Startschuss für den deutschen Jazz
Vor 100 Jahren entzündet Sam Wooding mit seinen „Chocolate Kiddies“ die Jazz-Flamme in Berlin, Eric Borchard, Billy Barton und Arthur Briggs bringen sie zum Brennen, bevor die Glut im Sturm der Naziherrschaft erlischt.
Eigentlich wie heute, nur vor 100 Jahren und triolisch: In Berlin steppt der Bär. Die Jazzflamme hat Sam Wooding mit seinen „Chocolate Kiddies“ entzündet, Musiker wie die US-Amerikaner Arthur Briggs und Billy Barton oder der Klarinettist Eric Borchard, der als erster Deutscher „richtigen“ Jazz spielt, lassen sie lodern. Die Stadt swingt. Aber wo Josephine Baker die Avantgarde anpingt und Marlene Dietrich singt, ringt die Republik mit der Rechten – ein Tanz auf dem Vulkan, dessen Glut im Winter der Naziherrschaft erstickt.
© ARD Jazz, 5.8.2025
Original Excentric Band:
Oh, You Drummer
Fred Ross Jazz Band:
Ja-da
Theo Mackeben Jazzband:
Fünf von der Jazzband
Juan Llosas:
Schwingende Rhythmen
Alex Hyde & His New Yorker Original Jazz Orchestra:
He‘s the Hottest Man in Town
Arthur Briggs‘ Savoy Syncopators Orchestra:
Bugle Call Rag
Orchester Marek Weber:
Crazy Words, Crazy Tune (Vo-do-de-o)
Billy Barton:
Kickin‘ a Hole in the Sky
Original Orpheans Band (from Savoy-Hotel, London):
I‘m Longing for Someone
Orchester Billy Barton:
I Lost My Girl from Memphis
Greta Keller:
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Sam Wodding‘s Chocolate Kiddies:
I‘ve Got a Feeling I‘m Falling
Sam Wodding‘s Orchestra:
Shanghai Shuffle
Eric Borchard Concerto‘s Yankee-Jazz Band:
After You Get what You Want, You Don‘t Want it
The Original Picadilly Four:
Mammy o‘ Mine
Eric Borchard‘s Jazzband:
Oh Sister, Ain‘t that Hot
Orchester Eric Borchard:
Some of These Days
Marlene Dietrich, Jazz-Orchester Freddy Johnson, Arthur Briggs:
Wo ist der Mann