Radiotipps

Radiotipps für den 17.2.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Botschaften, Zeichen, Fragmente“ György Kurtág und die Literatur. Von Florian Neuner
György Kurtág gilt als Aphoristiker par excellence. Zum 100. Geburtstag des ungarischen Komponisten geht es um sein Verhältnis zur Literatur.


18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Gardy Stein

Liebeslieder! A Valentine’s Day Special
Die liebe Liebe ist das wahrscheinlich meistbesungene Thema der Welt – da macht auch Reggae keine Ausnahme. Anlässlich des gerade verstrichenen Valentinstags hat die heutige Sendung durch Zeit und Raum hinweg ein paar schöne Liebeslieder für euch zusammengesucht. Mit dabei sind sowohl jamaikanische Veteranen wie Lee „Scratch“ Perry, Marcia Griffiths, Kiddus I, Winston Samuels und The Techniques als auch jüngere Künstler wie Jah Vinci und Stephen Marley, der noch die US-Band Slightly Stoopid dazu holt. Ebenfalls aus der Karibik stammen Franz Job und Mishka, während Takana Zion aus Guinea und Darky Roots aus dem fernen Australien ihre Herzensballaden beisteuern. Mit der deutsch-iranischen Künstlerin TrixStar, Dreadsquad aus Polen und DubPrincess aus England sowie dem französischen Produzenten Blundetto und Sänger Clément Petit ist auch Europa prominent vertreten, und ihr seid herzlich eingeladen, eine Stunde lang dahinzuschmelzen.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Pur und direkt: die Künstlerin Lylit & mehr Musik grenzenlos
„Call The Things By Their Name“. So heißt einer der Songs auf dem neuen Album von Lylit.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Die letzten Venezianer“ Eine Stadt kämpft ums Überleben. Von Petra Reski und Christopher Weingart
Ton und Technik: Wolfgang Rixius, Gunther Rose und Malte Wiegert
Redaktion: Christiane Habermalz
Regie: Anna Panknin Deutschlandfunk 2025
30 Millionen Besucher im Jahr: Venedig versinkt in den Touristenfluten. Doch die lokale Politik treibt den Ausverkauf der Stadt weiter voran. Wer profitiert davon?
48.283 Einwohner leben noch in Venedig, vor hundert Jahren waren es noch rund 160.000. „Jedes Jahr verliert Venedig rund tausend Einwohner“, erklärt Silvio Testa, Aktivist und Venezianer. In der vom Overtourism erstickten Stadt ist das tägliche Leben nicht mehr vorgesehen. Während die letzten Bewohner darum kämpfen, dass der Stadt der Sonderstatus als „Insel“ zuerkannt und sie auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt wird, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bürgermeister Luigi Brugnaro wegen Bestechung und illegalen Bieterabsprachen. Wie kann es den Venezianern gelingen, ihre Stadt zu retten?


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Friedrich Cerha zum 100. Geburtstag. Gedenkkonzert live aus dem Wiener Konzerthaus
Das Wiener Konzerthaus verneigt sich vor einem Künstler, dessen Werk und Wirken die Musikgeschichte von Österreich aus mitgeprägt hat. Als Komponist, Geiger, Dirigent, Gründer des Ensembles die reihe – und als „moralische Instanz der Zweiten Republik“, wie es Konzerthaus-Intendant Matthias Naske in den Geleitworten zu diesem Gedenkkonzert formuliert. Am 17. Februar wäre der 2023 verstorbene Friedrich Cerha 100 Jahre alt geworden.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

WDR Rundfunkchor – Seirênes
Aaron Copland: Four Motets
Johannes Brahms: 3 Motetten, op. 110
Michael Langemann: Seirênes
Zoltán Kodály: Missa brevis
Jiyeon Park, Jaekyung Jo und Inga Balzer-Wolf, Sopran; Anna-Maria Tietze, Alt; Leonhard Reso, Tenor; Heekwang Lee, Bariton; George Warren, Orgel; WDR Rundfunkchor, Leitung: Philipp Ahmann
Aufnahme vom 25. Januar aus dem Kölner Funkhaus


20:03 Uhr BR Klassik – Kammerkonzert

La vie en Piaf – Ein Chansonabend
Vladimir Kornéev, Gesang; Johannes Schauer, Kontrabass; Markus Syperek, Klavier; Oleg Nehls, Akkordeon; Leonardo von Papp, Schlagzeug
Aufnahme vom 29. Januar 2026 im Kulturforum Fürth im Rahmen der Konzertreihe „Passagen“


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

Die Frau mit den vier Armen (1/2) Von Jakob Nolte
Bearbeitung und Regie: der Autor
Komposition: Silvan Koch
Musiker: Max Kämmerling, Silvan Koch, Janos Mijnssen, Tillmann Ostendarp
Ton und Technik: Alexander Brennecke und Frank Klein
Regieassistenz: Assunta Alegiani
Dramaturgie: Felix Lehmann Deutschlandfunk 2026
Eine Mordserie an jungen Männern. Kommissarin Rita Aitzinger ermittelt und vermutet eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Ein „Niedersachsen-Noir“ über Einsamkeit und fragile Männlichkeitsbilder.


