Radiotipps für den 11.8.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
19:00 Uhr HR 2 Hörbar – Musik grenzenlos
Die Drahtzieher: Temperament, Melancholie & mehr Musik grenzenlos
Bobby Guttenberger, David Klüttig und Kolja Legde sind Die Drahtzieher – drei Männer, die virtuos ihre Strings bearbeiten. Ihre Mission: das Erbe des Sinti Jazz hoch- und inspiriert weiterleben zu lassen. Wir hören in ihr neues Album „Mer Diga Men“ rein.
19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk
Ein Zimmer für uns allein (2/6) My Money, my choice – Wie sich Frauen ihre finanzielle Unabhängigkeit erkämpfen. Mit Paula Lochte
Womit haben Frauen früher gekämpft, womit kämpfen sie bis heute? Was hat sich verändert, was vielleicht sogar verbessert? Und: Wo müssen feministische Kämpfe weitergeführt werden? Darum geht es bei „Ein Zimmer für uns allein“. Mit dabei: Meinungen und Perspektiven aus der Community des Instagram-Kanals „FrauenGeschichte“.
Heute geht es um das Thema finanzielle Unabhängigkeit von Frauen.
19:30 Uhr Ö1 On Stage
Groovige Energie: Keyboarder Bill Laurance und sein Trio im Mai 2025 im Innsbrucker Treibhaus
Bekannt geworden in der US-amerikanischen Pop-Jazz-Band Snarky Puppy und mit Duoauftritten mit dessen Bandleader Michael League, verfolgt der britische Pianist und Keyboarder Bill Laurance seit über zehn Jahren auch eigene Projekte: Am 23. Mai 2025 präsentierte er im brechend vollen Treibhaus in Innsbruck sein neues Trio mit Menelik Claffey (Bass) und Oscar Ogden (Schlagzeug) und intonierte an Klavier, Fender-Rhodes-E-Piano und Synthesizer gewohnt energievoll groovende Eigenkompositionen. Darunter fanden sich bekannte Stücke wie „Denmark Hill“, inspiriert von Bill Laurance‘ Lebensmittelpunkt im Süden Londons. Das bedeutete packende, unmittelbar zugängliche Musik mit Anspruch! Das Auditorium im Treibhaus reagierte mit Standing Ovations.
19:30 Uhr Deutschlandfunk Zeitfragen. Feature
„Das lukrative Geschäft mit dem Leerstand“ Wenn Eigentümer Wohnraum blockieren. Von Catalina Schröder
In Großstädten suchen Menschen verzweifelt ein Zuhause. Gleichzeitig stehen bundesweit fast zwei Millionen Wohnungen leer. Denn manche Eigentümer spekulieren mit dem Leerstand. Und die Städte sind oft machtlos.
Spekulativer Leerstand in deutschen Metropolen: Eine Million Wohnungen stehen länger als ein Jahr leer – auch aus Profitinteresse von Immobiliengruppen. Sie vermieten Häuser und Wohnungen nicht, um durch Abriss und Neubau höhere Gewinne zu erzielen. Legal ist das oft nicht und Städte und Gemeinden versuchen, mit Bußgeldern die Immobilieneigentümer abzuschrecken. Doch die Verfahren sind langwierig und juristisch riskant.
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert
Seu Jorge & Band:
Seu Jorge, Gesang und Gitarre
Ricardo Feijao, Bass und Background-Gesang
Pretinho da Serrinha, Cavaquinho, Percussion und Background-Gesang
Nene Brown, Percussion und Background-Gesang
Fabio Miudinho, Percussion und Background-Gesang
Aufzeichnung vom 05.04.2025
Moderation: Carsten Beyer
„Die Samba ist mehr als nur Musik. Sie erzählt die Geschichte der Menschen und ihr Schicksal. Sie erzählt von großer Politik und kleinen Alltäglichkeiten. Und sie erzählt von Brasilien.“ Seu Jorge muss es wissen, denn er ist mit der Samba groß geworden. Der Sänger und Schauspieler stammt aus den Armenvierteln von Rio de Janeiro, hat dort Mitte der 90er-Jahre die Sambagruppe Farofa Carioca gegründet und ist heute einer der bekanntesten Vertreter des Genres. Beim Konzert im Pariser Théâtre de la Concorde stellte Seu Jorge vor allem Songs seines legendären Albums „Cru“ vor, das vor Kurzem 20 Jahre alt geworden ist.
