Musiktipps

Neues Album von Mdou Moctar „Wüster Sound“

Der nigrische Gitarrist Mdou Moctar hat sich vom Desertblueser zum Desertpunk entwickelt, wie auf dem neuen Album zu hören ist. Von Stephanie Grimm.

Für seine erste Gitarre nutzte Mdou Moctar die Bremskabel seines Fahrrads als Saiten, inspiriert von den Desertblues-Legenden Abdallah ag Oumbadougou und Ali Farka Touré. In seinem konservativ-religiösen Elternhaus im ländlichen Niger stießen seine musikalischen Ambitionen auf wenig Gegenliebe.

Nach Jahren, in denen er sich – wie viele aus seiner Heimat – als Arbeitsmigrant in Libyen durchgeschlagen hatte und sogar als Soldat in der Armee Gaddafis diente, begann er als Profimusiker zu arbeiten, etwa auf Hochzeiten.

Der Text ist in der taz-Verlagsbeilage „Global Pop“ erschienen.




© TAZ, Kultur, Musik, 12.5.2024

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