Radiotipps für den 4.10.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht
„Das glücklichste Volk der Welt“ Eine Lange Nacht über Fremdheit und Nähe zwischen Ost- und Westdeutschland (1/2) Von Sophie Müller vom Hofe und Andreas von Westphalen
Regie: die Autoren
Ostalgie verflogen, Fronten verhärtet, Klagen von allen Seiten: 35 Jahre nach der Einheit stellen sich alte Fragen neu. Warum fühlen sich viele Ostdeutsche bis heute nicht gesehen? Und warum gibt es so wenig echtes Verstehen zwischen Ost und West? Das glücklichste Volk der Welt stellt sich diese Fragen in sieben Episoden – persönlich, politisch und historisch. Die ostdeutsche Radioautorin Sophie Müller vom Hofe und der westdeutsche Journalist Andreas von Westphalen graben sich durch Archive, sprechen mit Zeitzeug:innen und Expert:innen – und konfrontieren auch sich selbst mit blinden Flecken. Was sie dabei entdecken: Wie nah Geschichte rückt, wenn Menschen persönlich erzählen. Geforscht wird in Gesprächen, in Büchern, in der eigenen Erfahrung. So entsteht eine Reise durch das kollektive Gedächtnis – rückwärts von heute bis 1945.
9:04 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Jazz global: Kreatives Südkorea. Mit Babette Michel
Von schamanischer Musik, höfischer Tonkunst, Pansori-Gesang, Minyo-Volksliedern, Pungmul oder Samul-Nori-Musik ist es oft nur ein kleiner Schritt bis zum Jazz! Südkoreanische Musiker*innen scheinen ihn in sich zu tragen, den Jazz als Kunst des Kreativen, Experimentellen und der Improvisationsfreude. Babette Michel entführt in Musiklandschaften, in denen sich koreanische Tradition und moderne Jazzästhetik treffen. So wie bei der Band XIIDO, die Saxofon und Posaune mit der Schalmei Taepyongso und der Bambusflöte Piri mischt. Oder bei Park Jiha, die klingende Meditationen über das Leben schafft.
15:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt
Rein in die Bubble
Es ist ja oft die Rede davon, wir müssten raus aus der Echokammer, in der stets nur widerhallt, was wir eh schon wissen und hören wollen. Stimmt natürlich auch. Das Album „Bubble“ von Whitney K zeigt allerdings, dass es auch ganz schön sein kann, sich auf engstem Raum zu bewegen. Wie sehr der Songwriter aus Toronto den Spuren seiner offensichtlichen Vorbilder Velvet Underground folgt, das hat Stil. Wir folgen seiner Leidenschaft gerne. Weitere Epigonen im heutigen Programm: Dylan Mondegreen (Prefab Sprout folgend) und – noman est omen – Melody’s Echo Chamber.
18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
Reihe: Wirklichkeit im Radio: ticken, flüstern, rauschen Akustisches Erzählen im Radio
Von Marianne Weil Regie: die Autorin Mit: Britta Steffenhagen und der Autorin
Ton: Jean Szymczak Deutschlandfunk Kultur 2020
Wir sind wild auf Geschichten aus der Realität und wollen sie HÖREN. Sonst könnten wir ja auch ein Buch lesen. Was können Geräusche? Was können Wörter? Dieses Feature ist Teil des Projekts „Wirklichkeit im Radio“ zur Geschichte des Features: wirklichkeitimradio.de
18:20 Uhr SWR Kultur Jazz
Madeleine Peyroux – Die Stimme mit dem besonderen Timbre. Von Hans-Jürgen Schaal
Ihr Karrierestart war eine Geschichte wie aus dem Märchenbuch der Branche: Die damals 22-jährige Amerikanerin Madeleine Peyroux wurde von einem Musikmanager entdeckt, als sie sich noch überwiegend als Straßenmusikerin in Paris durchschlug. Die Jazzwelt war von ihrer rauchigen Stimme sofort fasziniert – ihr Timbre erinnert an die frühen Jazzsängerinnen, verbindet Verruchtheit mit Naivität. Doch verschreckt vom ersten Erfolg (1996), hat sich die Sängerin nach ihrem Debütalbum erst einmal rar gemacht. „Musik“, sagt Peyroux, „ist der einzige Weg, wie ich jemals eine Gemeinschaft aufgebaut habe.“
19:00 Uhr Bremen 2 Sounds
Im Sounds Magazin geht um das dritte Album von Geese, um Neues von Katie Spencer, Lucy Kruger und Marcus King, die Band Les Yeux d’la tête sowie Konzerttipps für den Herbst.
