Radiotipps für den 12.3.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Donaueschinger Musiktage“ Donauhallen, Mozart Saal
Alexander Khubeev: „Garmonbozia“ für Ensemble (2025)
Klangforum Wien; Leitung: Vimbayi Kaziboni
Anschließend:
Abgründe, dunkle Materie und der schabende Geist der Dystopie
Der russische Komponist Alexander Khubeev im Gespräch (Ausschnitt)
Von Hannes Seidl
Deutschlandfunk Kultur 2015
Aufzeichnung vom 19.10.2025
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
Jazz-Balladen mit Saxophonistin Melissa Aldana & mehr Musik grenzenlos
Die 1988 in Santiago de Chile geborene Saxophonistin Melissa Aldana gehört spätestens seit ihrem Blue-Note-Debüt vor vier Jahren zu den Top-Acts der Jazz-Szene. Nun hat sie sich den lang gehegten Wunsch erfüllt, ein Album nur mit Balladen einzuspielen.
19:30 Uhr Ö1 Konzert
Ingo Metzmacher am Pult des RSO
ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Ingo Metzmacher; Alina Wunderlin, Sopran; Maighread MacCrann, Violine.
Friedrich Cerha: Monumentum für Karl Prantl
Kurt Weill: Der neue Orpheus, Kantate für Sopran, Violine und Orchester op. 15
Alban Berg: Lulu-Suite, Symphonische Stücke für Koloratursopran und Orchester
(aufgenommen am 21. Februar im Großen Konzerthaussaal Wien in 5.1 Surround Sound)
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature
„Darwin auf Speed“ Biologische Evolution wie im Zeitraffer. Von Michael Lange
Der Mensch beschleunigt die Evolution. Biologen beobachten, wie sich Tierarten innerhalb kurzer Zeit deutlich verändern.
Charles Darwin war überzeugt: Die Evolution der Arten ist ein sehr langsamer, stetiger Prozess. Es dauert Jahrtausende und manchmal Millionen Jahre, bis kleinste Mutationen im Erbgut das Aussehen oder einzelne Merkmale einer Art sichtbar verändern. Doch in diesem Fall irrte Darwin. In den letzten Jahren finden Biologen immer mehr Beispiele für beschleunigte Evolutionsprozesse. Kröten laufen schneller, Braunbären und Füchse werden friedlicher, Schmetterlinge verändern ihre Farben und Fische werden kleiner, manchmal innerhalb weniger Jahre. Oft ist der Mensch dafür verantwortlich – oder es sind invasive Arten, die mit seiner Hilfe neue Lebensräume erobern.
Im Erbmaterial der Tiere suchen Molekulargenetiker nach den Ursachen. Ist die beschleunigte Evolution ein neues, menschgemachtes Phänomen? Oder handelt es sich um ein bisher unbekanntes Rezept der biologischen Anpassung?
20:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Lost in Music
Vom Stimmen und Verstimmen – Eine Einstimmung. Von Karl Ludwig
„Lost in Music“, ein „Sich-Verlieren in Musik“, mit Musik, begleitet von Texten, Lyrik, Assoziationen, Stimmungen. Es geht um ein bestimmtes Thema, wie etwa Landschaften, Menschen, Epochen, Begriffe, und es geht ums Abtauchen, darum, Atmosphärisches wirken und entstehen zu lassen und eine mentale Reise in wunderbare Welten.
20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos
Babas Geister (1/6) Erzähl mir eine Geschichte, Papa – Bana bir masal anlat baba.
