Radiotipps

Radiotipps für den 5.10.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:03 Uhr ARD Jazz. Die Nacht

Enjoy Jazz – Impressionen der letzten Jahre
Seit 1999 hat sich das Enjoy Jazz-Festival in der Rhein-Neckar-Region immer weiter etabliert. Konrad Bott präsentiert Aufnahmen aus den letzten Jahrzehnten.
Ein Festival für „Jazz und mehr“ so ist das Enjoy Jazz überschrieben. Was oberflächlich nach halbgarem Marketing-Gag klingt, ist seit 1999 zu einem feinen Balanceakt geworden – zwischen tiefgreifender Jazz-Tradition und wachem Entdeckergeist. Konrad Bott hat mit dem Festivalleiter Rainer Kern gesprochen und in unserem Aufnahmen-Archiv gegraben, um Ihnen Highlights vom Enjoy Jazz präsentieren zu können, die der SWR aufgezeichnet hat.


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

Österreichischer Jazzpreis + INNtöne 2025
Pianist Hans Koller und seine Band bei den INNtönen 2025


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Von innen hören“ Maryanne Amacher und eine Musik, die im Kopf entsteht. Von Leonie Reineke
Was außen beginnt, vollendet sich im Innenohr: Maryanne Amacher macht mit otoakustischen Emissionen das Hören selbst zur Komposition.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Der Bienenpädagoge Fritz Höfler im Gespräch mit Anna Seibt
Bienen und Bäume liegen ihm am Herzen. Um beide – Pflanzen und Tiere – kümmert er sich mit Leidenschaft. Als Dozent und Bestäubungsimker gibt er sein Wissen weiter. Und wenn dann noch Zeit ist, läuft der studierte BWLer auch mal einen Marathon.


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Der Vater der Propaganda: Wie Edward Bernays Massen manipulierte. Von Manuel Gogos
Edward L. Bernays gilt als Vater der Propaganda. Der Neffe Sigmund Freuds versuchte mithilfe der Tiefenpsychologie seines Onkels die US-Gesellschaft zu manipulieren. Der erste Spin-Doktor der Politik wollte die Massen kontrollieren.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Der gute Gott von Manhattan“ von Ingeborg Bachmann
Regie: Fritz Schröder-Jahn BR/NDR 1958

„Der gute Gott von Manhattan“ ist ein Klassiker der Hörspielgeschichte. 1958 erhielt Ingeborg Bachmann dafür den Hörspielpreis der Kriegsblinden. In der Begründung der Jury heißt es: „Mit dem Versuch, die Problematik und Dialektik der Liebe in der Großstadtwelt zu erfassen, ist hier ein unverwechselbares Liebesgedicht gelungen, entgegen den aus Film und Illustrierten gewohnten Klischees. Das wird mit einer Intensität und einem Ernst dargestellt, wie es dem Thema allein gemäß sein kann, dazu aber auch mit bezwingendem poetischem Reichtum.“


16:00 Uhr radio 3 Das Berlin Hörspiel

„Auch wenn es dunkel ist“ Von Sharon On und Dirk Laucke
Produktion: rbb 2025 Ursendung
Am 7. Oktober 2023 überfällt die Terrormiliz Hamas Israel. Sie mordet, erniedrigt, vergewaltigt, entführt und überträgt ihre Taten teilweise per Livestream. Hörspiel mit O-Tönen und Berichten von Überlebenden und Angehörigen.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

„Ich sitze fast jeden Abend in einem Konzert“ – Musikmanager Karsten Witt
Er hat das Business von allen Seiten kennengelernt: als Geschäftsführer von Orchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Ensemble Modern, als Konzertveranstalter in Wien und in London sowie als Labelchef bei der Deutschen Grammophon. Heute betreibt Karsten Witt sein eigenes Künstlermanagement in Berlin.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

Provinzbriefe (1/2)“ Hörspiel in Briefen von Barbara Honigmann
Regie: Ulrich Gerhardt (Produktion: SWR 2000)

Anna Herzfeld, eine junge jüdische Frau aus Ost-Berlin, arbeitet Mitte der 70er Jahre kurzzeitig an einem Prenzlauer Provinztheater. Per Brief tauscht sie sich mit ihren Künstlerfreunden aus, die, wie sie, „jung, nicht etabliert“ sind. Dabei bilden die Geschichte einer Liebe und die Reibung an den Literatur- und Kunstdirektiven der SED das Kerngerüst der Handlung. Unter hierarchisch observierten Lebensverhältnissen entspinnt sich mit viel Lust am Anarchischen ein horizontales Netz von Briefeschreibern, das von der Hauptstadt in die tiefste Provinz und bis Moskau und Jerusalem reicht.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Traumjagd“ Nach Motiven von Milorad Pavić
Bearbeitung: Viola Altrichter. Regie: Götz Fritsch