19:00 Uhr HR2 Jazz and More
An den Rändern des Jazz und aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Heute mit: Sanyué: We All Become Stories | Vincent Meissner: Eigengrau | Ragawerk: Nila | Andrea Hermenau, Peter Cudek, Christian Lettner: Magia | Heikki Hallanoro: Soul Songs Nr. 3 | David Helbock & Julia Hofer: Faces of Night | Till Brönner: Italia
19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk Playback
„So klingt Hip Hop in Bayern“ Mit Achim Bogdahn
Die ganze Woche über haben wir hier auf Bayern2 in vielen Sendungen erzählt, wie sich Hip Hop, die derzeit weltweit wichtigste Musikkultur, entwickelt hat. Heute, an diesem Samstag, schauen wir in unser Sendegebiet: Wie hat sich Hip Hop in Bayern entwickelt? Welche Protagonisten, welche Künstlerinnen haben HipHop hier vorangebracht, welche Geschcihten haben sie zu erzählen. Und: wie klingt er, der bayerische HipHop? Achim Bogdahn wird diese Sendung beginnen mit einer überraschenden Nachricht: der erste bayerische Rapper kam aus Kulmbach und hieß? Genau, er hieß Thomas Gottschalk, der „Rappers Delight“ eingedeutscht hatte. Zu Wort kommen in dieser Stunde aber vor allem Künstlerund Künstlerinnen, die tatsächlich mit der HipHop Kultur verbunden sind, Musikerinnen wie Fiva MC, dazu der Blumentopf, Echorausch, David P von Main Concept, der „Grämsn“ aus Niederbayern und viele andere mehr.
20:00 Uhr ByteFM Electro Royale Musik aus Strom mit Martin Böttcher
(Keine) Experimente!
Die elektronische Musik reicht von kommerziell bis obskur. Und irgendwo mittendrin ist Electro Royale. Heute ein bisschen mehr in Richtung obskur! Mit dabei: Paurro, Danca, Pdqb, Ori Kaplan. Oha!
20:03 Uhr Bayern 2 Zündfunk extra
„50 Jahre HipHop – Mit Songs in die Geschichte“ (6/7)
Und der MC ist weiblich (1/2) Von Alba Wilczek und Falk Schacht
In der heutigen, sechsten Folge geht es darum, welche Rolle Frauen im HipHop spielen und wie Rapperinnen wie Missy Elliott, Cora E oder Roxanne Shante das Genre vorangebracht haben.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel
„DER AFRIK“ Von Sven Recker
Regie: Nicole Paulsen
Besetzung: Sylvia Böttcher, Mona Frick
Bearbeitung, Dramaturgie & Redaktion: Uta-Maria Heim
Ton & Technik: Christian Eickhoff, Tanja Hiesch, Claudia Peycke
SWR 2025
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannte „DER AFRIK“ zum Hörspiel des Monats September 2025.
21:03 Uhr Bayern 2 Zündfunk extra
„50 Jahre HipHop – Mit Songs in die Geschichte“ (7/7)
Und der MC ist weiblich (2/2) Von Alba Wilczek und Falk Schacht
In der heutigen, siebten Folge geht es nochmal darum, welche Rolle Frauen im HipHop spielen und wie Rapperinnen wie Missy Elliott, Cora E oder Roxanne Shante das Genre vorangebracht haben. Und wir hören eine Version von dem Song „Vocab“, den die Fugees um Lauryn Hill für uns Backstage bei einem ihrer frühen Konzerte aufgenommen haben.
22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in concert
Holler My Dear auf der Breminale 2025
Holler My Dear waren ein gelungener Auftakt für die Breminale 2025. Auf der Bremen Zwei Bühne lieferte die Berliner Band am 9. Juli 2025 einen Soundritt ab, der das Publikum einmal rund um die Welt führte.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik
„Hearing Memory“ Das deutsch-deutsche Oboenduo „Glaetzner- Goritzki“ im Spiegel der Gegenwart
Friedrich Goldmann: Solo zu zweit
Bernd Franke: Niemandsland
Georg Katzer: Lieder und Kommentare zu Ovid
James Austin Smith und Christian Wetzel, Oboen
Aufnahmen vom 10.5.2025 in der Kölner Musikhochschule
Am Mikrofon: Leonie Reineke
Gibt die Freiheit und Ausdruckskraft ostdeutscher Musik von einst auch heute Orientierung?
