Radiotipps

Radiotipps für den 9.10.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

Cornelius Cardew: „The great learning“ für Chor und Orgel
Oscar Foellmer, Orgel; Berliner Konzert-Chor
Sendesaal des SFB
Aufzeichnung vom 16.01.1983


17:30 Uhr Ö1 Spielräume

„We all shine on“: John Lennon
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Zum 85. Geburtstag des Ex-Beatle: Fünf Jahre John Lennon Tribute

Der erste Abend fand am 6. Oktober 2020 im Wiener Stadtsaal statt. Auf der Bühne standen Erwin Steinhauer, Erika Pluhar, Otto Lechner, Martin Klein, John Gillard, Ramona Kasheer und Lina – vereint im Wunsch, einen Songautor zu würdigen, der seit den 1960er Jahren vielen Menschen im Herzen geblieben ist.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar – Musik grenzenlos

„L’Antidote“ – Musik als Gegengift
Kann Musik die Welt retten? Wohl eher nicht. Aber mit künstlerischer Klarheit und Tiefe kann sie versuchen, ein Gegengewicht, vielleicht sogar ein Gegengift für die Zumutungen unserer Zeit zu bilden.


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk

People have the power: Warum Sozio-Kultur wichtig für die Demokratie ist
Mit Alexandra Martini und Tobias Ruhland


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„RundfunkchorLounge“ Heimathafen Neukölln
„Von Geld und Gier“ Musikalisch über den Wert der Dinge

Rundfunkchor Berlin und Gäste; Leitung: Gijs Leenaars
Aufzeichnung vom 02.10.2025


20:03 Uhr SWR Kultur Lost in Music

„Das Manifest“ Von Fanny Opitz


20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos

Die Botschaft – wie die deutsche Mauer in Albanien fiel (2/5): Das Loch
Von Anja Troelenberg und Franziska Tschinderle
Regie: Roman Ruthard Deutschlandfunk/ORF 2024

Die Nachricht vom Loch in der Mauer der deutschen Botschaft verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Land. Das Regime reagiert mit Gewalt. Doch der Sog ist nicht mehr aufzuhalten.


21:00 Uhr SWR Kultur JetztMusik

Mit NeuerMusik durch die Zeit – Das Ensemble Recherche und die Neuen Vocalsolisten. Von Michael Rebhahn
Zwei der renommiertesten Formationen für Neue Musik dürfen sich in diesem Jahr Jubilare nennen: Seit 40 Jahren besteht das Freiburger Ensemble Recherche und seit 25 Jahren sind die Neuen Vocalsolisten Stuttgart als kammermusikalisches Ensemble aktiv. In derJetztMusikzeichnen wir mit Beiträgen von Lydia Jeschke und Susanne Benda die „Lebenswege“ dieser beiden Gruppen nach und dokumentieren, wie sie musikalische Gegenwart gestaltet und Musikgeschichte geschrieben haben.


21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts

Deutschlandreise (16): Rheinland-Pfalz. Von Julian Camargo
Eine Jazzreise durchs Heimat-Bundesland unseres Autors, wo er mit verschiedenen Protagonisten der Szene spricht.

Rheinland-Pfalz hat keinen Jazzclub und keine Millionenstadt: Ludwigshafen, Mainz und Koblenz sind nicht Köln, Berlin und Hamburg. Trotzdem darf man die Jazzlandschaft im Südwesten nicht unterschätzen. Die Mainzer Musikhochschule wird jedes Jahr mehr zu einem angesagten Ort, Jazz zu studieren. Und auch wenn Clubs fehlen, hat Rheinland-Pfalz erstaunlich viele Festivals zu bieten: Von lokalen Hobbybands über junge Talente bis hin zu Weltstars kann man hier alles hören. Und auch die eigene Szene lebt – sowohl in Städten, als auch auf dem Land. Entgegen der Sparmaßnahmen, von denen man vielerorts hört, wächst der Kulturetat in Rheinland-Pfalz seit Jahren. Es gibt einen neuen Jazzverband, einen neuen Nachwuchspreis, an vielen Stellen herrscht Aufbruchsstimmung. Alles gut also? Ja und nein. Wie geht es dem Jazz in Rheinland-Pfalz, wohin entwickelt er sich und was fehlt ihm noch?


22:00 Uhr radio3 Jazz

„Nord Ost Magazin“ Das Jazzmagazin von NDR Kultur und radio3 greift aktuelle Themen auf und hat wie immer: Konzerttipps für den Norden und den Berliner Raum sowie CD-Empfehlungen.
Mit Mauretta Heinzelmann


22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Blues’n’Roots

Blues aus Detroit – The Boneshakers // Maria Muldaur mit neuem Album auf den Spuren der 1920er Jahre-Blues-Ikone Victoria Spivey // Von John Mayall geadelt: Texas Blues mit Carolyn Wonderland // Vielseitiger Chicago-Groove mit 80: Neues von Terry Hanck.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Nach wie vor Aktuell: Ethio-Jazz
Ende der 1950er Jahre wurde äthiopischer Jazz von Mulatu Astatke revolutioniert. Seitdem hat sich viel getan. Doch der Ethio Jazz lebt weiter. Manuela Krause stellt aktuelle Releases vor.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel

„Iowa“ Ein Ausflug nach Amerika
Nach dem Roman von Stefanie Sargnagel
Bearbeitung und Regie: Alice Elstner
Musik: Martin Gupper Ton und Technik: Anna Kuncio, Jakob Kainz
Regieassistenz: Daniela Gassner
ORF/Deutschlandfunk Kultur 2025
Als die Autorin Stefanie Sargnagel und die Musikerin Christiane Rösinger in der US-amerikanischen Provinz ankommen, fühlt sich das zunächst an wie alle Simpsons-Folgen gleichzeitig. Doch Iowa hält einige Überraschungen für sie bereit.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Historische Aufnahmen

„Der Meister des Herbstlaubs“ Zum 120. Geburtstag von Joseph Kosma (1905-1969)
Am Mikrofon: Michael Stegemann

Erinnerung an den Komponisten des Jazz-Standards „Autumn Leaves“ und seine harmonisch komplexen Kunst-Lieder.
„Autumn Leaves“ ist einer der berühmtesten Jazz-Standards der Musik, doch wer kennt seinen Komponisten? Joseph Kosma wurde am 22. Oktober 1905 – vor 120 Jahren – in Budapest geboren. Nach dem Studium bei Béla Bartók und einigen Jahren in Berlin als Mitarbeiter von Bertolt Brecht floh er 1933 vor den Nazis nach Paris und machte Karriere als Film-Komponist. Seine Chansons – die meisten nach Texten von Jacques Prévert – sind wahre Kunst-Lieder: Harmonisch ebenso komplex wie in ihrer Melodieführung oder ihrer Form, manchmal voller Witz und Esprit, wie z.B. „Deux escargots s’ en vont à l’ enterrement“, meist aber abgründig in ihrer bitter-süßen Melancholie – wie „Barbara“ oder eben „Les Feuilles mortes“ aus dem Film „Les Portes de la nuit“, (1946), das als „Autumn Leaves“ unsterblich wurde.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Mario Schomberg, Technischer Direktor Staatstheater Kassel
Er hat in Theatern in Peking, Teheran, Moskau oder Paris gearbeitet. Schon mit 19 als junger Bühnenarbeiter wusste Mario Schomberg – er will mal die ganz großen Theater-Projekte realisieren. Das tut er jetzt.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Die Musik von morgen“ Mit Pauls Jets, Sohn und Other lives. Mit Ralf Summer
Selten klang die Apokalypse so beschwingt, hatte so viel Stil wie bei dem Wiener Trio Pauls Jets. Ihr neues Album „Morgen sind wir Fantasy“ hat einen schwer melancholischen Touch, aber auch eine umwerfende Schräglage. Musikalisch und textlich sowieso. „Schwarzer Lotus“, das neue Album von Megaloh aus Moabit, dürfte allen Fans von alten Kung-Fu-Filmen gefallen, vor allem wenn sie nicht nur auf Jackie Chan, sondern auch auf den Wu-Tang Clan stehen. Beide begleiten Megaloh, wie er sagt, schon seit seiner Kindheit. Wie das neue Megaloh-Album ist auch „Magazin“ von Die P eine klassische Rap-Platte mit Oldschool-Flavour. Kein hypermoderner Trap, kein Auto-Tune – sondern satte Bässe, soulige Samples und fabelhaftes, bisweilen – und das ist diesmal neu – fast intimes Storytelling. Außerdem im Neuheiten-Check: Sohn, Other lives, St. Paul & Broken Bones, Jay Som, Blawan, Princess Nokia und Beatie Wolfe and Brian Eno.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Broadway Baby – Das Musical und seine Geschichte(n) (4/5). Nick Sternitzke


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Kunst zum Hören

Plädoyer an die Natur, die Einsamkeit und das Leben
Nacht-Premiere des Ö1 Hörspiels „Antwort auf den Brief von Helga“. Von Bergsveinn Birgisson

Der 90jährige Schafbauer Bjarni – gesprochen von Wolfram Berger – schreibt seiner Geliebten Helga am Ende seines Lebens einen Brief. Er zieht Bilanz und versucht herauszufinden, warum er in seinem Leben gehandelt hat, wie er gehandelt hat und fragt sich, „warum man, um alles in der Welt, eine andere Frau begehrt als die eigene, sein ganzes Leben lang, ohne jedoch irgendetwas zu unternehmen, um diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.“
Der Roman „Antwort auf den Brief von Helga“ des preisgekrönten isländischen Schriftstellers Bergsveinn Birgisson, verwoben mit der vorzeitlichen Landschaft Islands und den mittelalterlichen Isländersagas, ist ein Stück Weltliteratur. Denn die Liebesgeschichte zwischen dem Bauern Bjarni mit seiner Helga vom Nachbarhof ist beispielhaft und stellt sich universellen Fragen: Wer bin ich? Wer kann ich sein? Wer hätte ich mit Dir sein können? Wovon reden wir, wenn wir von Liebe, von Leidenschaft und Freundschaft reden?
Der Schafbauer Bjarni ergründet schonungslos und offenherzig nichts Geringeres als das Paradoxon „Mensch-Sein“, der, wie er auch einmal frei nach Apostel Paulus meint, „das Gute, das er will, nicht tut, aber das Böse, das er hasst, tut.“


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