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Neues Album von Camilo Lara: „Ode an den Distrito Federal“

„D.F.“, das neue Album von Camilo Laras Soloprojekt Mexican Institute of Sound, ist eine Liebeserklärung an die mexikanische Hauptstadt. Von Ole Schulz.

Bei dem Namen stellt man sich eine gläserne Eingangshalle mit Portier und moderne, lichtdurchflutete Büros vor. Das Mexican Institute of Sound (MIS) ist aber lediglich ein Einmannbetrieb, hinter dem der Produzent und Musiker Camilo Lara steckt.

Der Mittvierziger versorgt uns mittlerweile schon gute 15 Jahre mit überdrehten bass-schweren Pop-Collagen, für die Lara regelmäßig Versatzstücke der mexikanischen Populärkultur verarbeitet. Das hat ihm auch den Titel „Sampling Sommelier“ eingebracht. Bei seinem lexikalischen musikalischen Wissen ist die Bezeichnung Sound-Institut also gar nicht mal so hochtrabend.

Das Mexican Institute of Sound ist so etwas wie Laras lebenslanges Herzensprojekt. Jetzt legt er mit „D.F.“ sein sechstes MIS-Studio-Album vor – eine Liebeserklärung an seine Heimat, den früher auch Distrito Federal (D.F.) genannten Großraum der Hauptstadt Mexikos. Von den Azteken auf Seen errichtet, ist die Cuidad de México heute eine vibrierende Metropole mit über 20 Millionen Einwohnern.

Eröffnet wird die Platte mit dem Chorus-gefüllten Song „Se compran“, in dem Lara mit seinem lakonischen Sprechgesang die Straßenverkäufer der Stadt preist, die lautstark für „Matratzen, Tambores, Kühlschränke“ werben.

© TAZ, Kultur, Musik, 26.3.2021

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