Von Ayla Güney und Jurate Braginaite
Regie: Die Autorinnen
Redaktion: Christian Lerch/Christiane Habermalz
SWR Kultur/Deutschlandfunk 2024
Das Licht flackert, ein modriger Geruch steigt auf und plötzlich hört man Stimmen, die wie aus einem Erdloch kommen. So oder so ähnlich beginnen viele Geistergeschichten. Doch was tun, wenn dein eigener Vater sie erlebt haben will? Im Nebengebäude des ehemaligen „Sternenwirtshaus Hohritt” sind dem Sicherheitsmann Gültekin Kindergeister erschienen. Seine Tochter Ayla ist skeptisch, denn ihr Baba erzählt nicht zum ersten Mal verrückte Dinge. Er ist überzeugt, dass hier einst Nazis Kinder gequält haben. Was ist an dieser Erzählung dran? Als auch seine KollegInnen von Spukgeschichten berichten, begibt sich Ayla mit ihrer Freundin Jurate auf eine Spurensuche, die sie zurück in die eigene Kindheit führt.
21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik
Neue Musik aus Kanada. Von Friedemann Dupelius
Im nördlichen Windschatten der USA hat sich über die Jahrzehnte in Kanada eine ganz eigene Szene für zeitgenössische Musik gebildet. Der Sound zwischen Montréal und Vancouver ist so vielfältig wie die Landschaft – und womöglich trägt auch die Weite des Landes zu einem breiten künstlerischen Horizont bei. Ensembles wie das Quatuor Bozzini oder No Hay Banda pflegen und erweitern ein Repertoire, zu dem Komponist*innen wie Rudolf Komorous, Christopher Butterfield, Cassandra Miller, Linda Catlin Smith oder Martin Arnold maßgeblich beitragen.
21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts
„Komplexität und Groove“ Die New Yorker Musikerin Patricia Brennan. Von Niklas Wandt
Patricia Brennan ist eine der spannendsten Akteurinnen des aktuellen Jazz – an Vibrafon, Marimba und als innovative Komponistin.
Die Inspiration zu ihren komplexen Kompositionen bezieht Patricia Brennan aus der Mathematik oder der Astronomie. Bei allem intellektuellen Anspruch bewahrt sich ihre Musik Spielfluss und hohen rhythmischen Drive. Die Musik spiegelt das Aufwachsen Brennans in der mexikanischen Küstenstadt Veracruz, wo sie eine klassische Ausbildung erhielt, aber auch früh die lokale afrokaribische Musik aufsog. Neben ihren eigenen Bands ist sie in einer Reihe von Projekten der New Yorker Jazzavantgarde als Sidewoman zu hören, etwa mit dem Schlagzeuger Tomas Fujiwara oder der Gitarristin Mary Halvorson. Dabei erweitert sie den Sound ihres Vibrafons auch mit einer Reihe elektrischer Effekte, so dass es nach Bedarf entkörpert, fast wie ein Synthesizer, klingt oder in tiefe Hallräume versetzt wird.
22:00 Uhr ByteFM Flashback mit Ingo Scheel
März 1984 / The Icicle Works
Mitten hinein in die goldene Ära des 80s-Pop veröffentlichen The Icicle Works aus Liverpool ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Mit ihren emotionalen Songs passen sie dort bestens hin, gleichzeitig durchzieht ihre Musik ein Mix aus Prog, naturalistischen Motiven und einer Prise Folk. Bis heute aktiv sind Ian McNabb und Band doch so etwas wie ein gut gehütetes Geheimnis jener Dekade. Wir lüften es, spielen die besten Songs dieser wunderbaren Platte, dazu einiges an zeitgenössischen Klängen von Terry Hall, The Sound und anderen.
