„Metropolis“ Hörspiel von Thea von Harbou/Fritz Lang
Während in der lichtlosen Unterstadt die Arbeiter wie Sklaven hausen, lebt die Gesellschaft der Oberstadt in einer Welt des Luxus. Herr über Menschen und Maschinen ist Fredersen, das „Hirn von Metropolis“.
Seine Gegenspielerin ist Maria, „die Heilige der Unterdrückten“. Freder, der blonde Sohn des Herrschers, verliebt sich in sie und folgt ihr in die Katakomben. Sein Vater bittet den Magier Rotwang, eine „falsche Maria“ zu erschaffen, einen künstlichen Menschen, der Maria aufs Haar gleicht. Die Doppelgängerin wiegelt die Massen auf. Mit der Zerstörung der Maschinen droht der Untergang. Thea von Harbous 1925 veröffentlichter Roman „Metropolis“ ist ein früher Klassiker der Science-Fiction. Der Roman und das Drehbuch zur legendären Verfilmung von Fritz Lang bilden die Grundlage für die Radiobearbeitung. Die grandiose Zukunftsvision und der Gartenlaubenkitsch der Vorlage, der Sexismus aus männlichem Wolkenkratzer und weiblichem Aufwiegeln wird musikalisch überhöht, kommentiert, gebrochen. Michael Farin und die Komponisten Laar/zeitblom verwandeln den Stummfilm in einen Klangrausch.
Metropolis
Von Thea von Harbou/Fritz Lang
Mit Peter Fricke, Jan Neumann, Jule Ronstedt, Joachim Höppner, Helga Roloff und anderen
Bearbeitung: Michael Farin
Komposition: Laar/zeitblom
Regie: Bernhard Jugel
BR 2001
© Bayern2, Hörspiel, 27.11.2021
Thea von Harbou (1888−1954), Schauspielerin, Schriftstellerin, Drehbuchautorin. Weitere BR-Hörspielbearbeitung M − Eine Stadt sucht einen Mörder (mit Fritz Lang, 2003).
Fritz Lang (1890−1976), Regisseur. Weitere BR-Hörspielbearbeitung Hangmen Also Die (mit Bertolt Brecht, 2005).