20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert
Jūrmala Festival / La Roque d’Anthéron International Piano Festival
Jūrmala Festival
Ottorino Respighi: „Pini da Roma”
Dobrinka Tabakova: Concerto for Accordion and Orchestra
Antonin Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Ksenija Sidorova (Akkordeon); Lettisches Nationales Symphonyorchester
Leitung: Andris Poga
(Konzert vom 18. Juli 2025 in der Dzintari Concert Hall, Jūrmala)
La Roque d’Anthéron International Piano Festival
Franz Schubert: Klaviertrio in Es-Dur D 897 „Notturno“
Richard Strauss: Klavierquartett in c-Moll op. 13
Franz Schubert: Klavierquintett in A-Dur D 667 „Forellenquintett“
Renaud Capuçon (Violine); Gérard Caussé, Paul Zientara (Viola)
Clemens Hagen (Violoncello); Lorraine Campet (Kontrabass)
(Konzert vom 5. August 2025 im Château de Florans, Auditorium du Parc, La Roque d’Anthéron)
21:00 Uhr ByteFM Was ist Musik mit Klaus Walter
Regenmäntel, Königinnen, Kennedys – ein ganz anderer Wind
21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama
Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Dmitri Schostakowitschs Streichquartette
Streichquartett Nr. 6 G-Dur, op. 101
Streichquartett Nr. 14 Fis-Dur, op. 142
Streichquartett Nr. 15 es-Moll, op. 144
Asasello Quartett
Aufnahmen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal von 2024
Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller
Zu den letzten vollendeten Kompositionen von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) zählen die Streichquartette Nr. 14 und Nr. 15. Zwei Arbeiten, in denen letzte Lebensillusionen verabschiedet werden, zwei Werke der Todesnähe. Existenzielle Musik, eigentümlich distanziert. Ihnen vorangestellt wird hier das sechste Quartett, das gewissermaßen dem Spätwerk des Komponisten präludiert. Auch dieses Stück lässt sich als Protokoll einer vorausahnenden Desillusionierung verstehen. Es entstand 1956 inmitten der „Tauwetter“-Zeit, in einem Jahr politischer und persönlicher Hoffnungen, die sich nicht erfüllen sollten. Der fünfzigste Todestag des Komponisten am 9. August 2025 war der Anlass für das Kölner Asasello Quartett, das komplette Streichquartettschaffen des Komponisten im Deutschlandfunk Kammermusiksaal für das Label Genuin einzuspielen. Gegenwärtige Weltpolitik verleiht Aufnahmen wie Werken ungeplante Brisanz.
21:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Einstand
BBC „New Generation Artist“ Der Klarinettist Oleg Shebeta-Dragan
Der ukrainische Klarinettist Oleg Shebeta-Dragan studiert an der Hochschule für Musik in Lübeck. Der 30jährige erhielt nun die begehrte Auszeichnung der englischen BBC als „New Generation Artist“.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„HipHop-Update“ Neues von Tyler The Creator, Homeboy Sandman, Nepumuk und anderen. Mit Ralf Summer
Ein Sommer der HipHop-Tunes. Allen voran: Homeboy Sandman – der New Yorker MC hat mit dem britischen Beat-Bastler Sonnyjim ein entspanntes HipHop-Album fertiggestellt: „Soli Deo Gloria“ („Gott allein sei Ehre“). Ebenfalls empfehlenswert: Nepumuk mit seinem neuen Werk „Im Dicken Fell Der Nackten Wahrheit“. Von der Stimme erinnert er zum Teil an den jungen Max Herre (als er noch bei Freundeskreis war) und vom Wortsport könnte er der kleine, nicht-heisere Bruder von Dendemann sein.
Die Platte ist „Album Der Woche“ im Zündfunk. US-Rap-Star Tyler, The Creator hat mit „Don´t Tap The Glass“ einen Rush-Release abgeliefert – die Platte kam ohne Ankündigung. Und enthält ein Sample einer ehem. Münchner Schülerband. Tolle Geschichte! Außerdem hören wir Public Enemy, Wu-Tang Clan und Chali 2na (ex-Jurassic 5). Wortsport vom Reimsten!
23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz
„Queer Jazz“ Von Ralf Dorschel
Nach dem Pride-Sommer: Queer Jazz in Deutschland
Feigenblatt oder Befreiungsschlag? Vier queere Musiker*innen im Gespräch über den deutschen Jazz, Diversität und Diskriminierung.
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton
Neue Musik für ein Millionenpublikum (2)
Die prämierten Aufnahmen des „International Rostrum of Composers“, dem Song Contest der Neuen Musik.
In dieser Sendung hören wir ausgewählte Werke des Wettbewerbs gemeinsam mit den Studiogästen Angelica Castello und Otto Wanke – beide waren schon beim „Rostrum“ für Ö1 erfolgreich und haben es in den vergangenen Jahren mit ihren Werken in die Wertung der Top Ten der „recommended works“ geschafft.
Die heutige Sendung ist ein Blindfold-Test: Castello und Wanke werden im Studio über die Stücke sprechen – ohne vorher zu wissen, wen oder was sie gerade gehört haben. Ein Sendungsformat, das zu neugierigem Hören anregen soll. Unsere Gäste sprechen spontan. Ablehnung und Zustimmung sind subjektiv, denn ihre eigenen musikästhetischen Vorstellungen und Prägungen spielen natürlich eine große Rolle.