Radiotipps für den 8.3.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht
Klassiker, neue Alben und Live-Musik. Mit Marcus Woelfle
Jazz Talk mit Barbara Ruland und Bernd Lhotzky zum 20. Todestag von Hans Ruland
Der dänische Geiger Svend Asmussen
00:05 Uhr Ö1 Jazznacht
Susanna Ridler über „Greatest Little Hits I + II“
Susanna Ridler im Gespräch; Ingebrigt Håker Flaten (Exit) Knarr beim Jazzfestival Saalfelden 2025; Feministische Stimmen aus der österreichischen Jazzszene zum Internationalen Frauentag
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Drehmomente und Hebelwirkungen“ Positionen der kinetischen Klangkunst
Von Hubert Steins (Wdh. v. 24.02.2026)
Kunstwerke mit beweglichen Elementen werden in der Kunsttheorie als kinetische Kunst bezeichnet. Auch in der Klangkunst ist die Kinetik in vielen unterschiedlichen Ausprägungen ein wichtiges Prinzip.
13:00 Uhr HR 2 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen
Madrigal mit Jazztrompete – Die Wiederentdeckung der Renaissance
Die Klangwelten der Renaissance sind geprägt von der sakral-andächtigen Stimmung des mehrstimmigen Chorgesangs. Dafür interessieren sich auch noch die Musiker von heute. Mit ihren modernen Mitteln sorgen sie dafür, dass die 500 Jahre alte Musik wie neu klingt.
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person: Die Dokumentarfilmerin Katrin Wegner im Gespräch mit Maja Ellmenreich
Monatelang hat sie den Klinikalltag mit ihrer Kamera begleitet: für die ARD-Doku „Akutstation Psychiatrie“. Eine ihrer vielen Arbeiten über Menschen am Rande der Gesellschaft. Ausgleich findet sie im Schreiben. Jüngst ist ihr erster Roman erschienen.
14:04 Uhr SWR Kultur Feature
Von hier aus kann man das Meer sehen – Ein Stück Tonarchiv. Von Jean-Claude Kuner
Jean Claude Kuner schaut zurück auf sein Leben als Radioautor. Auf Kisten voller Bänder und Festplatten. Eingefroren darauf Erinnerungen, Klänge und Begegnungen. Während er die Reise in sein eigenes Archiv unternimmt und die Töne aus ihrer Erstarrung befreit, entsteht die Erzählung einer Epoche, die von Weltkriegen, Verfolgung und Diskriminierung geprägt war und unsere Gegenwart bestimmt. Gleichzeitig erzählt sein Stück aber auch von der Faszination, mit Tönen und Klängen Geschichten zu erzählen, um äußere und innere Welten mit den Ohren zu bereisen.
15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie
GUSTAV MAHLER – Wo die schönen Trompeten blasen – Kindheit in Iglau
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (1/10)
15:04 Uhr SWR Kultur Das Musikporträt
Die Dirigentin Anu Tali. Von Friederike Kienle
„Mein Instrument ist der Mensch“, sagt Anu Tali. Für die estnische Dirigentin ist Musik eine subtile Kommunikation – eine Kraft, „die die Welt besser macht“. Nach Studien in Tallinn, Helsinki und St. Petersburg gründete sie gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Kadri Tali 1997 das Nordic Symphony Orchestra. 2003 erhielt sie den Echo‑Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“. Sie war Chefdirigentin des Sarasota Orchestra und arbeitet mit Spitzenorchestern wie DSO Berlin, BR-Symphonieorchester, Tokyo Philharmonic. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Musik zeitgenössischer Komponisten aus ihrer Heimat.
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
„Der Beat ist die Revolution“ Der Schriftsteller Peter Schneider. Von Theo Roos
Peter Schneider, Sohn eines Kapellmeisters, ist mit Musik groß geworden. Zum Solo-Violinisten fühlte er sich nicht berufen, er wurde Schriftsteller. Jetzt ist der große Chronist der 68-Bewegung gestorben.
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Papa Joe & Co.“ von Herbert W. Franke
Regie: Heiner Schmidt BR 1976
In einem utopischen Neu-Amerika hat sich eine Clique von Machthabern etabliert, die religiöse Inhalte in Verbindung mit neuartigen Massenmedien zur Sicherung ihres Systems missbraucht. Europäische Diplomaten besuchen dieses Neu-Amerika: Untergrund steht gegen Regierung – und technische Manipulations-Möglichkeiten beeinflussen die Gehirne und das Bewusstsein der Menschen. Kommt es zum von den Europäern erhofften Umsturz? Wird das Manipulationssystem zerstört? Oder kann es für humanistische Zwecke eingesetzt werden?
