Radiotipps

Radiotipps für den 5.9.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„Entf (Backspace)“ Von Yvette Janine Jackson
Musik: Radio Opera Workshop – Tommy Babin (bass), Amy Cimini (electric viola), Judith Hamann (cello), Jonathan Piper (tuba)
Deutschlandfunk Kultur/Cashmere Radio 2025
Mit freundlicher Unterstützung des Visby International Centre for Composers
Yvette Janine Jacksons immersives Hörstück verknüpft historische Ereignisse mit drängenden gesellschaftlichen Fragen vor dem Hintergrund der Raumfahrttourismus-Industrie.


01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Global

Moderation: Olga Hochweis
Vier Stunden Musik aus vier zentralasiatischen Ländern: Kirgistan, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan: junge Staaten mit uralter Geschichte – und vielgestaltiger Prägung durch nomadische wie auch höfische Kultur entlang der Seidenstrasse – aber auch durch spektakuläre Naturlandschaften. Einflüsse dieser überwiegend turksprachigen Welt reichen von Persien bis hin zu arabischen, chinesischen oder mongolischen Klängen und werden hörbar in der Musik. Ein überwältigender Klangkosmos.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

Ost und West bei den NDR-Jazzkonzerten 2024
Das Saxofon-Klavier-Duo Ariel Brínguez/Iván Melon sowie Pianistin Shuteen Erdenebaatar samt Quartett in Hamburg

Der Ruf des Jazz und ein Stipendium hat die 1998 geborene Pianistin Shuteen Erdenebaatar als 20-Jährige von Ulaanbaatar nach München geführt. Die deutsche Sprache hat sie damals in ebenso kurzer Zeit akzentfrei erlernt wie die Sprache des Jazz. Doch in Windeseile hat sie dabei auch ihre ganz eigene musikalische Ausdrucksweise entwickelt, in der sie bisweilen auf subtile Weise auf ihre mongolische Heimat Bezug nimmt, wie sie 2023 in ihrem Debütalbum „Rising Sun“ eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Längst ist Shuteen Erdenebaatar wichtiger Teil der deutschen Jazzszene, regelmäßig ist sie im Münchner Jazzclub Unterfahrt zu hören, und ihr Quartett wurde mit dem Deutschen Jazzpreis 2024 in der Kategorie „Ensemble des Jahres“ ausgezeichnet. Mit Jakob Manz (Saxofon und Flöte), Nils Kugelmann (Bass) und Valentin Renner (Schlagzeug) war Shuteen Erdenebaatar am 12. Dezember 2024 im Rahmen der NDR-Jazzkonzerte im Rolf Liebermann Studio des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg zu Gast.
Am selben Abend spielten dort auch noch zwei andere weitgereiste Musiker, die von Westen gekommen sind, um Europas Jazzszene zu bereichern. Saxofonist Ariel Brínguez und Pianist Iván „Melon“ Lewis leben seit vielen Jahren in Madrid, die Musik ihrer Heimat Kuba aber bleibt in ihrem Spiel lebendig – speziell auf ihrem im Oktober 2024 erschienenen Duo-Album, das sie passenderweise „Alma En Cuba“ genannt haben und dessen – wie im Titel anklingt – von Kuba beseelte Musik sie auch bei ihrem Auftritt in Hamburg erklingen ließen.


19:00 Uhr ByteFM Tiefenschärfe mit Dirk Domin

From The Hood, For The Hood
„From the hood, for the hood“ ist das Motto des jungen Labels Hood Records aus Bern, auf dem gerade eine tolle Platte von Christopher Rau erschienen ist. Teilweise mit Vocals und das mit den Vocals gilt sogar gänzlich für eine EP der jungen, sympathischen Anna Schreit, die zur Freiheit und zum Tanzen aufruft: 2 B Free EP!
Und einen ausführlichen Einblick in das Live-Mixtape von Eoism, was gerade bei Funkscapes erschienen ist, gibt es auch.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Anne Paceo auf Spurensuche im Meer & mehr Musik grenzenlos
Durch einen Tauchurlaub vor einigen Jahren wurde die 1984 geborene französische Jazz-Schlagzeugerin Anne Paceo auf die Idee gebracht, ein ganzes Album der mythisch-imaginären Stadt Atlantis zu widmen.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Silbermanntage“ Live aus dem Lokschuppen Chemnitz-Hilbersdorf
Henry Purcell: Suite „Thee fairy Queen“
Georg Philipp Telemann: Suite „Les Nations” TWV 55:B5
Charles Avison: Concerto grosso Nr. 5 d-Moll nach Domenico Scarlatti
Largo – Allegro – Andante moderato – Allegro
Jean Philippe Rameau: Suite „Les Indes galantes“
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066
European Union Baroque Orchestra
Leitung: Enrico Onofri


