Radiotipps für den 15.3.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht
Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Neues aus den Jazz-Charts. Mit Peter Veit
0:05 Uhr Ö1 Jazznacht
Neue Alben + Titi Robin
Der französische Multiinstrumentalist Titi Robin bei den INNtönen 2025
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„La Sérénade“ Eine Gesellschaft für angenehme Musik. Von Richard Schroetter
Bezeichnend für das französische Musikleben der 1920er- und 1930er-Jahre ist die Präsenz engagierter Frauen, Mäzeninnen und Musikerinnen. 1931 gründet die Geigerin Yvonne Giraud (1895 – 1984), seit 1921 mit dem Marquis de Casa Fuerte verheiratet, mit befreundeten Komponisten die „Société de Musique de Chambre“ und die Konzertreihe „La Sérénade“, die sich, nicht ganz so ausschließlich wie die fast gleichzeitig ins Leben gerufene „Triton-Bewegung“, der Musik der Gegenwart widmete. Zu den Mitgliedern von „La Sérénade“ gehörten keinesfalls nur Franzosen (wie Desormaire, Milhaud, Poulenc, Sauguet), sondern auch zwei italienische und zwei junge russische Komponisten, die sich später einen Namen machten: Vittorio Rieti, Leone Massimo, Igor Markévitch und Nicolas Nabokov.
13:00 Uhr HR 2 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen
„Eine Spur lief ich den Sängern“ – Finnlands Kalevala in der Musik
Die Geschichten aus dem finnischen Nationalepos, der Kalevala, stecken voller Musik. Der weise Sänger Väinämöinen erschafft nicht nur das Leben auf der Erde, er spielt auch die ersten Klänge auf der Kantele, dem heutigen Nationalinstrument der Finnen.
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person: Die Gartenjournalistin Anja Birne im Gespräch mit Marietta Schwarz
Sie widmet ihr Leben dem Garten: recherchierend, schreibend und reisend. Die gelernte Gärtnerin und Gartenbauingenieurin hat mehrere Bücher publiziert und interessiert sich für nerdige Pflanzensammler wie für die glamouröse Chelsea Flower Show.
14:04 Uhr SWR Kultur Feature
Nothing ever ends – Die Band Dead Moon, Simone und ich. Von Elena Zieser
Die Band Dead Moon hat Kultstatus, auch wenn sie auf den ersten Blick niemand kennt. Es ist nicht nur ihre laute, rohe, schräge Musik, die ihre Fans begeistert. Es ist vor allem ihre Haltung, ihre Überzeugung, dass der vorgegebene Weg garantiert der falsche Weg ist. Und dass es jenseits der gängigen Bahnen noch andere Lebensmöglichkeiten gibt.
15:00 Uhr radio 3 Hörbiografie
GUSTAV MAHLER: Wiener Lehrjahre – Das Studium
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (2/10)
Gustav Mahler hat in seinen Werken eine ganze Welt umrissen, vom unscheinbaren Kinderlied bis zur monumentalen „Sinfonie der Tausend“. Dass für ihn „Schaffen und Leben verknüpft“ sind, hat er freimütig bekannt. Und so folgt die Hörbiografie von Jörg Handstein den Stationen seines Schaffens wie seines Lebens. Gustav Mahler hatte eine beispiellose Karriere, die ihn vom armseligen Häuschen in einem böhmischen Dorf bis auf den Diektorensessel der Wiener Hofoper und in die USA geführt hat. Er war ein Hauptakteur in der Epoche des Wiener Jugendstils, zwischen der Spätblüte der Romantik und dem Aufkommen der Moderne. Sowohl die Idylle als auch die Katastrophe sind bei ihm stets präsent. Leonard Bernstein vernahm in der Neunten Sinfonie „das entsetzliche Stimmengewirr der Jetztzeit“ und den Klang einer Welt, „die ihrem Untergang entgegenwirbelt“. Auch die Gegenwart sieht sich in Mahlers Werk widergespiegelt.
