NZZ: Miles Davis: Wie man die Tradition aufbricht, ohne sie zu zerstören Von Stefan Hentz
Mit dem Album «Bitches Brew» führte Miles Davis den Jazz vor fünfzig Jahren in eine neue, funkige Epoche. Die postume Veröffentlichung von «Rubberband» demonstriert den Unterschied zwischen visionärer Kunst und epigonalem Handwerk.
Am Morgen des 19. August 1969, es war der Dienstag nach Woodstock, trafen sich zwölf Musiker, ein Toningenieur und ein Produzent im zweiten Stock eines siebenstöckigen Gebäudes in Manhattan. Im früheren Vanderbilt-Haus an der 52. Strasse hatte der Musik-Major Columbia (CBS) seine Tonstudios untergebracht. Und im Studio B wollte der Trompeter Miles Davis, der grösste Star der damaligen Jazzszene, ein neues Album einspielen…
© NZZ, Feuilleton, 13.10.2019
https://youtu.be/MWCjeZdJj7g
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