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Radionacht Jazz: „Mood Indigo“ Die Farben des Regenbogens. Mit Karl Lippegaus

Afrikanische Musik war für Chris McGregor „die Antwort des Körpers auf den Rhythmus“. Ein völlig neues Big Band-Konzept schuf der südafrikanische Pianist. Ein Rückblick auf die turbulenten Jahre mit seiner Brotherhood of Breath in London um 1970.

Der Pianist Chris McGregor (1936-1990) war der Sohn eines Missionars in der Transkei und kam 1965 als Exilant mit den Blue Notes nach London. Zwei Jahre später gründete er die Brotherhood of Breath, eine Big Band, die im alten Ronnie Scott’s Club in Soho probte. Der Saxofonist Dudu Pukwana und sein Freund Chris schrieben Stücke, die Ellington-Anklänge und Hard Bop mit südafrikanischer Kwela-Musik verschmolzen. Für große Solisten wie den Trompeter Mongezi Feza und den Holzbläser John Surman arrangierte McGregor wahre Feuerwerke. Binnen kurzer Zeit wurde die Brotherhood um 1970 für einige Jahre zur aufregendsten Großformation im Jazz in Europa.

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© Deutschlandfunk, Radionacht Jazz, 1.5.2026

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