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
Der Mann im Mond – Ein Radio-Ballett mit Charlie Chaplin
Ein Radio-Ballett mit Charlie Chaplin. Von Evelyn Dörr
15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera
„Sanfter Protest gegen Transphobie und Rassismus“ Der US-amerikanische Neo-Folk-Künstler Anjimile
Von Marcel Anders
Sanfte Musik, die beruhigt, aber auch beflügelt – und vor allem in atmosphärisch dichten Stimmungsbildern protestiert.
Das Leben in den USA ist hart. Vor allem, wenn man sich – wie Anjimile Chithambo – als Transperson definiert und für Bürgerrechte, kreative Selbstverwirklichung und Polyamorie einsetzt. Das entspricht nicht konservativen, weißen Werten – doch der 33-Jährige, dessen Eltern aus Malawi stammen, polarisiert nur zu gerne. Zudem gehört er zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Neo-Folk-Szene. Aufgewachsen in Dallas, im Bundesstaat Texas, dann Student an der Universität von Boston, ist Anjimile eng befreundet mit Kollegen wie Bon Iver, Bartees Strange oder Iron & White. Neben regelmäßigen Club-Tourneen steht er für ein halbes Dutzend Veröffentlichungen – komplette Alben wie kurze EPs. Sein neuestes Werk „You´re free to go“ ist eine Lehrstunde kathartischer Musik: warm und intensiv, therapeutische Texte und faszinierendem Grenzgang zwischen filigranem Akustik-Gitarre-Spiel sowie atmosphärisch dichten Stimmungsbildern. Musik, die beruhigt, aber auch beflügelt – und doch protestiert.
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Das heilige Herz der Clara Dorn“ von Susanna Mewe
Regie: Jakob Roth BR 2026 Ursendung
Aufgerüttelt durch den Tod ihrer einzigen Freundin und inspiriert von einer Doku über Lady Di, beschließt die charmante Narzisstin Clara Dorn auf den letzten Drücker zur Heiligen zu werden. Als sie dank ihrer unorthodoxen, aber publicityträchtigen Wundertaten zur lokalen Berühmtheit wird, zieht sie nicht nur den Zorn der Vorsitzenden des katholischen Wohltätigkeitsvereins auf sich, sondern auch den Argwohn ihrer entfremdeten Tochter.
Doch Katrin hat nicht die geringste Lust, sich jetzt auch noch mit der End-Of-Life-Crisis ihrer egozentrischen Mutter herumzuschlagen, sie hat ganz andere Probleme: Ihre altmodische Hausarztpraxis schreibt nur noch rote Zahlen, ihr Mann hat sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion plötzlich verlassen, und statt ausnahmsweise mal für sie da zu sein, erfindet ihre Mutter Marienerscheinungen.
17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial
Zum 100er von Jerry Lewis – ein Porträt
Am 16. März 1926 erblickt in Newark, New Jersey Joseph Levitch das Licht der Welt. Seine Vorfahren sind russische Juden, beide Eltern haben ihr Leben der Musik gewidmet: Vater Danny als Sänger, Mutter Rae als Pianistin.
Unter dem Künstlernamen Jerry Lewis gelingt dem 20jährigen Joseph der Durchbruch als Komiker – an der Seite von Dean Martin. Gemeinsam erobern die beiden bald nicht nur die Bühnen der größten Clubs, sondern auch die Radio-, Fernseh- und Filmstudios, 20 Jahre lang. Danach verfolgen sie ihre Karrieren getrennt weiter. Trotz seiner leicht quäkenden Stimme feiert Jerry Lewis auch Erfolge als Sänger. Besonders auf seinem Album „Jerry Lewis Just Sings“ versucht er, sich vom reinen Komiker-Image zu entfernen und auch musikalisch ernst genommen zu werden – mit Erfolg, die LP schafft es sogar in die Top 20 der US-Charts.
