Radiotipps

Radiotipps für den 11.1.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht

Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Mit Marcus A. Woelfle


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

5 Millionen Pesos: Gregor Storf
Tenorsaxofonist Gregor Storf im Interview und mit seinem Quintett Partners in Time im ORF RadioKulturhaus


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Ein sorbischer Avantgardist“ Auf den Spuren des Komponisten Juro Mětšk
Von Jens Schubbe (Wdh. v. 06.01.2026)

2022 starb der sorbische Komponist Juro Mětšk. In Foren der zeitgenössischen Musik bekam und bekommt man seine Musik nur selten zu hören. Zu Unrecht.
Juro Mětšk ist das, was man einen Geheimtipp nennt. Seit er Mitte der 1970er Jahre als Komponist an die Öffentlichkeit trat, ist er – unbeirrt von den Moden des Tages – seinen Weg gegangen. Orientierung fand er vor allem bei Arnold Schönberg und Anton Webern, sicher auch bei seinem Lehrer Reiner Bredemeyer. Expressive Gestik und Konstruktion sind in seiner Musik perfekt ausbalanciert. Sein OEuvre ist nicht übermäßig groß aber von höchster Qualität und Originalität. Grund genug, diesem Komponisten ein Portrait zu widmen und seine Musik im historischen Kontext zu beleuchten.


13:00 Uhr HR 2 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen

(Romantic) Heroes – Die Kunstlieder des David Bowie
Vor 10 Jahren starb David Bowie. Als Rockmusiker war er nicht unbedingt ein Mann der leisen Töne, trotzdem hatte er auch seine ruhigen Seiten. Manche Songs hat er einfach nur zum Piano gesungen, als seien sie romantische Klavierlieder. Andere Musiker spielen Bowie-Songs mit Streichquartettbegleitung oder in klassischer Trio-Besetzung.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die Bratschistin Tabea Zimmermann im Gespräch mit Raoul Mörchen
Sie stellt das vermeintliche Stiefkind der Streicher ins strahlende Rampenlicht. Ob mit Bach, Brahms, Hindemith oder neuester Musik: Die Bratschistin Tabea Zimmermann gilt als unangefochtene Königin ihres Instruments und Favoritin der Komponisten.


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel-Premiere

„10 Augenblicke“ | Folge 1 und 2
Regie: Silke Hildebrandt hr 2025

Im ICE von Frankfurt nach Hamburg geht es heiß her: Paulina hat auf einer Konferenz einen attraktiven Mann kennengelernt. Doch was als ultraheißer Flirt beginnt, wird durch eine E-Mail an einen falschen Verteiler schnell zum Stressfaktor.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

Sky is falling – Der Klang des Krieges
Von Saeed Albatal, Ferdinand Klüsener und Tim Al-Sioufi

Als die Bombardierungen Syriens begannen, öffnete ein namenloser Mann sein Fenster, hockte sich unter das Fensterbrett und richtete seine Mikrofone nach draußen. Er drückte den Aufnahmeknopf und nahm auf. Das Gelächter spielender Kinder und das Geräusch berstenden Glases. Das Surren der Drohnen und Dröhnen der Flugzeuge. Dumpfe Explosionen und zischende Schrapnelle.


15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie

Franz Schubert – Die Liebe liebt das Wandern
Liederjahre (1814-1816)


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

„Kinder, Kunst, Karriere – Mütter im Kulturbetrieb“ Von Teresa Schomburg
Produktion: Deutschlandfunk 2025


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Metal, Rock, Ironie“ 30 Jahre Knorkator
Von Fabian Elsäßer

Knallharte Rock-Satire: Doch bei allem Witz tut diese Band gar nicht erst so, als könne sie nicht spielen
Gegründet 1994 von Sänger Stumpen und Keyboarder Alf Ator. Das Debütalbum erschien 1996 und heißt „The schlechtst of Knorkator“, der Nachfolger drei Jahre später „Hasenchartbreaker“ – und spätestens ab da war klar, wofür diese Berliner Band stehen würden: Rock und Metal mit zehnfachem Augenzwinkern, denn alle fünf Mitglieder drücken meist beide Augen zu. Und dennoch traf und trifft Knorkator sein für diese Art Rock-Satire offenes Publikum. Denn: Bei allem Klamauk hat das musikalische Handwerk der Knorkatoren messerscharfe Substanz, diese Band tut erst gar nicht so, als könne sie nicht spielen.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Die Tigerin“ von Walter Serner
Komposition: Bo Wiget Regie: Leopold von Verschuer BR 2015