Wir wussten alle nicht, dass wir jemals einen „Oboenchor“ in unserem Leben benötigen – gab Oboist James Austin Smith zu. Er hatte recht: Der psychedelische Klangstrudel, den mehrere im Raum verteilte Oboen erzeugen, kann magisch sein. „Hearing Memory“ hieß das dazugehörige Projekt, die beiden Oboisten Christian Wetzel und James Austin Smith hatten es initiiert. Ein Gesprächskonzert in der Kölner Musikhochschule präsentierte im Frühjahr die Resultate: Im Mittelpunkt stand die Erinnerung an das „deutsch-deutsche Oboenduo“, das aus Burkhard Glaetzner und Ingo Goritzki bestand. Im geteilten Deutschland verband beide eine einzigartige künstlerische Partnerschaft. Seit den 1970er-Jahren schrieben sie Musikgeschichte, allen politischen Widrigkeiten zum Trotz.
23:00 Uhr HR 2 The Artist’s Corner
Stefan Pohlit: Şafakların Cihangiri für Kanun und Orchester
Was heißt „Moderne“? Die türkische Kulturrevolution war sich Anfang des 20. Jahrhunderts einig, dass sie ihr Land nur über den Umweg nach Westen erneuern könne.
Das Scheitern dieser Europäisierung und die damit verbundenen Ressentiments beschäftigen den 1976 in Heidelberg geborenen Komponisten Stefan Pohlit, der u.a. bei Wolfgang Rihm studiert hat und über zwanzig Jahre in der Türkei gelebt, geforscht und gelehrt hat, schon seit langem. In seiner Musik ebenso wie in seiner Biografie bewegt sich Pohlit zwischen europäischen und nahöstlichen Traditionen. Sein Auftragswerk „Şafakların Cihangiri“ (Die Welt der Morgenröte) für die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist dem 100. Bestehen der 1923 gegründeten Republik „Türkiye“ gewidmet und in Umfang und Ambition das längste und aufwändigste „Solo-Konzert“ für die nahöstliche Zither, Kanun.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Jazz global: Kreatives Südkorea. Mit Babette Michel
Von schamanischer Musik, höfischer Tonkunst, Pansori-Gesang, Minyo-Volksliedern, Pungmul oder Samul-Nori-Musik ist es oft nur ein kleiner Schritt bis zum Jazz! Südkoreanische Musiker*innen scheinen ihn in sich zu tragen, den Jazz als Kunst des Kreativen, Experimentellen und der Improvisationsfreude. Babette Michel entführt in Musiklandschaften, in denen sich koreanische Tradition und moderne Jazzästhetik treffen. So wie bei der Band XIIDO, die Saxofon und Posaune mit der Schalmei Taepyongso und der Bambusflöte Piri mischt. Oder bei Park Jiha, die klingende Meditationen über das Leben schafft.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Elektronische Musik
Stromlinie reloaded [25] Reese und Marcoll. Mit Michael Rebhahn
Die Musik von Kirsten Reese (1968) und Maximilian Marcoll (1981) zielt nicht auf die »Erhabenheit« ihrer Bestandteile. Grundlage ihrer Kompositionen ist kein weltflüchtiger Material- und Formenkanon, sondern die akustische Realität von Alltagsgeräuschen. Bei einer bloßen Abbildung bleibt es allerdings nicht: Feldaufnahmen, die an einer Straßenkreuzung, in einem Zug oder einer Küche entstanden sein können, werden in Reeses und Marcolls Stücken in ästhetische Zusammenhänge gesetzt, die über die schiere Wiedererkennbarkeit hinausweisen. Es entsteht eine Musik, die das scheinbar Bekannte in ein System von Assoziationen und Verunklarungen überführt.
23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht
„Das glücklichste Volk der Welt“ Eine Lange Nacht über Fremdheit und Nähe zwischen Ost- und Westdeutschland (1/2)
Von Sophie Müller vom Hofe und Andreas von Westphalen. Regie: die Autoren
Ostalgie verflogen, Fronten verhärtet, Klagen von allen Seiten: 35 Jahre nach der Einheit stellen sich alte Fragen neu. Warum fühlen sich viele Ostdeutsche bis heute nicht gesehen? Und warum gibt es so wenig echtes Verstehen zwischen Ost und West? Das glücklichste Volk der Welt stellt sich diese Fragen in sieben Episoden – persönlich, politisch und historisch. Die ostdeutsche Radioautorin Sophie Müller vom Hofe und der westdeutsche Journalist Andreas von Westphalen graben sich durch Archive, sprechen mit Zeitzeug:innen und Expert:innen – und konfrontieren auch sich selbst mit blinden Flecken. Was sie dabei entdecken: Wie nah Geschichte rückt, wenn Menschen persönlich erzählen. Geforscht wird in Gesprächen, in Büchern, in der eigenen Erfahrung. So entsteht eine Reise durch das kollektive Gedächtnis – rückwärts von heute bis 1945.