18:00 Uhr radio 3 Die Literaturagenten
Mit Hartmut Rosa, Bruno Preisendörfer Und Lena Gorelik
Diesmal stellen die „Literaturagenten“ gleich mehrere Bücher vor, die unsere Gegenwart auf sehr unterschiedliche Weise vermessen. Bruno Preisendörfer schaut in „Schlagworte, die Geschichte machen“ auf Begriffe, in denen sich politische und gesellschaftliche Umbrüche bündeln. Mit Hartmut Rosa sprechen wir über seinen neuen soziologischen Essay „Situation und Konstellation“ und das Verschwinden gesellschaftlicher Spielräume.
18:00 Uhr NDRKultur Feature
„Bachmeditationen“ Die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei
Von Jean Claude Kuner Redaktion: Jochim Dicks Produktion: WDR/NDR 2018
Während das Konservatorium in Peking 1966 geschlossen wird und Klaviere zertrümmert werden, verschleppt man die sechzehnjährige Musikstudentin Xiao-Mei wie Millionen andere aufs Land. Die nächsten fünf Jahre wird sie in ein Arbeitslager weggesperrt. Als sie befreit wird, führt eine abenteuerliche Irrfahrt die junge Pianistin aus Maos China ins Exil, über Hongkong und den USA nach Paris, wo sie sehr spät in ihrem Leben auf die Konzertbühnen Europas findet. Sie wird eine der herausragenden Interpretinnen der Musik von Bach.
In dem kleinen Ort Névache in den französischen Alpen, wohin sie sich immer wieder zurückzieht, findet Zhu Xiao-Mei in der Stille der Berge und der Natur zur inneren Ruhe und Inspiration. Hier erforscht sie die Gemeinsamkeiten von Bachs Spiritualität und der Philosophie von Lao-tse.
18:00 Uhr HR 2 Feature
„Norwegen und die Energiewende“ Von Martin Zähringer und Jane Tversted
Norwegen sieht sich als Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Das Land besaß das erste Umweltministerium weltweit, es hat schon sehr früh eine CO2-Steuer eingeführt, der Gro-Harlem-Brundtland-Report prägte den Begriff der nachhaltigen Entwicklung, und Norwegens Stromproduktion ist zu fast 99% klimaneutral.
18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel (Zum 100. Geburtstag von Dario Fo am 24. März 2026)
Eine Tigergeschichte. Von Dario Fo
Aus dem Italienischen von Renate Chotjewitz-Häfner
Regie: Otto Düben (Produktion: SDR 1982)
Der Hörspielmonolog des italienischen Nobelpreisträgers Dario Fo erzählt die Geschichte eines chinesischen Soldaten, der nach einer schweren Verletzung von einer Tigerin und ihrem Jungen aufgezogen wird. Das allegorische Stück wurde von einer Chinareise Fos im Jahr 1975 inspiriert. Voller anarchischem Witz, inszeniert als Mischung aus Schauspiel und Pantomime – ein einziger Schauspieler verkörpert alle Figuren – feiert es die Widerstandskraft und den unermüdlichen Kampf gegen Unterdrückung.
18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
„Der Verschollene (2/2)“ Nach dem Romanfragment von Franz Kafka
Bearbeitung und Regie: Beate Andres
Ton: Johanna Fegert, Waltraud Gruber
Südwestrundfunk 2011
Karl Roßmann versucht in den USA unter jämmerlichen Bedingungen sein Glück. Er trifft auf eine Welt voller Hektik und harter Arbeit, in der erfolgreiche Geschäftsprinzipien mehr gelten als Freundschaft und eine Stelle schnell verloren ist.