15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera
„Ambivalenter Art Rock“ Die englische Band Ulrika Spacek. Von Anke Behlert
Was haben Hochspringerin Ulrike Meyfahrt und Schauspielerin Sissy Spacek gemeinsam? Einen Bandnamen!
Um Verwirrungen von vornherein auszuschließen: Hinter dem Namen Ulrika Spacek steht eine Band, keine Solokünstlerin. Die fünfköpfige Gruppe stammt aus England und ihr Bandname ist eine Kombination aus den Namen der deutschen Leichtathletin Ulrike Meyfarth und der Hollywood-Schauspielerin Sissy Spacek. Gitarrist und Sänger Rhys Edwards gründete Ulrika Spacek 2014 mit Weggefährten aus anderen musikalischen Projekten. 2015 spielte die Band ihr erstes Konzert in London, 2016 erschien das Debütalbum „The Album Paranoia“. Ihre raumfüllende Musik zwischen Art- und Postrock lebt von Stimmung, Textur und Atmosphäre, weniger vom klassischen Songwriting. Das gilt auch für das kürzlich erschienene vierte Album „Expo“. Darauf spiegelt das Quintett analoge Instrumente mit elektronischen Klängen und widmet sich der Ambivalenz heutiger Lebenswelten zwischen digitaler Einsamkeit und menschlicher Nähe.
17:00 Uhr radio 3 Das Gespräch
„Das andere Amerika zeigen“ Ann Wertheimer, Vorsitzende von American Voices Abroad Berlin, im Gespräch Am Mikrofon: Katrin Heise
„Ich bin nicht wie die Kriegstreiber.“ Das war das Bewusstsein der US-amerikanischen Berliner, die zu Beginn des Irakkriegs vor über 20 Jahren den Verein „American Voices Abroad Berlin“ gründeten. Eine von ihnen war Ann Wertheimer. Heute ist sie Vorsitzende des Vereins und erhebt ihre Stimme gegen Trump-Amerika. Ihre Eltern waren vor den Nazis aus Deutschland in die USA geflohen. 1971 ging sie als Lehrerin für ein Austauschjahr nach Berlin und blieb wegen der aufregenden Stadt und der Liebe zu ihrem späteren Ehemann.
Katrin Heise spricht mit Ann Wertheimer über das wechselhafte deutsch-amerikanische Verhältnis – im Großen wie im Kleinen.
17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial
Das Akkordeon in Frauenhand
Akkordeonistinnen aus aller Welt zum Internationalen Frauentag
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März stehen die „Spielräume Spezial“ ganz im Zeichen österreichischer und internationaler Akkordeonistinnen. Das Akkordeon – Instrument des Jahres 2026 – ist irgendwo zwischen Volksmusik, Jazz, Klezmer und zeitgenössischer Musik verortet und zeigt sich dabei als facettenreiches Instrument mit großer Bandbreite. Internationale Größen wie Maria Kalaniemi, Johanna Juhola oder Lívia Mattos stehen ebenso für die Vielfalt des Akkordeons wie herausragende österreichische Musikerinnen, darunter Marie-Theres Stickler, Heidelinde Gratzl, Franziska Hatz oder Nachwuchsakkordeonistin Pia Madlener u.v.m. Auch beim aktuell laufenden 27. Internationalen Akkordeonfestival zeigt sich deutlich, dass Akkordeonistinnen nicht mehr aus dem Programm wegzudenken sind.
Die „Spielräume Spezial“ mit einer musikalischen Entdeckungsreise, die internationale und heimische Akkordeonistinnen ins Zentrum stellt.
18:00 Uhr HR 2 Feature
An vorderster Front
Doku über die Stationierung der Bundeswehr in Litauen von Tom Schimmeck
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Thrillbox (2)
hr-Bigband feat. Vincent Peirani, cond. by Magnus Lindgren, Staatstheater, Darmstadt, März 2018, Teil 2
19:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
„Der Verschollene (1/2)“ Nach dem Romanfragment von Franz Kafka
Bearbeitung und Regie: Beate Andres
Ton: Johanna Fegert und Waltraud Gruber
SWR 2011
Der 17-jährige Karl Roßmann wird nach einem Skandal von seinen Eltern nach New York verfrachtet. Ungenügend vorbereitet trifft er im Hafen ein und freundet sich noch an Bord mit einem Heizer an. Eine Begegnung, die seine Ankunft prägt.
