Radiotipps für den 18.6.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
ungesehen und unerhört
Kompositionen nach der Sammlung Prinzhorn
Nigel Osborne: „Naturtöne/Abschied“ für 6 Stimmen
Jan Kopp: „Grenzen der Verantwortung“ für 6 Stimmen, Flöte, Klarinette und Schlagzeug
Stefano Gervasoni: „Horrido“ für 7 Vokalsolisten
Friedrich Jaecker: „von dir gehn“ für Bassflöte, 8 Stimmen und Kontrabass
Steffen Schleiermacher:; „Der Fingernase fehlt die Schädeldecke“ für 12 Stimmen
Schola Heidelberg; Ensemble Aisthesis
Ltg.: Walter Nußbaum
17:30 Uhr Ö1 Spielräume
Junge österreichische Jazzszene
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Neue Alben von Gitarrist Mahan Mirarab, Sängerin Elena Schäfer und dem Trio OtherMother
Der seit 2009 in Wien lebende iranische Gitarrist Mahan Mirarab hat mit „Unspoken“ sein erstes Album beim deutschen Label ACT Music veröffentlicht und verschmilzt hier Jazz und klassische persische Musik in hörenswerter Weise. Zudem kuratiert er das von 19. bis 21. Juni im Wiener Jazzclub Porgy & Bess zum vierten Mal über die Bühne gehende NAWA-Festival, in dem Filme und Musik aus Nordafrika und Westasien auf dem Programm stehen.
Ihre Visitenkarte legt die aus Niederösterreich stammende, 24-jährige Sängerin und Songwriterin Elena Schäfer mit „Where I Go“ vor. Sie tritt ebenso beim Festival Open Jazz Vienna auf wie das aus Arthur Fussy (Modular-Synthesizer), Jul Dillier (Keyboards) und Judith Schwarz (Schlagzeug) bestehende Trio OtherMother, das am 18. Juni das neue Album „Material“ konzertant im Wiener Flucc präsentiert.
18:00 Uhr ByteFM Silent Fireworks mit Jumoke Olusanmi
Träumen von langsamen Herzen
Hin und wieder geht der Puls mit anaiis, Ezra Collective und Little Simz.
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
Brillante Jazz-Instrumentals mit Andy Gillmann & mehr Musik grenzenlos
Der 1963 in Wiesbaden geborene Drummer Andy Gillmann präsentiert ein grandios besetztes und aufspielendes Quartett mit Klavier, Akkordeon und Kontrabass, und als Gaststar bei einigen Tracks zusätzlich Joscho Stephan an der Gitarre.
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Klavier-Festival Ruhr“ Zeche Zollern, Dortmund
Eric Lu, Klavier
Robert Schumann: Waldszenen op. 82
Frédéric Chopin: Polonaise B-Dur op. 71 Nr. 2 + Ballade Nr.4 f-Moll op. 52
Franz Schubert: Impromptu f-Moll op. 142 Nr. 1
Frédéric Chopin: Sonate Nr. 3 h-Moll op. 58
Aufzeichnung vom 05.06.2026
20:03 Uhr BR Klassik Konzert
Live aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Simon Rattle
Solisten: Alice Coote, Mezzosopran; Nicky Spence, Tenor; Lester Lynch, Bariton
Edward Elgar: „The Dream of Gerontius“, op. 38
Edward Elgars „The Dream of Gerontius“ ist ein Schwellenwerk zwischen Leben und Sterben, Zweifel und Verheißung, flüsternder Intimität und Klanggewalt. Die Vertonung der gleichnamigen geistlichen Dichtung von John Henry Newman über die Todesstunde eines alten Mannes, seine Auferstehung und Erlösung, entfaltet Elgar wie in einer einzigen großen Phrase als zutiefst menschliches Mysterium. Sir Simon Rattle pflegt zu diesem Oratorium eine enge künstlerische Beziehung, gehört es doch in England zum Kanon der originär britischen Schlüsselwerke der Spätromantik. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gemeinsam mit der Solistin Alice Coote sowie den Solisten Nicky Spence und Lester Lynch wird ein eindrucksvolles Klangganzes formen, gemeinsam mit dem BR-Chor als kommentierende, tröstende, aufwühlende Stimme des Jenseits.