Paris, Nizza 1920. Der Hochstapler Henri Rilcer, genannt Fec, ist am Ende. Die Begegnung mit der Edelprostituierten Bichette, genannt „die Tigerin“, stachelt ihn ein letztes Mal auf. Sie schließen einen Pakt, um sich als Paar neu zu erfinden. „Wir machen uns!“ – einzige Bedingung ihrer Allianz: Sie soll ohne Liebe sein. Bichette fungiert als Lockvogel, während Fec die Rolle des gehörnten Liebhabers übernimmt, um Bichettes Kunden zu erpressen. Doch ihrem Verhängnis entgehen sie nicht: Die Gefühle sind stärker als alle Vorsätze. Fec beginnt Bichette zu umgarnen und Bichette erliegt Fec. Eine Amour fou.


16:00 Uhr radio 3 Hörspiel

Landnahme (2/2)
Hörspiel von Laila Stieler nach dem Roman „Landnahme“ von Christoph Hein

Komposition: Tarwater Gesang: Muttis Kinder
Bearbeitung: Laila Stieler Regie: Kai Grehn rbb 2025
Bernhard und sein Vater haben gelernt sich durchzuschlagen, doch die Machtverhältnisse im Dorf und der Rassismus der Nachkriegsgesellschaft sitzen tief. Hörspiel über die Lebensgeschichte eines ewig Fremden. Nach Christoph Hein.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

„Die Moritat ging mir unter die Haut“ – der Kurt-Weill-Chronist Jürgen Schebera
Jürgen Schebera ist einer der großen Weill-Kenner unserer Zeit. Seine Liebe zu dessen Musik entdeckte er in den 1960er Jahren über alte Schellackplatten. Mit Weills Witwe Lotte Lenya führte er einen regen Briefwechsel. Für seine Weill-Biografie recherchierte er in den 80er Jahren als „Ossi“ in New York.


17:00 Uhr ByteFM Was ist Musik mit Klaus Walter

Das Gedächtnis ist ein seltsamer Prozess. Oden an Booker T & The MG’s
„Memory is a strange process.“ Mit diesem Satz beginnt David Toop seine Erinnerungen an Steve Cropper, der am 3. Dezember mit 84 gestorben ist. Weiter schreibt Toop: „I recall fragments from distant events, like incomplete snapshots weathered by time as if moments are frozen, clipped and given fragile permanance in the chemistry archive of the body. Of the March 1967 Stax/Volt European tour, staged in the Finsbury Park Astoria, I remember the sweat of Sam & Dave, a glimpse of Sharon Tandy (the often forgotten opening act), Otis Redding’s escalating frenzy, a blur of Carla Thomas and then Steve Cropper (lean, back then, in a sharp suit), raising up on one toe to add another millimetre’s string bend to his solo in „Green Onions“. I think I became a Telecaster player for life in that second.“


17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial

Frampton Comes Alive! Wiederbegegnung mit einem 50-jährigen Rock-Klassiker
Vier Studio-Alben brachte Peter Frampton als Solokünstler heraus, nachdem er sich 1971 aus seiner mit Steve Marriott gegründeten Band Humble Pie verabschiedet hatte. Doch der Erfolg blieb moderat. Der wahre „Wind of Change“ (so hatte er sein Solodebüt genannt), der große Durchbruch kam ausgerechnet mit einem Livealbum, erschienen im Jänner 1976, zusammengestellt aus Mitschnitten von vier Konzerten in den Bundesstaaten Kalifornien und New York zwischen Juni und November 1975, mit Peter Frampton als Sänger und Leadgitarrist, Bob Mayo, Rhythmusgitarre und Keyboards, Stanley Sheldon, Bass, und John Siomos, Schlagzeug.
Zehn Wochen lang stand das Doppelalbum an der Spitze der US-Albumcharts, wurde in den Vereinigten Staaten zum meistverkauften Album des Jahres und ging allein dort mehr als acht Millionen Mal über den Ladentisch. An den Songs allein konnte das nicht liegen, die waren bereits auf den vier Studioalben zu hören gewesen. Auch die Lieder „Show Me the Way“, „Baby, I Love Your Way“ und „Do You Feel Like We Do“ wurden erst zum Hit, als sie in der Liveversion als Singleauskoppelungen erschienen.