19:04 Uhr WDR 3 Hörspiel
22 Bahnen. Von Caroline Wahl
Uni, Arbeit im Supermarkt, Schwimmen. Tildas Leben ist streng getaktet rund um ihre kleine Schwester Ida. Die Mutter ist alkoholkrank und nicht nur in puncto Verantwortung keine Hilfe, sondern genau das Gegenteil.
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Christian Tjaben
Katzenjammer
Viel großartige Musik und bisweilen gedrückte Stimmung. Während Album-der-Woche-Künstlerin Mitski aus ihrem Unbehagen der Welt gegenüber erfolgreich große Songwriting-Kunst macht, die auf ihrem neuem Werk zur gemeinsamen Realitätsflucht einlädt, sind auch Bonnie „Prince“ Billy, The Delines, Souad Massi, Dagmar Zuniga oder Das Bisschen Totschlag keine wirklichen Stimmungskanonen, also ungeeignet für ausgelassene Betriebsfeiern oder ähnliches. Recht so. Da wirkt selbst Beth Gibbons fast schon vergnügt. Die ist, wie das Duo von Arooj Aftab und Beck oder Young Fathers im Neuland zu hören, weil War Child UK mit der Compilation „Help (2)“ mal wieder erfolgreich das Unerträgliche (Leid) mit dem karitativ Hilfreichen verbinden: War Child International engagiert sich zugunsten von Kindern in Krisengebieten (eine klassische NGO – nehmt das, Kulturkrieger der falschen Seite) und hat darum einen Ehrenplatz in Christian Tjabens Übersicht der Neuerscheinungen dieser Woche.
20:00 Uhr radio3 Konzert
LIVE: Vladimir Jurowski dirigiert Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jean Sibelius: Pohjolas Tochter – Sinfonische Dichtung op. 49
Moritz Eggert: „Master and Servant“ für Schlagzeug und Orchester
(Auftragswerk des RSB, Uraufführung)
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90
Konstantyn Napolov, Schlagzeug; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski, Leitung
20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton
„Die hohe Kunst des Collagierens“ People Like Us im Zeit-Ton Porträt.
Die britische Medienkünstlerin und Radioproduzentin Vicki Bennett aka People Like Us ist eine Pionierin audiovisueller Performances. Sie arbeitet seit 1991 mit vorgefundenem Material aus Filmen und alten Vinyl-Platten und lässt mit Methoden der Collage und des Samplings Klang- und Bildwelten entstehen, die unsere mediale Gegenwart in neue Zusammenhänge setzen.
20:03 Uhr WDR 3 Konzert
From Kingston to New York: Monty Alexanders Musik-Welten
Ohne Monty Alexander würde der Ska definitiv anders klingen. Als Pianist hat er die Musik Jamaicas mit erfunden. Doch der Jazz zog ihn nach New York, wo er zu seinem einzigartigen Sound gefunden hat.
20:03 Uhr Bayern 2 das ARD radiofeature
„An vorderster Front“ Doku über den Bundeswehr-Einsatz in Litauen
Von Tom Schimmeck WDR 2026
Mit der „Brigade Litauen“ stationiert die Bundeswehr erstmals einen großen Kampfverband dauerhaft im Ausland. Ungefähr 5.000 Bundeswehrangehörige sollen künftig in Litauen „dienen und leben“ – plus Familien. Im Wald von Rūdninkai ist eine große Militärstadt im Bau – mit Unterkünften, viel Logistik und mordernsten Schießplätzen. Sie liegt nahe der Grenze zu Belarus, im Ernstfall an vorderster Front.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
„doku drops 9+10″Zusammenstellung und Moderation: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
Deutschlandfunk Kultur 2026
Was in der Luft liegt, lässt sich schwer greifen. Aber Töne können es zum Klingen bringen. Neue Kurzdokus erzählen von Stimmen im Wind, verschütteten Traditionen und den vielen Schichten der Atmosphäre.
20:58 Uhr Ö1 Zeit-Ton
„Chaoum“ von K. Klement bei Wien Modern 2025
Auf den Spuren von Sprache und Klang
Mit ihrer installativen Oper „Chaoum“ setzt Katharina Klement ihre kontinuierliche Arbeit an den Schnittstellen von Komposition, Improvisation und Performance konsequent fort. Präsentiert im Rahmen von Wien Modern 2025 steht die Ursilbe AOUM, der intonisierte Atem, der Klang, Bewegung und Raum verbindet, im Zentrum. „Chaoum“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Klang und Bedeutung, zwischen vokalem Laut und semantischem Inhalt. In der Zusammenarbeit mit der Stimmperformerin Isabelle Duthoit und mit den analogen Visuals von Sabine Maier verdichtet Klement ihre Praxis zu einer szenischen Form, in der Struktur und Offenheit aufeinandertreffen. Wir bringen Ausschnitte und ein Gespräch mit der Komponistin.