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Folklore (1) hr-Bigband feat. Lucia Fumero, cond. by Rainer Tempel, Theater Rüsselsheim, Januar 2026, Teil 1
20:00 Uhr radio3 Konzert
Anja Bihlmaier dirigiert die Kammerakademie Potsdam
Werke von Joseph Haydn, Hanns Eisler, HK Gruber und Aaron Copland in einer Konzertaufnahme vom 06.06.2022
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Henning Tudor-Kasbohm
Neuigkeiten vom Zombie-Planeten
Diese Woche haben wir Neuveröffentlichungen von langgedienten Schwergewichten wie The Notwist, Kim Gordon oder The Monochrome Set am Start. Und von nicht ganz so langgedienten Schwergewichten wie James Blake. Oder den schon in der Rock-Steinzeit agierenden Soft Machine. Aber natürlich sind auch haufenweise jüngere Acts dabei, die Avant-Pop-Musikerin Midori Jaeger etwa oder die Rapperin Ms Banks. Und obskures Zeug, zum Beispiel vom Label Bogus Collective. Und Desert-Blues von Tinariwen. Außerdem: Art School Girlfriend, Cut Worms, Crack Cloud und noch einige andere.
20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal
Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt
Ensemble Modern; Leitung: Stefan Asbury
Luca Francesconi: Inquieta Limina – Hommage an Luciano Berio für Ensemble und Akkordeon
Malika Kishino: Oud – Double Concerto for marimba, piano and ensemble
Ondřej Adámek: Let me tell you a story für Sängerin und Ensemble
Luciano Berio: Chemins II (su Sequenza VI) – für Viola und 9 Instrumente
Michele Sanna: The Factory of Illusions
(Aufnahme vom 15. Januar 2026 aus dem Mozart Saal)
Das Ensemble Modern bietet ein Programm mit vielen Facetten und faszinierenden Kontrasten. Musik, die von der Kultur der Pygmäen inspiriert ist oder vom koreanischen Volkstheater, wird ergänzt von bewährten Meisterwerken der Neuen Musik aus Italien.
20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton
Das vierte Soloalbum von Lukas Lauermann
Cellistische Bohrkerne durch die Sedimente einer sich wandelnden Welt auf „Varve„
„Varve“ bezeichnet die Sedimentierung in Seen und Meeren innerhalb eines Jahres. Nach diesem geologischen Phänomen, das einem Archiv klimatischer Veränderungen gleicht, hat der österreichische Cellist, Komponist und Arrangeur Lukas Lauermann sein viertes Soloalbum benannt. Eingebettet in ein Ensemble aus Tonbandgeräten und Kassettenrekordern, durchdringt Lukas Lauermann mit seinem Cello Schicht für Schicht einer sich wandelnden Welt, deren Sedimente sich aus Orgelklängen, Stimmproben und Geräterauschen zusammensetzen. Seine Kompositionen offenbaren sich in diesem Zusammenhang wie Bohrkerne, die Teil eines großen Ganzen sind. Auf der Suche nach Resonanz richtet Lukas Lauermann seine Aufmerksamkeit dabei auf „kleinste Unregelmäßigkeiten“ und „subtile Verschiebungen, die mächtige Veränderungen auslösen können“.
20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature
„Langzeitfolgen“ Three Mile Island, der Wissenschaftler und die Suche nach der Wahrheit
Von Karl Hoffmann BR 2012
Lang vor der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl kommt es zu einem ernsten Unfall in einem Atomkraftwerk. Im März 1979 wird im AKW Three Mile Island bei Harrisburg in den USA nach einer partiellen Kernschmelze eine große Menge Strahlung freigesetzt. Wie schlimm die Auswirkungen sind, ahnen viele nicht, weil der Vorfall vertuscht wird. Der Tiroler Meteorologe Ignaz Vergeiner rekonstruiert Jahre nach dem Störfall, was wirklich in jenen Tagen in den Hügeln Pennsylvanias geschah – und warum die offiziellen Strahlendaten nicht zu den Erfahrungen der Menschen passen. Von einem metallischen Geschmack im Mund, über verbrannte Haut bis zu Krebsfällen bei Kindern.
20:03 Uhr WDR 3 Konzert
Balkan-Soundtrack: Das Royal Street Orchestra
Das Royal Street Orchestra löst Kopfkino aus und erinnert an Soundtracks, von Wuppertal bis Balkan, während das Duo Mešković-Lazăr Balkanmusik mit nordischem Touch spielt.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
Muss Strafe sein? Teil 1: Mauern, Zellen, Gerichtssäle
Von Johanna Bentz Regie: die Autorin
Musik: Matthias Klein
Ton: Hermann Leppich Deutschlandfunk 2026
Das Bedürfnis nach Strafe ist universell. Aber was bewirkt sie? Im ersten Teil dieses Doppelfeatures besucht die Autorin jugendliche Häftlinge, Richterinnen und Richter und einen verurteilten Mörder, der seit elf Jahren hinter Gittern sitzt.