Komposition: Peter Zwetkoff Ton und Technik: Helmuth Schick und Renate Heinzmann
Regieassistenz: Christoph Müller HR/DeutschlandRadio Berlin 1996
Drei Historiker stoßen 1982 in Istanbul auf ein uraltes Geheimnis, dem schon im 17. Jahrhundert drei Forschende auf der Spur waren: Aber die heilige Chasaren-Schrift über den Urmenschen Adam will offenbar nicht enträtselt werden.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Rita Payés & Andrea Motis (1)
hr-Bigband feat. Rita Payés (tb), Andrea Motis (tp) cond. by Ansgar Striepens, Rheingau Musik Festival, Schloss Johannisberg, Cuvéehof, Juni 2025, Teil 1


20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Christian Tjaben

Von Flugschreibern und dem Großen Preis
Die Woche liefert eine volle Packung ByteFM-Diversität ins Neuland-Album-Releases-Postfach: Indie-Rock/Alt-Pop Standardware, einen Yacht-Rock-Klon, die No-Wave-Disco-Post-Punk Schnittmenge unseres Albums der Woche von Automatic, ein gediegenes Blues-Derivat, einen waschechten Country-Veteranen, Mod-Revival-Revivalisten, einen Alt-Krauter, türkisch-balearische Psychedelik, gewohnt schön gegenwärtigen UK-Jazz, DIY-Divas, Female Rage, einen psychoanalytischen Ambient-Score, Slow-Mo-Americana, Zither, Posaune, Balafone – quasi alles, was das Herz begeht. Mit Say She She, Jesper Munk, Conrad Schnitzler, Alfa Mist, Molly Nilsson, Kelly Moran, Nala Sinephro und anderen.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Beethovenfest Bonn“ Beethoven-Haus Bonn
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio D-Dur op. 70/1 „Geistertrio“
George Walker: „Music for Three“
Peter Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll op. 50 „À la mémoire d’un grand artiste“
Mathieu van Bellen, Violine; Ori Epstein, Violoncello
Omri Epstein, Klavier
Aufzeichnung vom 25.09.2025


20:03 Uhr das ARD radiofeature

„Cash Cow Flüchtlingsheim“ Doku über Profite mit Geflüchteten
Von Till Uebelacker WDR 2025

Die Unterbringung von Geflüchteten ist für den Steuerzahler teuer – und für manche ein Riesengeschäft. Jeder dritte Auftrag für Management und Sozialarbeit in landeseigenen Sammelunterkünften und Aufnahmeeinrichtungen geht an private Unternehmen. Nur drei von 16 Ländern setzen ausschließlich auf Wohlfahrtsverbände oder betreuen die Geflüchteten selbst.
Der größte Player der privaten Betreiber und Dienstleister in Deutschland ist das britische Unternehmen Serco. Es betreibt jede fünfte Sammelunterkunft bzw. Aufnahmeeinrichtung der Bundesländer. Insgesamt 120 Unterkünfte mit 100.000 Geflüchteten. Der Konzern macht weltweit fünf Milliarden Euro Umsatz. Als Dienstleister für das Militär, Grenzschutzbehörden und Gefängnissen. Die wichtigsten Anteilseigner sind große Finanzkonzerne und Vermögensverwalter wie J.P. Morgan, Vanguard, Fidelity oder BlackRock.
Seit Monaten steht das britische Unternehmen in der Kritik. Die Vorwürfe: schlechte Versorgung, zu wenig Personal, unzureichende Betreuung von Geflüchteten. Mitarbeitende berichten von hohem Kostendruck im Betrieb, Whistleblower und geheime Geschäftsberichte zeigen gleichzeitig hohe Renditen. Vorwürfe, die das Unternehmen stets zurückgewiesen hat.
Neue Recherchen des „ARD radiofeatures“ zeigen nun: Viele Bundesländer setzen weiter vorrangig auf den Preis in den Vergaben. Hohe Qualitätsstandards, scharfe Kontrollen und Sanktionen der Dienstleister – all das spielt offenbar eine untergeordnete Rolle. Zur Abschreckung von Migranten seien schlechte Zustände in den Massenunterkünften sogar teilwiese willkommen, sagen Fachleute.
„Cash Cow Flüchtlingsheim“ wirft einen kritischen Blick auf ein System im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Verantwortung und privatem Gewinninteresse – und fragt: Wie sollte die Unterbringung Schutzsuchender in einem Sozialstaat organisiert sein?