20:00 Uhr radio 3 Konzert
Yannick Nézet-Séguin dirigiert die Berliner Philharmoniker
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll in einer Aufnahme vom 22.05.2026
20:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Lost in Music
Bis fünf zählen – Drei (3/5). Von Friedemann Dupelius
Kaum eine Zahl ist so bedeutungsschwer wie die Drei. Auf dem Podest warten Gold, Silber und Bronze – wer danach kommt, geht leer aus. Die Heiligen Könige waren zu dritt, der christliche Gott ist es bis heute. Der Dreiklang fasst eine Tonart zusammen, der Tritonus durchkreuzt sie. In der Einfachheit der drei Akkorde entstand der unzerstörbare Punk, ein Streichtrio ist ein fragiles Gebilde und aus dem 3er-BMW tönen die heftigsten Bässe. Die Drei sorgt für Asymmetrien, in sozialen Gefügen wie in Reimstrukturen. Darauf ein Sprung vom Drei-Meter-Brett.
20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos
Die OpenAI Story (3/6): Der ChatGPT-Moment
Podcast von Fritz Espenlaub, Jasmin Körber, Christian Schiffer und Klaus Uhrig
Regie: Klaus Uhrig Deutschlandfunk 2026
Millionen Nutzer stürmen beim Launch von ChatGPT die Server. Google ruft ‚Code Red‘ aus. Dabei sollte alles nur ein Testlauf sein. Altman tourt derweil durch die Welt und predigt Verantwortung. Intern wandelt sich das idealistische Forschungslabor.
21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik
„Komponieren für alle?“ Laienkomposition zwischen Erlebnispädagogik und ästhetischer Partizipation. Von Jan Kopp
Komponieren gilt als exklusive Fähigkeit, umweht vom Nimbus des Genialen und der souveränen Beherrschung des Metiers. Die Neue Musik hat durch Zufallsverfahren, die Verwendung von Alltagsklängen und neue Notationsformen alternative Gestaltungsräume geschaffen und zugleich die Frage nach der Teilhabe am „einstweilen einseitigen recht, sich etwas einfallen zu lassen“ (Matthias Spahlinger) neu gestellt. Im Gespräch mit Matthias Handschick, Professor für Musikpädagogik, geht Jan Kopp der Frage nach, wie sich gerade für Laien neue Zugänge zum Komponieren öffnen lassen.
21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts
„Das LA-Team“ Wie eine kleine Clique in Kalifornien Furore macht
Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
Die Musik erinnert an psychedelischen Jazzrock der 70er-Jahre, aber mit aktuellen Grooves und Sounds: Um das Quintett SML aus Los Angeles gedeiht eine spannende Szene zwischen Jazz, Pop, Soul, Impro und Klangkunst. Zur Band gehören u.a. die Bassistin Anna Butterss, der Saxofonist Josh Johnson und der Gitarrist Greg Uhlman. Mit SML, aber auch in eigenen Projekten gehen sie spielerisch mit Produktionstechniken um. Personell und stilistisch gibt es dabei Verbindungen zum aktuellen Indie Pop und zur experimentierfreudigen Szene um das Chicagoer Label International Anthem Records.
22:00 Uhr radio3 Jazz
„Elbjazz Reloaded“ Jazztalk mit den Elbjazz-Machern
Am Mikrofon: Ralf Dorschel
Die Location: ein Traum! Auf der windumtosten Hamburger Traditions-Werft Blohm+Voss laufen Konzerte des Elbjazz-Festivals, der Rest in der Elbphilharmonie. Elbjazz hat seinem Namen von Anfang an alle Ehre gemacht – Hamburgs großes Jazzfestival ist seit 2010 ein gut besuchter Fixpunkt weit über die Hansestadt hinaus. Doch was ist alles neu beim Elbjazz? Was war 2024 aus dem Ruder gelaufen? Elbjazz-Bookerin Ina Lieckfeldt lässt sich in die Karten gucken und verrät ihre Favorit:innen für den Elbjazz-Neustart.
22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Blues’n’Roots
Blues’n’Roots. Von Dagmar Fulle
Slideways – Party-Blues von Lil‘ Ed & The Blues Imperials | Unvergessener Boogie-Mann – zum 25. Todestag von John Lee Hooker | Immer noch Heimat des Blues – Charlie Barath aus Clarksdale mit seinem neuen Album „Issaquena Getaway“.
22:03 Uhr WDR 3 Jazz
Swing & Straight Ahead in NRW. Mit Odilo Clausnitzer
Auch viele junge Musikerinnen und Musiker aus NRW widmen sich heute der swingenden Jazztradition, von klassisch bis zeitlos modern. Schlaglichter auf eine lebendige Szene von Odilo Clausnitzer.
22:03 Uhr BR Klassik Jazztime
„Joe, Robinson und andere Geschichten“ Viel Sommerjazz zum Entdecken
Joe Lovano zum Beispiel hat seine derzeitige Lieblingsband gefunden: Schon lange nicht mehr klang der Saxophonist ähnlich ausgeruht wie im Kreise seines Paramount Quartets. Robinson Khoury wiederum hat als Posaunist viel zu erzählen und MŸA ist dafür das passende Medium.