20:58 Uhr Ö1 Zeit-Ton
Das Trio Catch gratuliert Helmut Lachenmann
Auftragswerke von Sara Glojnaric, Mirela Ivicevic, Matthias Kranebitter sowie ein Klassiker von Helmut Lachenmann
Klarinette, Violoncello und Klavier: Diese nicht alltägliche Besetzung verlangen Werke von Sara Glojnaric, Mirela Ivicevic und Matthias Kranebitter, die für das Trio Catch entstanden sind. Außerdem feierte das Ensemble Helmut Lachenmanns Neunziger mit seinem Klassiker „Allegro sostenuto“. Ein Abend der überraschenden Volten und clever unterlaufenen Hörgewohnheiten (Mitschnitt aus dem Berio-Saal des Wiener Konzerthauses vom 3. Juni 2025)
21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche
Jean Sibelius: „Pohjolas Tochter“. Sinfonische Dichtung, op. 49
Moritz Eggert: „Master and Servant“ für Schlagzeug und Orchester
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90
Konstantyn Napolov, Schlagzeug; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski, Leitung
Aufnahme vom 8.3.2026 aus dem Konzerthaus Berlin
Am Mikrofon: Raoul Mörchen
Zeitgenössische Schlagzeugklänge treffen auf romantische Schwelgerei beim Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.
21:30 Uhr NDRKultur Das Konzert
Klänge aus Iran, Schweiz und Deutschland
22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz
Ms. Soprano – Die Saxofonistin Jane Ira Bloom. Von Odilo Clausnitzer
Sopransaxofon? Das ist im Jazz oft nur ein Extra für besondere Fälle. Die New Yorkerin Jane Ira Bloom konzentriert sich als eine der ganz Wenigen ausschließlich auf dieses Instrument. Sie hat darauf einen eigenen Sound entwickelt: expressiv, lyrisch, pointiert. Seit mehr als vier Jahrzehnten macht sie hochkarätige Alben. Erst 2025 wählten sie US-Kritiker erneut zur Nr. 1 ihres Fachs. In Europa ist sie noch immer ein Geheimtipp. Dabei hat sie sogar über die Erde hinaus Spuren hinterlassen: 1998 wurde nach der weltraum-begeisterten Holzbläserin und Komponistin offiziell ein Planetoid benannt.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
Preis der Leipziger Buchmesse 2026: Welcher Roman wird gewinnen?
Moderation: Carsten Tesch und Jörg Plath
Aufzeichnung vom 05.03.2026, Literarisches Colloquium Berlin
Fünf belletristische Bücher sind nominiert für den angesehenen Preis der Leipziger Buchmesse 2026. Fünf Präsentationen mit kurzer Lesung.
Fünf Bücher sind für den angesehenen Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Belletristik nominiert. Wir stellen die Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren Prosawerken vor.
23:03 Uhr SWR Kultur Essay
Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils. Von Volha Hapeyeva
Worte können töten – oder befreien. Ein Gedicht, gelesen zum richtigen Zeitpunkt, kann tausende Menschen bewegen. Die Kraft der Sprache in Kunst und Poesie, ihr Klang und Rhythmus, egal ob Japanisch, Arabisch, Belarussisch oder Deutsch, sind nicht nur Mittel des kritischen Denkens, sie laden ein auf eine nie aufhörende Reise in die Abgründe und Wunder der Existenz. In ihrem Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“, der mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für kritische Kurztexte 2022 ausgezeichnet wurde, setzt Volha Hapeyeva despotischen Machtstrukturen ein vielstimmiges, poetisches und nomadisches Denken entgegen.