„Piano Libre!“ Notizen zum kubanischen Jazz-Klavier-Boom
Aus kaum einem anderen Land der Welt jenseits der USA sind in jüngerer Zeit so viele international beachtete Jazzpianisten gekommen wie aus Kuba. Viele von ihnen leben inzwischen im Ausland und geben den Szenen dort wichtige Impulse.
Von Odilo Clausnitzer
Praktisch alle von ihnen beziehen sich auf die musikalischen Traditionen ihrer Heimatinsel – aber mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten und Ergebnissen. David Virelles, u. a. als Sideman von Chris Potter bekannt geworden, setzt sich etwa in seinem Projekt „Mboko“ mit der rituellen Musik afro-kubanischer Kulte auseinander. Fabian Almazan – 2015 bereits Kurator des SWR NEWJazz Meetings – hat auch orchestral gearbeitet und bezieht in seine Musik spanisch-sprachigen Gesang ein. Der international wohl erfolgreichste Pianist aus Kuba, Roberto Fonseca, wurde durch den Buena Vista Social Club geprägt, wo er den legendären Rubén González vertrat. Harold López-Nussa, Aruán Ortiz und Alfredo Rodríguez sind andere kubanische Pianisten, die zurzeit von sich reden machen.
Die Sendung stellt sie alle vor und geht der Frage nach, welche Gründe es für die Blüte der aktuellen kubanischen Pianokultur gibt.
© SWR 2, NOWJazz, 17.5.2018
Playlist:
Robert Fonseca:
Asere Monino Bonco/CD: Abuc
Yandy Martinez Rodriguez, Roberto Fonseca/Ramsés „Dynamite“ Rodriguez
David Virelles:
Tierra/CD: Gnosis
David Virelles
Aruán Ortiz:
Analytical Symmetrie/Fractal Sketches
Aruán Ortiz
Jakob Bro:
Alcanza Suite V. Tribu T9CD: Alcanza
Fabian Almazan
Manuel Valera:
Earth – The History Of Us/CD: The Planets
Manuel Valera
Harald Lopez Nussa:
Hialeah/CD: Un Dia Cualquiera
Harold-Lopez Nussa
Michael Rodriguez:
Impromptu/CD: Salvation
Rodriguez Brothers
Aldo López-Gavilán:
Un Cubano En Londres/CD: De todos los colores y también verde
Aldo López-Gavilán
Alfredo RodriguezMunir Hossn:
Silver Rain/CD: The Little Dream
Alfredo Rodriguez