18:00 Uhr HR 2 ARD-Feature

Ausbeutung mit System – Indische Fahrradkuriere in Deutschland. Von Alfred Breuer
Man sieht sie in vielen deutschen Städten: junge Inder, die für verschiedene Lieferdienste fahren. Allein in Berlin sollen inzwischen Tausende als „Rider“ arbeiten – und dabei teils von kriminellen Mittelsmännern ausgebeutet werden. Bei den 30.000 ausländischen Jobbern von App-basierten Lieferdiensten stellen Inder inzwischen die weitaus größte Gruppe, meldet die Bundesagentur für Arbeit.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Täuschung“ Nach dem gleichnamigen Roman von Philip Roth
Aus dem Amerikanischen von Jörg Trobitius
Hörspielbearbeitung: Friederike Roth
Regie: Joachim Staritz (Produktion: SDR 1994)


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

Der Gebrauch des Menschen (1/2)
Nach dem Roman von Aleksandar
Tišma
Übersetzung aus dem Serbischen: Barbara Antkowiak
Bearbeitung und Regie: Stefan Kanis
Komposition: Tommy Neuwirth, Mario Weise
Bearbeitung (Musik): Michael Hinze
Ton und Technik: André Lüer, Christian Grund
MDR / NDR 2025
Aleksandar Tišmas Roman beschreibt die Verheerungen des Nationalsozialismus im multiethnischen Novi Sad. Die junge Vera Kroner wird seit dem Einmarsch der Wehrmacht verfolgt und schließlich nach Auschwitz deportiert.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Organ
hr-Bigband feat. Kit Downes & Ben van Gelder cond. by David Hveem, 56. Deutsches Jazzfestival Frankfurt, hr-Sendesaal, Oktober 2025


19:45 Uhr Ö1 Konzert

Tote Wespen, Schönberg und mehr mit den Ardittis
Das legendäre Streichquartett feiert verspätet sein Goldenes Jubiläum bei Wien Modern 2025 (3).
Diesmal: Chaya Czernowin und Clara Iannotta neben Iannis Xenakis und Arnold Schönberg


20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal

Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt
Ensemble Modern; Leitung: Vimbayi Kaziboni

Bertram Wee: My Body, Broken For Your Amusement
Tansy Davies: Neon
Anna Meredith: Tripotage Miniatures
Anthony Braxton: Composition No. 136
Alex Paxton: Don’t Leave Me Behind
(Aufnahme vom 4. November 2025 aus dem Mozart-Saal)
Dirigent Vimbayi Kaziboni arbeitet seit Langem mit führenden Ensembles zeitgenössischer Musik zusammen. Nun ist er erneut beim Ensemble Modern zu Gast. Gemeinsam mit den Musikern präsentiert er ein kontrastreiches Programm, das sich am Puls des aktuellen Musikgeschehens orientiert.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Herkulessaal München
Maurice Ravel: „Le Tombeau de Couperin“
Anders Hillborg: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 („The Max Concerto“)
Hector Berlioz: „Symphonie fantastique. Épisode de la vie d’un artiste“ op. 14 a
Emanuel Ax, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Esa-Pekka Salonen
Aufzeichnung vom 19.12.2025


20:00 Uhr radio3 Konzert

LIVE zeitversetzt aus der Staatsoper: Matthias Pintscher – „Das kalte Herz“
Oper in 12 Bildern – Matthias Pintscher dirigiert die Staatskapelle Berlin
Staatskapelle Berlin; Leitung: Matthias Pintscher


20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature

„Die letzte Religion“ KI als Schöpfungsgeschichte
Ein Feature von Gregor Schmalzried BR 2025

