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Release Tipp: Rodrigo Amado – The Bridge – Beyond the Margins / Trost Records

Rodrigo Amado’s „The Bridge“ könnte man als die Supergruppe des Free Jazz bezeichnen, denn neben Amado am Saxophon sind Alexander von Schlippenbach am Klavier, Ingebrigt Håker Flaten am Bass und Gerry Hemmigway am Schlagzeug zu hören. Jeder von ihnen kann auf eine lange Erfolgsgeschichte im zeitgenössischen Jazz zurückblicken. Grund genug, einen Beitrag für diesen Konzertmitschnitt zu veröffentlichen.

In diesem Quartett versammelt Amado drei seiner stärksten langjährigen Einflüsse: Der deutsche Pianist Alexander von Schlippenbach, die norwegische Kontrabassistin Ingebrigt Håker Flaten und der amerikanische Schlagzeuger Gerry Hemingway. Für Amado ist diese Band ein tiefes Eintauchen in seine eigenen prägenden Wurzeln, mit denen er sich in den letzten Jahren mehr und mehr auseinandergesetzt hat. Mit Schlippenbach, Håker Flaten und Hemingway an seiner Seite hat Amado den perfekten Kontext, um das klassische Material zu erforschen, das er als Grundlage für seine Reise als Musiker betrachtet, ein Impuls, der zum Teil von ihm und zum Teil von der Geschichte herrührt. Der Name dieses Quartetts ist nicht nur eine direkte Hommage an Sonny Rollins, sondern auch eine Brücke zwischen verschiedenen Sprachen, Hintergründen und Generationen, die durch die Improvisation miteinander verbunden sind. © Text: Trost Records


Ingebrigt Haker Flaten, Alexander von Schlippenbach, Rodrigo Amado, Gerry Hemingway / Foto: Danielle-Oosterop


Beyond The Margins wurde im Oktober 2022 während der ersten beiden Auftritte von The Bridge im Warschauer Club Pardon To Tu live aufgenommen. Das Konzert beginnt mit dem epischen 40-minütigen Titelstück. Es ist ein großartiges Beispiel für intelligente und aufregende, kraftvolle und inspirierende freie Improvisation. Das kurze „Personal Mountains“ ist, wenn überhaupt, ein perfekter „freier Monk“, von Schlippenbach. Welcher ein großer Verehrer von Monk ist. Mit „Ghosts“ von Albert Ayler endet diese Veröffentlichung. Eine große und wunderbare Verbeugung und Hommage an diesen großen Saxophonisten. Dieses Konzert ist eine perfekte Werbung für den Free Jazz und ich kann es nur jedem ans Herz und in die Ohren legen.

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