die Gehörgänge fräsen: ein überschwängliches Spiel mit Melodie und Tempowechseln.



© Deutschlandfunk Kultur, In Concert, 27.1.2021

Sylvie Courvoisier Klavier, Komposition
Drew Gress Bass
Devin Gray Schlagzeug

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