21:00 Uhr radio 3 / NDRKultur Neue Musik

Zwei 100. Geburtstage: Friedrich Cerha und György Kurtág
Unglaublich präzise, aber auch voller Emotionen: Friedrich Cerha könnte man als Klangarchitekten bezeichnen. Er gestaltete große dynamische Spannweiten und schuf feine Nuancen zwischen Ton und Geräusch. 2023 starb der österreichische Komponist, am 17. Februar wäre Cerha 100 Jahre alt geworden. Seinen eigenen 100. Geburtstag feiern kann tatsächlich der ungarische Komponist György Kurtág am 19. Februar. Auch seine Musik ist von Emotionalität geprägt, oft verdichtet auf wenige Takte. Kurtág ist ein Meister der Miniatur und schreibt eine sehr direkte und direkt ergreifende Musik. In der Sendung lassen wir beide Komponisten hochleben.


21:00 Uhr ByteFM Die Welt ist eine Scheibe mit Götz Adler

Global A Go Go
Neue Alben aus den Niederlanden von Yin Yin, die südostasiatische Klangmotive in ihren psychedelischen Funk-Rock-Sound integrieren und von den türkischstämmigen Altin Gün, die auf „Garip“ die Musik von Neset Ertas (1938-2012) in die Gegenwart transportieren. Aus der Sahara stammen die beiden Tuareg-Blues-Bands Tinariwen und Imarhan, beide mit neuen Alben. Aus Los Angeles grüßen Mariachi El Bronx, die Tex Mex-Variante der Punkrocker The Bronx, die auf ihrem 4ten Album tollen Chicano-Spirit zeigen.


21:00 Uhr SWR Kultur JetztMusik

Mary Halvorson Amaryllis beim Jazzfest Berlin 2025. Von Nina Polaschegg
Bescheiden sitzt Mary Halvorson hinter ihrer halbakustischen Gitarre und zaubert die abstraktesten und komplexesten Klangwelten gemeinsam mit ihrem Sextett „Amaryllis“. Schöne Melodien und traditionell Jazziges kann man da hören. Franz Schubert und Johann Sebastian Bach grüßen als Spurenelemente und rutschen in Slide-Gitarrensounds durcheinander. All das abstrakt gedreht und liebevoll verzerrt. Kühl, wie die Musik Halvorsons oft beschrieben wird, das war dieses Konzert ganz sicher nicht.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

Zwischen Jazz, Fusion und Pop: Der französische Trompeter Ibrahim Maalouf
Aufnahme vom 2.10.2025 beim Enjoy Jazz Festival, Ludwigshafen

Am Mikrofon: Jan Paersch
Sein Vater entwickelte die Vierteltontrompete, Ibrahim Maalouf verbindet Jazz, afrikanische Rhythmik und arabische Folklore.
Der Pariser Trompeter Ibrahim Maalouf vermischt bei Konzerten Rock, Funk, Fusion oder Elektronische Musik zu kraftvollem, tanzbarem Sound und zeigt sein Entertainer-Qualitäten. 1980 in Beirut geboren, flüchtete er als Kleinkind mit seiner Familie aus dem Libanon nach Paris. Im Alter von neun Jahren stand er als Trompeter bereits auf Konzertbühnen in ganz Europa – mit seinem Vater. Der hatte zuvor die Vierteltontrompete entwickelt, ein Instrument, auf dem sich auch Töne außerhalb der 12-Ton-Skala spielen lassen. Ibrahim Maalouf verwendet bis heute keine andere Trompete. Als Kind begann er mit Barockmusik, später entdeckte er den Jazz. In Frankreich ist er eine Art Rockstar, 2022 wurde er für einen Grammy nominiert – als erster libanesischer Instrumentalist überhaupt. Beim Eröffnungskonzert des Enjoy Jazz Festivals in Ludwigshafen zeigte der Maalouf neben seinem technisch brillanten Spiel, was für ein grandioser Kommunikator und Bandleader er ist. Sein aktuelles Projekt „Trumpets of Michel-Ange“ ist eine Verbeugung vor seinem Vater: Ein fulminanter Brückenschlag zwischen Jazz, Rock, afrikanischer Rhythmik und arabischer Folklore.