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Musikfest Bremen 2025 „Eine große Nachtmusik“
Werke von Bizet, Rachmaninow, Pärt, Avison, Händel, Scarlatti, Corelli
(Auszüge aus den Eröffnungskonzerten am 16. August 2025 in Bremen)


20:03 Uhr Bayern 2 Salon Hörspiel & Podcast

Gabalier – Hinter der Lederhose (1/4) Hallihallo – Ich bin der Andi
Von Carrie Kremer Regie: Ron Schickler BR 2025
Die Pranke der Natur (und wir Menschen) (1/2) Von Alexander Kluge
Komposition: Gustav (Eva Jantschitsch) und Ikue Mori
Regie: Karl Bruckmaier BR 2011


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Faust in Wümme“ Als die Avantgarde ins Dorf kam. Von Fritz Tietz
Regie: Matthias Kapohl Deutschlandfunk 2021

Im Herbst 1971 erschien ihre erste LP. Sie floppte desaströs, wie kurz darauf auch die zweite. Heute gilt die Musikgruppe Faust als eine der bedeutendsten Krautrock-Bands Deutschlands, mit Fans in Großbritannien und den USA.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

„Weite (D/USA)“ Aufnahme vom 13.1.2025 im KuBa, Jena. Mit Tim Schauen
Die Band Weite ist 2022 aus einer Phase des konzertlosen Stillstands entstanden und sie ist enorm kreativ: Ingwer Boysen, der mit Elder-Frontmann Nick diSalvo und Elder-Gitarrist Michael Risberg auch bei delving spielt, hat das Projekt Weite ins Leben gerufen. Seine Idee: In wenigen Tagen jammend ein Album zu komponieren und einzuspielen. Ein Jahr nach „Assemblage“ ist 2024 das zweite Weite-Album erschienen. Darauf: Instrumentaler Psychedelic- und Stoner Rock mit gelegentlichen Ausflügen in den Jazz. Und trotz fast identischem Personal gibt es zwischen Weite und dem auch im Sound sehr ähnlich angelegten Kollegen-Projekt delving: Bei Weite trommelt Nick diSalvo, während er bei delving Gitarre spielt und Tasten bedient. Und die Songs von Weite sind vielleicht in Summe etwas mehr rockig zupackend als delving mit seiner etwas ambient-lastigeren Textur. Aber die Möglichkeit, zu Rock-Musik zu meditieren ist bei beiden Bands gegeben – heute also im Angebot: Weite.


22:01 Uhr Ö1 Spielräume – Nachtausgabe

Zum 100. Geburtstag von B. B. King. B. B. King (1925-2015), einer der Pioniere des elektrischen Blues
Er war einer der drei Könige des elektrischen Blues: Neben Albert und Freddie komplettiert B. B. King dieses Triumvirat.