21:30 – 00.00 Uhr NDRKultur Konzert
In nomine Domini – geistliche Musik von Komponistinnen
Sinfonien und Solokonzerte von Komponistinnen bleiben bis weit ins 19. Jahrhundert Raritäten. Auf dem Gebiet von Kammermusik und Lied dagegen haben Frauen sich schon seit dem Frühbarock hervorgetan – und auch bei geistlicher Musik. Kleinbesetzte Psalmvertonungen, Motetten und Kantaten eigneten sich hervorragend für die häusliche und klösterliche Andachtspraxis. Aber Musikerinnen wie die italienischen Ordensschwestern Isabella Leonarda und Chiara Margarita Cozzolani machten sich bereits im 17. Jahrhundert auch über ihren Wirkungskreis hinaus einen Namen. Und die Mozart-Zeitgenossin Marianna von Martines hat schon als Teenager die erste von mindestens vier Messen für Soli, Chor und Orchester komponiert, die alle zu ihren Lebzeiten in Wien aufgeführt wurden. Josephine Lang schließlich widerlegt mit ihrem „Ave Maria“ für Männerchor a cappella eindrucksvoll, dass Musik von Komponistinnen Frauensache sein muss.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
„Preis der Leipziger Buchmesse 2026“ Welche Übersetzung wird gewinnen?
Moderation: Kolja Mensing und Jörg Plath
Aufzeichnung vom 03.03.2026, Literarisches Colloquium Berlin
Fünf Übersetzungen sind für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 nominiert. Fünf Präsentationen mit kurzer Lesung.
Fünf Bücher sind für den angesehenen Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Übersetzung nominiert. Wir stellen die Übersetzerinnen und Übersetzer mit ihren Romanen, Erzählungen und Gedichten aus Welt- und kleineren Sprachen vor.
23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix
Musik aus aller Welt. Mit Fatoumata Diawara, Beata Bocek, GuldGanger, Tinariwen und anderen
23:03 Uhr SWR Kultur Essay
Durchhalten – Eine Beschwörung. Von Sandra Hoffmann
Wir kommen ungefragt und gehen ungewollt. Dazwischen liegt ein Leben, das wir manchmal feiern dürfen und manchmal aushalten müssen. Kein Leben ohne Schande, keines ohne Schmerz. Das ist nicht zu schaffen, denkt man oft, das kann ich nicht aushalten; unter welchem Stein versteckt sich das Glück, das ich mir versprochen hatte? Die Autorin Sandra Hoffmann erzählt in ihrem Essay von harten Zeiten, von Krankheit, Tod und Gefahr. Und vom Rettenden auch: Der Fantasie, die sie erhält. Den Gegengiften der Verzweiflung: Pralinen, Surfen, Sonne und Liebe.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik
Frequenz Female
Wie steht es um die Gleichberechtigung in der Neuen Musik? Die Sendung zum Frauentag beleuchtet Emanzipation, Identität und strukturelle Ungleichheit. Lea Felizitas Helm zeigt, wie Komponistinnen trotz Unterrepräsentation den musikalischen Diskurs prägen – mit Werken von Meredith Monk, Tamara Miller, Jennifer Walshe, Tania León, Kamala Sankaram und Olga Neuwirth.
23:03 Uhr BR Klassik – Musik der Welt
„Das Leben ehren“ Die argentinische Komponistin und Tangosängerin Eladia Blázquez
Von Florian Heurich
Als Komponistin hat sie dem Tango neues Leben eingehaucht zu einer Zeit, als diese Musik an Popularität verlor. Als Lyrikern hat sie ein Stück des wahren Lebens in ein Genre gebracht, das sich allzu gerne in Sehnsucht verzehrte. Und als Sängerin fand sie genau die richtige Mischung aus Pathos und Natürlichkeit. Außerdem war Eladia Blázquez Pianistin und Gitarristin. Eine Allroundkünstlerin. Sie war das, was man eine Cantautora nennt. Das deutsche „Liedermacherin“ oder das englische „Singer-Songwriter“ trifft es nur zum Teil. In der Tangoszene der späten 1960er Jahre war das etwas ganz Neues.
Das Porträt einer außerhalb Argentiniens kaum bekannten Künstlerin, deren Musik die in Chile geborene und in Berlin lebende Sängerin Ana-Josefina Nickelé und der argentinische Gitarrist Federico D’Attellis in Konzerten und mit Aufnahmen auch einem deutschen Publikum vorstellen möchten.