22:00 Uhr HR 2 Blues’n’Roots
Blue Notes in vielen Farben
„Be About It!“ – Ryan Hartt mit swingendem Blues aus New England | Jede Menge Stimme und Seele – James Hunters neues Album „Off The Fence“ | Bluespiano für ungezählte Kollegen und jetzt auch solo – Dave Keyes mit „Two Trains“
22:00 Uhr radio3 / NDRKultur Jazz
Die Sängerin Lisa Bassenge. Mit Eva Garthe
Früher kannte man sie als Sängerin der Bands Nylon und Micatone, und damit als Vorreiterin des NuJazz in Deutschland. Mittlerweile hat Lisa Bassenge ein festes Trio mit dem schwedischen Pianisten Jacob Karlzon und dem dänischen Bassisten Andreas Lang, ihrem Ehemann. Mit ihnen hat die Berliner Künstlerin bereits drei Alben aufgenommen, das vierte erscheint dieser Tage und heißt „Two Whole Summers – Half A Life“. Darauf setzt sie sich mit dem überaus subjektiven, gar widersprüchlichen Zeitempfinden auseinander, das gerade junge und ältere Menschen oft unterscheidet. Aus ihrer Liebe zu Popsongs hat Lisa Bassenge nie einen Hehl gemacht. Und auch auf dem neuen Album interpretiert sie wieder ausgewählte Stücke von meisterhaften Songwriter*innen wie Hank Williams, Elliott Smith und Björk. Eva Garthe hat im Vorfeld der Veröffentlichung mit Lisa Bassenge gesprochen.
22:03 Uhr BR Klassik Jazztime
Portrait: Alois Eberl. Mit Ssirus W. Pakzad
Wenige Musiker sind in der österreichischen Jazz-Szene so präsent wie der aus Kitzbühel stammende und Wien lebende Posaunist und Akkordeonist Alois Eberl. Der 40jährige war Mitglied im Markus Geiselhart Orchestra, im Orjazztra Vienna von Christian Muthspiel, bei „Echoboomer“, in Vincent Pongracz` Synesthetic Octet oder bei „Aufmessers Schneide“. Eberl betreibt zudem das Quartett „Alpha Trianguli“, das sich von Wien aus aufmacht in Galaxien vorzudringen, die nie ein Mensch zuvor gehört hat.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel
„The Revolution Will Be Injected“
Von Tucké Royale, Orlando de Boeykens und Camille O (f.k.a. Hans Unstern)
Regie und Komposition: Tucké Royale, Orlando de Boeykens und Camille O
Künstlerische Mitarbeit: Yayla Höpfl
Ton und Technik: Martin Eichberg und Christoph Richter
Ton der Liveaufnahmen: Volker Greve und Jaike Stambach
Im Auftrag von Deutschlandfunk Kultur 2020
Tucké Royale, Orlando de Boeykens und Camille O verhandeln in ihrer Text- und Soundmontage Liebe, Körper in Um- und Aufbruch, freundschaftliche Verbundenheit und gefährliches Wissen über die westliche Ordnung.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Das ungleiche Doppel – Pianisten im Interpretationsvergleich (4/5). Claudio Arrau / Rudolf Serki
23:03 Uhr BR Klassik Horizonte
unerHÖRT! – Spektralmusik
E-MEX Ensemble
Werke von Grisey und Murail sowie Ricardo Nillni, Philippe Manoury und Kaija Saariaho
Aufnahme vom 25. Januar 2026 im Rahmen der Konzertreihe „unerHÖRT!“ aus dem Kleinen Saal der Heinrich-Lades-Halle Erlangen
Im Paris der 1970er Jahre kam mit der Spektralmusik eine völlig neue Art des Komponierens auf. Es entstanden Werke voller irisierender Klangfarben mit betörender Wirkung, in denen technische Herstellung und sinnliche Wahrnehmung zusammenkommen. Mittels aufwändiger Analyseverfahren und Frequenzberechnungen experimentierten Komponisten wie Gérard Grisey und Tristan Murail damit, Klänge in das Spektrum ihrer Teil- und Obertöne aufzufächern. Das legendäre IRCAM in Paris wurde in diesem Bereich zu einem Zentrum für Forschung und Aufführung.
Das auf zeitgenössische Musik spezialisierte E-MEX Ensemble interpretiert Werke von Grisey und Murail sowie Ricardo Nillni, Philippe Manoury und Kaija Saariaho.