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Release Tipp: COSMIN TRG – Ecstatic Data / Feral Note

Außergewöhnlich! Ich mag elektronische Musik. Schließlich bin ich mit u.a. Klaus Schulze und Tangerine Dream „aufgewachsen“. Und so höre ich mir immer wieder Neuerscheinungen an, in der Hoffnung etwas Interessantes zu hören. Cosmin TRG alias Cosmin Nicolae hat es geschafft, mein Interesse zu wecken und das nachhaltig. Spannende, eigenwillige Texturen und man hört viele Einflüsse, die sich in seiner Musik wiederfinden. All das hebt seine Musik aus der Masse heraus. Am Ende findet ihr noch einen klasse Mix. Alles sehr zu empfehlen!!!


Cosmin TRG. Eine einzigartige Stimme, eine eigenwillige Herangehensweise an elektronische Musik und die sichere Beherrschung von Aufführungsräumen haben Cosmin TRG zu einer der allgegenwärtigen Figuren der Left Field Music gemacht. In seiner mehr als 15-jährigen Karriere hat der in Berlin lebende rumänische Künstler Cosmin Nicolae einen vielfältigen und eigenwilligen Katalog aufgebaut.

Beginnend mit seinem 2018er-Album Semnal auf Opal Tapes und Hope This Finds You Well auf seinem eigenen Imprint Fizic, hat Nicolae eine eine vielschichtige Klangpraxis entwickelt, die spekulative Überschneidungen von elektroakustischen Experimenten, gefundenen Klängen, polyrhythmischen Exkursionen und Tableaus der vierten Welt auslotet. In letzter Zeit hat er Theaterprojekte komponiert und vertont, darunter Oedipus Rex für das Teatro Antico di Siracusa (Regie: Robert Carsen) und das zeitgenössische Tanzstück Oh Captain von Johnny McMillan für das Staatsballett Berlin. Mit einer tief verwurzelten Leidenschaft für das Kino produziert er derzeit seinen zweiten Kurzfilm und entwickelt sein Spielfilmdebüt als Autor und Regisseur. Ecstatic Data on Feral Note, sein neuestes Werk, spiegelt diese kontinuierliche Entwicklung wider und stellt eine Synthese seiner vielfältigen künstlerischen Aktivitäten dar. © Text: Label



Das Formulieren von Fragen ist für mich wertvoller als das Finden von Antworten. Wenn Absichten formuliert werden können, bleibt oft wenig Raum für das Geheimnisvolle. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich versuche, zwei Zeithorizonte auszudrücken: eine ahistorische, ursprüngliche Zeit vor der Zeit und eine tiefe, unheimliche Zukunft. Ich gebe die Vorstellung von Kontrolle auf und bewege mich stattdessen von der Mitte weg in Richtung der Mehrdeutigkeit. Das ist eine viel fruchtbarere Reise, weil es eine Bewegung ist, die einen zu anderen Möglichkeiten führen kann. Der rituelle Begriff der Ekstase ist im Anthropozän weitgehend verloren gegangen: Der körperliche Rausch, das Mentale, das Chemische haben prosaischerweise einen Zustand des Seins ersetzt, der der Sprache vorausgeht. In unserer gegenwärtigen Phase extrahieren, verwerten und Wir extrahieren, nutzen und erbrechen riesige Mengen an digitalem Schlamm, der zu unserer Seinsweise geworden ist und die Erfahrung verflacht. Gleichförmigkeit in Konformität, ethisch und ästhetisch. Zwischen unserer Körperlichkeit und unseren projizierten Avataren auf der Suche nach Dopamin-Hits und euphorischen Schmelztiegeln: Ekstatische Daten.

Cosmin Nicolae aka Cosmin TRG



01. Howlround – Cantonese Subs / Fog At 5am [The Fog Signals, 2012]
02. Ursula Bogner – Uranotypie (1978) [Faitiche, 2011]
03. Delia Derbyshire / Barry Bermange – Running [Psychic Sounds, 2014]
04. Mica Levi – Death [Milan, 2014]
05. Marcel Duchamp – Air De Paris [Philips, 1986]
06. Eric Holm – Stave [Subtext, 2014]
07. Thomas Köner ‎- Novaya Zemlya [Denovali Records, 2012]
08. Deaf Center – Low Field [Miasmah, 2006]
09. Joe Jones – Solar Music Hot House [Slowscan, 1994]
10. Greg Haines – The Tired Diary [Miasmah, 2006]
11. AER – Take Off Your Clothes [Sub Rosa, 1998]
12. Valanx – Encrypt/Decrypt [diametric., 2012]
13. Mitchell Akiyama – Strategies For Combatting Invisibility [Sub Rosa, 2005]
14. Demdike Stare – Hashshashin Chant [Modern Love, 2011]
15. Anthony Pateras – Burton [Editions Mego, 2012]
16. Toshirō Mayuzumi – Prelude For String Quartet (1961) [Deutsche Grammophon, 1968]
17. Oren Ambarchi – Murmur [Touch, 1999]
18. Delia Derbyshire / Barry Bermange – Falling [Psychic Sounds, 2014]
19. Unknown Artist – Distors Util 003
20. Roly Porter – Gravity [Subtext, 2013]
21. Lilith / Scott Gibbons – Stone.Crystal [Sub Rosa, 1994]
22. Ryoji Ikeda – Test Pattern [Raster-Noton, 2008]
23. Klangkrieg – Korpus 1 [N D, 1996]
24. Porter Ricks – Port Of Nuba [Chain Reaction, 1996]
25. Five Times Of Dust – Missile Logic T [Minimal Wave, 2013]
26. Pansonic – Toisaalta [Blast First, 2000] + Fragment 28.10
27. Autechre – VLetrmx21 [Warp Records, 1995]

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