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Think Small – Die Kunst des Duospiels
Aki Takase, Klavier + Daniel Erdmann, Saxophon
Aufnahmen vom 30. März 2025 aus der Insel, Wuppertal
Avi Avital, Mandoline + Omer Klein, Klavier
Aufnahmen vom 20. März 2025 aus der Kaiser Friedrich Halle, Mönchengladbach
Chris Potter, Saxophon + Craig Taborn, Klavier
Aufnahmen vom 31. März 2025 aus dem Stadtgarten, Köln


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Reihe: Wirklichkeit im Radio“ ticken, flüstern, rauschen – Akustisches Erzählen im Radio
Von Marianne Weil Regie: die Autorin Mit: Britta Steffenhagen und der Autorin
Ton: Jean Szymczak Deutschlandfunk Kultur 2020

Wir sind wild auf Geschichten aus der Realität und wollen sie HÖREN. Sonst könnten wir ja auch ein Buch lesen. Was können Geräusche? Was können Wörter? Das Feature ist Teil des Projekts „Wirklichkeit im Radio“ zur Geschichte des Features: wirklichkeitimradio.de


21:03 Uhr Bayern 2 Zündfunk extra

„The History of Rock’n’Roll“: HipHop (2/2)
„HipHop in Deutschland“ The History of Rock‘n’Roll as told in our Radio Show
Von Markus Köbnik

Im Lauf seiner über 40-jährigen Geschichte hat der „Zündfunk“, das Szenemagazin des Bayerischen Rundfunks, unzählige Musiker getroffen und interviewt. Im Archiv des BR lagerten weitere Juwelen. Michael Bartle ist für die insgesamt 10-teilige Serie „The History Of Rock’n’Roll“ ganz tief in das Interview-Archiv gestiegen und hat exklusive Schätze gefunden. Anhand der Interviews mit den großen und kleinen Helden der Popgeschichte erzählen wir nun eine „oral history of rock’n’roll“ – manchmal im englischen Original, manchmal mit deutscher Synchronstimme, abhängig davon, in welcher Qualität die Bänder, Kassetten und Studiomitschnitte noch aufzutreiben waren. Immer assoziativ, meist in der Zeitachse halbwegs chronologisch, oft mit unerwarteten Gesangseinlagen, exklusiven unpluggeds – alles ohne belehrende Moderation und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Im dieser Folge dreht sich alles um Entstehung und Entwicklung von HipHop in Deutschland. Mit Interviews von Sido, Fettes Brot, Fischmob, Torch, Fanta 4, Dendemann, Beginner und vielen mehr.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

„Sonic Wilderness“ Von Ulrich Kriest


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

Popcast – Neue Musik aus Deutschland
Neue Alben aus Deutschland von Die Höchste Eisenbahn bis Peki Momés. Mit Ralf Summer
Erster Nachtmix-Sonntag im Monat: wir bringen die Radio-Version des Popcast. Der Popcast ist ein Podcast von Goethe Institut und Zündfunk/Bayern2, in dem monatlich fünf neue Alben vorgestellt werden, die in Deutschland entstanden sind. In der Oktober-Ausgabe stammen die neuen Werke von Die Höchste Eisenbahn, Raz Ohara, Peki Momés, Laura Lee & The Jettes und rRoxymore: Indie-Pop, Indietronica, Turkish City Pop, Garage und Electronic die Genres. Alle Artists sprechen auch über ihre neuen Platten: über die Sounds, Texte und Konzepte. Allesamt faszinierende KünstlerInnen!


23:03 – 02:00 Uhr SWR Kultur Hörspiel

Imiona nurtu. Die Namen der Strömung
Ein Hörspiel-Oratorium von Kai Grehn unter Verwendung der Sterbebücher von Auschwitz und von Gedichten von Tadeusz Borowski
Übersetzung aus dem Polnischen: Kai Grehn und Aleksandra Ambrozy
Regie: Kai Grehn
Unterstützt wurde das Projekt durch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, die „A und A Kulturstiftung“ und die „Berthold Leibinger Stiftung“. (Produktion: SWR 2025 in Kooperation mit DLF – Premiere)


23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik

Pantheon der Neuen Musik [03] Xenakis. Mit Anja Renczikowski
Kaum ein Komponist hat Musik und Architektur so eng miteinander verbunden wie Iannis Xenakis. Baukunst und mathematische Disziplinen waren für ihn Inspiration für seine Musik, gleichsam übertrug er seine Klangskulpturen in die Architektur.

Skizzen und Berechnungen des Philips Pavillons der Brüsseler Weltausstellung 1958, den er gemeinsam mit dem Architekten Le Corbusier konzipierte, übertrug er auf Musik, die wie plastische geformt den Raum erfüllt. In der Verbindung von mathematischen und philosophischen Prinzipien sowie den Ideen der griechischen Antike entwickelt seine Musik einen archaisch anmutenden und mitunter rauschhaften Klangsog.

Metastaseis (1954) für Orchester
Orchestre Philharmonique Du Luxembourg, Arturo Tamayo (2006)

Akrata (1964-65) für 16 Bläser
Orchestre Philharmonique Du Luxembourg, Arturo Tamayo (2004)

Tetras (1983) für Streichquartett
JACK Quartet (2009)

Pléiades: Mélanges (1979) für sechs Schlagzeuger
Les Percussions De Strasbourg (1988)


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