Das B. B. in seinem Namen steht für „Blues Boy“, und das ist wiederum eine Abbreviation für das Pseudonym „Beale Street Blues Boy“, mit dem Riley Benjamin King 1949 seine Karriere als Moderator bei einem Radiosender gestartet hatte. Erst in den 1950er Jahren setzte B. B. King ganz auf seine Musikkarriere, die kaum kommerzielle Einbrüche hatte, weil King seinen musikalischen Stil immer wieder ein wenig adaptierte, auch Popelemente nicht verschmähte, ohne seine Blues- und (vor allem vokal) Gospelwurzeln jemals zu verleugnen. Der Mann mit dem charakteristischen Vibrato auf seinem Gitarrenmodell der Firma Gibson, der ES-335, dem er den Kosenamen „Lucille“ gab, hat Generationen von Musikerinnen und Musikern beeinflusst. Bis ins hohe Alter war der 15-fache Vater musikalisch aktiv, 2015 starb er im Alter von 89 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas. Am 16. September jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal. Die „Spielräume Nachtausgabe“ würdigt einen ikonischen Bluesmusiker. Die Gäste dieser Livesendung, welche auch live musizieren werden, sind die Sängerin Susanne Plahl sowie Siggi Fassl und Florian Trummer.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Jurij Diez, Schauspieler
Geboren in Kasachstan, hat Jurij Dietz in Russland seine Schauspielausbildung absolviert. Mit seiner Familie kam er 2002 als Spätaussiedler nach Deutschland. Trotz schwierigem Start und ohne deutsche Sprachkenntnisse schaffte er es, sich als Schauspieler zu etablieren. Im Februar war er zu Gast bei „Eins zu Eins. Der Talk“.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Lied- und Folkgeschichte(n)

Cellistin, Sängerin und Produzentin: Die kubanische Musikerin Ana Carla Maza
Am Mikrofon: Camilla Hildebrandt

Im Alter von nur fünf Jahren komponierte die gebürtige Kubanerin ihre erste Melodie, mit zehn gab sie ihr erstes Konzert, mit 17 ging sie nach Paris an das Musikkonservatorium: Ana Carla Maza ist Sängerin und Komponistin, aber nicht nur das – sie lebt mit und durch das Cello. „Das Cello verbindet sich mit der Seele und Leidenschaft“. Das spiegelt sich auf ihrer aktuellen CD „Caribe“ wider. Das Album bedeutet für Ana eine große Veränderung, denn sie ist sowohl Songwriterin, Musikerin als – erstmals – auch Produzentin. „Frauen gibt es immer noch viel zu Wenige in diesem Bereich.“ Freunde und Musiker rieten ihr, einen Musikproduzenten zu engagieren. Ana jedoch sagte, „Danke für den Ratschlag, aber ich werde das tun, was in meinem Herzen geboren wurde, nämlich diese Herausforderung annehmen.“


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Der hat mich hergestellt …“ Eduard Hanslick als Förderer Antonín Dvořáks
Von Richard Schroetter DeutschlandRadio Berlin 2004

Eduard Hanslick, enger Freund des Komponisten Johannes Brahms, war der erste Berufskritiker im 19. Jahrhundert und förderte maßgeblich junge Talente. Sein Anspruch an die zeitgenössische Musik war sehr eng gefasst und orientierte sich ausschließlich an Brahms. Als er die Musik des noch mittel- und namenlosen Antonín Dvořák kennenlernte, war er begeistert, förderte ihn mit einem Stipendium und verhalf ihm zusammen mit Brahms zu seiner späteren Berühmtheit.


23:00 Uhr ByteFM Dunstkreis mit Sofia Hoffmeister

#Wiederholungsbedarf
Zwischen elektronischen Experimenten, verträumtem Indie und wuchtigen Gitarrensounds steht diese Ausgabe ganz im Zeichen der Soundsymbiose dieser Elemente. Die Indie-Sleaze-Ära feiert ihr Comeback; iPod-Nano-Vibes sind vorprogrammiert. Die 2000er Nostalgie bestimmt Look und Feel aktueller Popmusik. Verknarzte übersteuerte Synthesizer und wabernde Pads, die Erinnerungen an verknotete Kabelkopfhörer im Schulbus wecken.


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

Lost and Found: Perlen aus der Popgeschichte. Mit Michael Bartle
In die heutigen Freitags-Ausgabe haben es unter anderem Musik-Perlen von Kris Kristofferson, Pink Floyd, Patti Smith und Spoon geschafft.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Weltwunder der tiefen Töne – Der Jazzbassist Jimmy Blanton. Von Hennig Sieverts
Aufregend neues Kreativ-Fundament im Orchester von Duke Ellington, erster großer Solist am Jazz-Kontrabass: In seiner nur zweieinhalbjährigen Karriere (1939-42) wurde Jimmy Blanton zum „Vater des modernen Bass-Spiels“ (Percy Heath).


(Visited 57 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.