Religion und KI trennt auf den ersten Blick vieles. Das Silicon Valley gilt als atheistisch und rationalistisch. Technologie, so scheint es, basiert auf Wissen, Religion auf Glaube. Dabei ist die Geschichte der Künstlichen Intelligenz eng mit Religion und Spiritualität verwoben. Von den ersten Vordenkern der neuronalen Netzwerke bis zu Elon Musk und ChatGPT-Nutzern von heute geht es immer wieder um den Glauben: an eine höhere Spezies als den Menschen, an Unsterblichkeit in einem digitalen Himmelreich und sogar daran, dass unsere Realität nur ein simuliertes Computerspiel sein soll. Die rasante Entwicklung der KI wirft essentielle Fragen auf – das Radiofeature „Die letzte Religion“ nimmt diese auf und untersucht, wie wenig Wissen und Glaube in der KI-Welt wirklich trennt.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Arabische Klangwelten
Ursprünglich war SYRIAB ein 40-köpfiges Orchester, 2009 von Ibrahim Bajo in Syrien gegründet. Durch den Krieg wurden die Musiker in alle Welt verstreut. In Deutschland haben einige wieder zusammengefunden und mit Kollegen italienischer und deutscher Herkunft SYRIAB neu gegründet. Sie spielen klassische arabische Musik, eigene Kompositionen und streuen auch schon mal einen Choral von Bach mit ein.
Aufnahme vom 22. Oktober 2025 aus der Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

doku drops 7+8
Zusammenstellung und Moderation: Judith Geffert und Ingo Kottkamp

Deutschlandfunk Kultur 2026
Neue Kurzdokus erzählen von Neuanfängen am eigenen Leib: Wenn der Körper sich in der Mitte des Lebens transformiert, wenn eine chronische Krankheit alles in Frage stellt oder wenn es auf einmal Neues zu sehen, zu hören und zu riechen gibt …


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

Rheingau Musik-Festival 2025: Das Vokalensemble Lyyra (USA)
Lieder von Hildegard von Bingen, Leonora d’Este, Samuel Barber, Maurice Duruflé
Amy Beach u.v.a.

Aufzeichnung vom 8.7.2025 in der Abtei St. Hildegard, Rüdesheim am Rhein
Am Mikrofon: Sophie Emilie Beha
Sechs Frauenstimmen, ein leuchtender Klang – maßgeschneiderte Arrangements von Hildegard von Bingen bis heute.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Sandra Spörl, Extremsportlerin
Wer Sandra Spörl zuhört – so frisch, klar und mitunter trotzig froh – der kann kaum glauben, dass das Schicksal bei ihr dreifach zugeschlagen hat: Herzschwäche, Magersucht, Multiple Sklerose. Ihr Weg, dem zu entkommen: Dauerlauf, so weit die Füße tragen. Und soweit es das Herz zulässt. Wir wiederholen ein Gespräch vom November 2025.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

Macrotones – Der Posaunist Jacob Garchik. Von Nikklas Wandt
Jacob Garchik kam Mitte der 1990er-Jahre zum Jazzstudium von San Fransico nach New York, wo er seitdem ein wichtiger Mitgestalter der Avantgardeszene ist: als Arrangeur des Kronos Quartet, als Sideman etwa der Gitarristin Mary Halvorson, aber auch mit einer Fülle eigener Projekte quer durch die Genres und Musiktraditionen – darunter Neue Musik, Free Jazz, Gospel, Balkanfolklore, mexikanischer Mariachi, Postrock und Heavy Metal. Und er unterhält den Blog „Macrotones“ – Gedanken eines Musikliebhabers. Garchiks Interessen und Kenntnissen scheinen kaum Grenzen gesetzt.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

Robert Frost „Stopping by Woods on a Snowy Evening“. Von Jürgen Kaube
Wiederholung vom 23. Oktober 2022
Es ist vielleicht das berühmteste Gedicht der amerikanischen Literatur. Millionen von Schülern haben es auswendig gelernt. Es wird in Filmen von Don Siegel bis Quentin Tarratino zitiert und in der Fernserie „Die Sopranos“. John F. Kennedy verwendete es wiederholt am Ende von Reden.


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