Komponistin und Suffragette Ethel Smyth „Kampf um Freiheit“
Von Tim Caspar Boehme. Von männlichen Komponisten ihrer Zeit an den Rand gedrängt, wird die Musik der Suffragette Ethel Smyth aktuell neu entdeckt. Sie zu hören, lohnt sich.
Romantische Musik und Frauenrechte gehen nicht zwingend zusammen. Im Fall der britischen Komponistin Ethel Smyth aber schon.
Die Tochter einer Mittelschichtsfamilie in Kent war seit ihrer Jugend mit Erwartungen konfrontiert, die konträr zu den eigenen Interessen lagen. Als Mädchen sollte sie ein Instrument lernen, doch dass Smyth professionelle Ambitionen am Klavier entwickelte, passte nicht ins viktorianische Bild der Eltern. Die beendeten den Unterricht.
Ethel Smyth verweigerte sich darauf so konsequent, dass sie schließlich in Leipzig Komposition studieren durfte.
© TAZ, Kultur, Musik, 7.3.2026