22:00 Uhr radio 3 / NDRKultur Jazz

Jazzbaltica 1994: Nils Landgren Unit + Maceo Parker. Mit Henry Altmann
Dieses JazzBaltica-Konzert war besonders – bescherte es doch Nils Landgren den internationalen Durchbruch. Und zwar gemeinsam mit der James Brown-Legende Maceo Parker, zusammen mit Pee Wee Ellis und Fred Wesley.
Am 11. Juni 1994 war der Altsaxofonist in der großen Konzertscheune von Gut Salzau in allerbester Spiellaune zu erleben – zusammen mit einer Nils Landgren Unit, die sich nach dem Auftritt tatsächlich in „Funk Unit“ umbenannte. Sie werden hören, warum.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Mo‘ Sco – John Scofield (Extended Version). Mit Karsten Mützelfeldt
John Scofield ist ein einflussreicher Vertreter der zweiten Jazz-Rock-Generation. Seine Verschmelzung von Bebop-, Blues- und Rock-Elementen kommt mal entspannt daher, mal bissig und kantig.


22:03 Uhr SWR Kultur Open World

Urban Trance: Jowee Omicil, Buzz‘ Ayaz. Mit Babette Michel


22:03 Uhr BR-Klassik Jazztime

Neues von deutschen Trompetern: Mit dem Münchner „Gero Hensel Ensemble“ und mit zwei Kölner Trompetern: Frederik Köster mit der NDR Bigband sowie Maik Krahl und sein Quartett „The Magic of Consistency“


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

Heteroptera oder: Vom Sehen lernen beim Malen. Die Wissenskünstlerin Cornelia Hesse-Honegger
Von Christine Nagel Regie: die Autorin
Produktion: Deutschlandfunk 2016
Cornelia Hesse-Honegger zeichnet und malt Insekten und Kleintiere. Weltweit bekannt wurde sie mit ihren Bildern von deformierten Wanzen, lateinisch: Heteroptera. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl machte sie über das Zeichnen Entdeckungen, die sie nicht mehr losließen. Sie dokumentierte verformte Beine, Fühler und Flügel, außergewöhnliche Farbmuster oder bizarre Auswüchse.
Bald bestätigte die Wissenschaft ihre vorsichtigen Schlüsse: Besonders die Niedrigstrahlung verursacht genetische Schäden, die erst in späteren Generationen sichtbar werden. Ihre künstlerische Arbeit steht in der Tradition der metaphorischen Zeichnung. Dabei findet die Erkenntnis nach und aufgrund der Bildwerdung statt. Es lehrt das Sehen als „Erlangen von Einsicht“.


23:03 Uhr WDR 3 Open

Wie lange dauert eigentlich Post? Mit Klaus Walter
Postmodern? Posttechno? Postrock? Postmigrantisch? Postindustriell? Postfaschistisch? Aktuelle Musik gegen das Label Post-Punk verteidigt.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Sanfte Härte“ Mit Noe Noack
Um Bands, die sich zwischen extremen Gegensätzen bewegen, darum geht es in diesem Bayern 2 „Nachtmix“ in den ARD „Late Night Sounds“. Die drei Frauen von Blackwater Holylight aus L.A. bewegen sich auf ihrem neuen Album „Not Here Not Gone“ zwischen harten, bedrohlich-metallischen Riffs und sanft-schwebenden Gesängen voller verführerischer Melodien. Rabiate Gitarren werden umhüllt von dichten Nebelschwaden voller süßlicher Gesänge. Dem Sextett Summer Of Hate aus Portugal ist mit seinem neuen Album „Blood & Honey“ ein intensiver, faszinierender Mix aus psychedelischen Sounds und Shoegaze gelungen. Ein Trip, der von Westen in den nahen und fernen Osten führt.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

One Hit Wonder (2/5) Mit Christian Möller


23:03 Uhr Ö! Sound Art: Zeit-Ton

Ein Jahrhundert im Spiegel: Friedrich Cerha
Bekanntes und Unbekanntes vom großen Komponisten und Interpreten, der heute hundert Jahre alt geworden wäre
.
Kaum eine Künstlerpersönlichkeit hat das österreichische Musikleben und die internationale Welt der Neuen Musik nach dem Zweiten Weltkrieg so lang, so nachhaltig und in so enormer historisch-stilistischer Breite mitgeprägt wie Friedrich Cerha: als Komponist und Dirigent, als Mitbegründer und Leiter von Ensembles wie die reihe und Camerata Frescobaldiana“ für deren Konzerte er auch Alte Musik edierte, als Mittelschullehrer und zuletzt Professor an der Wiener Musikhochschule, wo er mehreren Generationen entscheidende Impulse für ihr schöpferisches und nachschöpferisches Leben mitgegeben hat.


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