NZZ: „Jazz – eine Musik, die besoffen macht“ Wolfram Knauer’s Jazzbuch „Play yourself, man!“ / Reclam 10/2019
Von den Nazis als «Negermusik» geächtet, entfaltete sich der deutsche Jazz erst in der Nachkriegszeit. Den Weg von der Kopie amerikanischer Idole zu eigenständigen Spielarten zeichnet Wolfram Knauer in seinem neuen Standardwerk «Play yourself, man!» nach.
Von Christoph Wagner
Diese Musik klang exotisch, fremd und faszinierend. Im Nationalsozialismus aber als «Negermusik» verfemt, machte sie hier erst in der Nachkriegszeit Karriere. Unterdessen ist Jazz zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Wolfram Knauer, Leiter des Jazzinstituts in Darmstadt, hat in einem über 500 Seiten starken Buch «die Geschichte des Jazz in Deutschland» nachgezeichnet. Die Veröffentlichung füllt eine Lücke, denn die letzte Publikation, die solch eine Gesamtsicht wagte, ist bereits siebzig Jahre alt….
© NZZ, Feuilleton, 25.10.2019
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