Klavierfestival Ruhr 2025: Alexandre Tharaud
Alexandre Tharaud spielt Werke von Satie, Ravel und Werke von Jean-Philippe Rameau und Paul Dukas.
Erik Satie war seiner Zeit weit voraus, mit schlichten, reduzierten Werken schuf er einen Stil, der fünfzig Jahre später Zeitgeist wurde. „Öffnen Sie den Kopf“, „Vergraben Sie den Ton in Ihrer Magengrube“, „Wie eine Nachtigall mit Zahnschmerzen“: Saties absurde Vortragsbezeichnungen faszinierten nicht erst John Cage. Ein früher Bewunderer war Maurice Ravel, der zwar einen ganz anderen künstlerischen Weg verfolgte als Satie, aber in ähnlichen Kreisen verkehrte und sich dafür einsetzte, dass die Werke des älteren Kollegen aufgeführt werden. Der französische Pianist Alexandre Tharaud liebt die Musik Saties und möchte insbesondere ihre Vielseitigkeit zeigen. Beim Klavier-Festival Ruhr spielt Tharaud neben den berühmten Gnossiennes auch Chansons aus der Sphäre der Cabarets, wo Satie sich als Pianist ein Zubrot verdiente. Im Rezital mit Klavierstücken von Ravel wird das Paris um 1900 hörbar, etwa in seinen irrlichternden „Miroirs“, sowie einer Transkription von Paul Dukas’ „Zauberlehrling“.
Erik Satie
Gymnopédie Nr. 1
Gnossiennes Nr. 1, 3 und 4
„La Diva de l’Empire“
„Je te veux“
Maurice Ravel
„Pavane pour une infante défunte”
Sonatine pour piano
„Miroirs”
sowie Werke von Jean-Philippe Rameau und Paul Dukas
Alexandre Tharaud, Klavier
Aufnahme vom 28.5.2025 aus dem Museum Folkwang in Essen
© Deutschlandfunk, Konzert, 20.7.2025