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Portrait einer Schriftstellerin: Die autonome Republik Katja Lange-Müller

„Meine literarische Heimat bin ich selber, die unabhängige autonome Republik Katja Lange-Müller“, sagt die in Ost-Berlin geborene Schriftstellerin. Die Tochter einer SED-Politikerin verlässt 1984 die DDR und veröffentlicht erste Texte. Von Johannes Nichelmann

Ihre oft melancholischen Erzählungen tragen mitunter einen satirischen Kern. „Komik“, sagt Lange-Müller, „betrachte sie oft als eine Art Notwehr“. Das gilt nicht nur für ihre Auseinandersetzung mit der Deutschen Teilung und den Zuständen in der DDR. Die Tochter überzeugter Partei-Genossen flog früh wegen „unsozialistischen Verhaltens“ von der Schule. Bevor sie zum Schreiben kam, arbeitete sie als Schriftsetzerin, als Krankenschwester und Bildredakteurin.

Zu ihrem 70. Geburtstag blickt das WDR 3 Kulturfeature gemeinsam mit Katja Lange-Müller auf ihr Werk und auf ihr Leben, das vor allem durch den Bruch mit ihrer Mutter, Inge Lange, gekennzeichnet ist. Das letzte Mal haben sie sich 1976 gesehen – kurz bevor die Tochter den berühmten Protestbrief gegen die Ausbürgerung Biermanns mit unterzeichnete. 1984 reiste Katja Lange-Müller offiziell aus der DDR aus und fand in West-Berlin eine neue Heimat.



Die autonome Republik Katja Lange-Müller

Von Johannes Nichelmann
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: WDR 2021

© WDR Kulturfeature, 7.2.2021

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