Mibnight Jazzfestival 2018 (I) Konzertmitschnitte vom 2. und 3. März 2018, Schwankhalle, Bremen
Einmal jährlich findet von der Bremer Musikinitiative ein Jazzfestival in der Schwankhalle statt. Mitschnitte von Pangea Ultima, Jens Schöwings „Blue Note Bach“ und Reza Askari’s „ROAR“.
Es ist Jahr für Jahr eine neue Herausforderung, allemal für eine Musikerinitiative: Wie wird man am Besten den selbst ausgerufenen Ansprüchen an ein vielfältiges, dabei gut ausbalanciertes Festival gerecht? Aus den Mibnight-Festivalprogrammen der vergangenen Jahre spricht da ein gutes Augenmaß und eine ordentliche Portion Erfahrung. Bei der Zusammenstellung geht es nicht einfach darum, möglichst bunt zu sein und Allem, was in den eigenen Reihen gedeiht, um jeden Preis einen Platz zu verschaffen.
Formationen des heimischen Dunstkreises werden systematisch verschränkt mit Gästen aus anderen Szenen, national und international. Dabei soll eine möglichst breite Palette an Stil- und Spielarten zeitgenössischen Jazz-Schaffens zum Tragen kommen. Außerdem müssen die „Hör-Parcours“ der beiden Haupt-Festivalabende funktionieren. Schließlich will das Konzertpublikum, das von Set zu Set fast nahtlos zwischen den Sälen der Bremer Schwankhalle wechselt, stets neu mitgenommen werden.
Das Mibnight Jazzfestival 2018 wurde zu einem weiteren gelungenen Durchgang für die geschichtsträchtige Musikerinititiative Bremen. Im Aufgebot war unter anderem das progessive Latinjazz-Quintett Pangea Ultima um den deutsch-mexikanischen Gitarristen José Diaz de León, das Blue Note Bach-Quartett des Bremer Pianisten, Arrangeurs und Komponisten Jens Schöwing sowie das Trio Roar um den in Köln lebenden Bassisten Reza Askari.
© Bremen 2, Sounds in Concert, 28.4.2018