Goethes Drama vom ewig strebenden "Faust" hat viel zu dem Bild beigetragen, das man in Deutschland von der Dichtkunst hat.…
Wetter ist tägliches Thema menschlicher Gespräche in gemäßigten Breiten: „Jeder schimpft auf das Wetter, aber keiner tut was dagegen,“ analysierte dieses Phänomen der amerikanische Schriftsteller Mark Twain. Er sagte dies zu einer Zeit, als ein Wetterwechsel noch nicht Klimawandel hieß.
Die Beziehung zwischen Zukunft und Wetter ist keine einfache. Einerseits sind weniger Klagen weiter verbreitet als jene über die Unzuverlässigkeit des Wetterberichts, der unbestritten den Höhepunkt jeder Nachrichtensendung darstellt. Andererseits ist das Phänomen des Wetters einer der wenigen Aspekte der Zukunft, das sich überhaupt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit berechnen lässt.
Und letztlich ist es in den letzten Jahren – einhergehend mit der Ersetzung des Begriffs Wetter durch Klima – klargeworden, dass der zukünftige Untergang der menschlichen Zivilisation wohl in einem selbstgemachten Wechsel der Großwetterlage begründet sein könnte.
© Bayern2, Nachtstudio, 13.9.2022
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