Ibrahim Maalouf schließlich will weiterhin die Welt mit seiner Vierteltontrompete betören.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel
„JEEPS“ Eine Erbschaftskomödie .Von Nora Abdel-Maksoud
Regie: Amir Shokati
Besetzung: Stefan Kordes
Ton und Technik: Benno Müller vom Hofe, Matthias Fischenich
Regieassistenz: Josephine Günter
Dramaturgie: Felicitas Arnold WDR 2025
Jährlich werden in Deutschland bis zu 400 Milliarden Euro vererbt – doch damit ist jetzt Schluss. Eine neue Reform leitet eine radikale Umverteilung ein. Alle Erbschaften werden künftig per Lotterie über das Jobcenter neu verteilt.
23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf
Am Tisch mit Sonja Eismann, Sexismus in der Musikindustrie
Sonja Eismann, geboren 1973 in Heidelberg, ist Mitgründerin und bis heute Redakteurin des Missy Magazine, Untertitel: Pop, Politik & Feminismus.
23:03 Uhr BR Klassik Horizonte
Geburtstag von Gérard Grisey „Quatre chants pour franchir le seuil“
Von Sylvain Cambreling und Thorsten Preuß
Er hat die Schönheit wiederentdeckt: Anfang der 1970er Jahre warf Gérard Grisey alle abstrakten Zahlenspiele und Zufallsoperationen über Bord und machte den konkreten Klang zum Ausgangspunkt seiner Kompositionen. Grisey analysierte das Obertonspektrum zum Beispiel eines Posaunentons und leitete daraus die Tonhöhen, die Klangfarben, ja sogar die Architektur großer Orchesterwerke ab. Damit wurde er zum Vater der Spektralmusik und zum Widerpart von Pierre Boulez, der diese neue Richtung rundweg ablehnte. Dennoch hat der Reiz von Griseys sinnlichen, schillernden Werken voll ungehörter Harmonien die französische Musik bis heute entscheidend beeinflusst. Als Grisey 1998 völlig überraschend an einem Hirnschlag starb, hinterließ er eine nicht ganz vollendete Partitur, die in vier Gesängen ausgerechnet das Überschreiten der Schwelle zum Tod umkreist. Anlässlich seines 80. Geburtstags wiederholen wir ein Feature, in dem sich der französische Dirigent Sylvain Cambreling, langjähriger enger Wegbegleiter von Grisey, an seine Freundschaft mit dem Komponisten erinnert. Außerdem führt Cambreling in Griseys „Quatre chants“ ein, den Schwanengesang eines Komponisten, der den Gang der Musikgeschichte entscheidend verändert hat.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„Die Musik von Morgen“ Neue Alben von Graham Coxon, Tierra Whack, Pond, The Veils und vielen anderen mehr. Mit Angie Portmann
Wir checken wieder die Neuheiten – welche Alben erwarten uns am 19. Juni. Es sind:
Graham Coxon (der Blur-Gitarrist mit einem Album, das 15 Jahre in der Schublade lag und jetzt, endlich, veröffentlicht wird), Tierra Whack (das superkreative Freestyle-Talent aus Philadelphia mit einem Mixtape der Extraklasse), Pond (die oft in einem Atemzug mit den australischen Psychedelica-Helden Tame Impala genannt werden und mit “Terrestrials“ versuchen ein eigenes Profil zu entwickeln), The Veils, Swamp Dogg, Ami Yerewolo, Janus Rasmussen, Hard-Fi, Afar, Dobré und Arpy Brown & Kapote.
23:03 Uhr WDR 3 Open
Being The Beatles – eine Pop-Revolution. Mit Ocke Bandixen
Ticket to ride (2/6)
1964/1965: Die Beatles sind die bekanntesten Popstars der Welt. Ende Januar 1964 treten sie das erste Mal live im US-Fernsehen auf – mit Rekordeinschaltquoten. Die Menschen in den USA sind hingerissen von den vier fröhlichen Jungs mit den mitreißenden Liedern. Im April 1964 halten die Beatles mit ihren Singles die ersten fünf Plätze in den Billboad-Charts – ein ungebrochener Rekord. Tourneen, Filme, immer neue Lieder – die Beatles gehören bald zu den bekanntesten Menschen des Planeten. Host Ocke Bandixen reist nach London und trifft Menschen aus dem inneren Kreis der Band. Wie sind die Beatles mit ihrem plötzlichen Weltruhm, dem Druck und der Öffentlichkeit klargekommen? Woher kamen ihre immer neuen musikalischen Ideen und wie haben sie die sogenannte „British Invasion“ der Popmusik ausgelöst.