Release Tipps

Release Tipp: The Young Mothers – Better If You Let It / Sonic Transmissions Records

Nach einer sechsjährigen Pause ist die Band „The Young Mothers“ mit einem neuen Werk zurückgekehrt. Ich erinnere mich noch gut an die begeisterten Kritiken ihrer Konzerte. Die Frage ist, ob diese Begeisterung bis heute anhalten kann. Ich persönlich finde ja. Ihre Musik ist ein Konglomerat aus vielen verschiedenen Einflüssen, die ich hier nicht alle aufzählen möchte. Ihre Musik hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, wobei sie ihren rockigen Groove beibehalten hat und insgesamt heutiger klingt. Die Energie hat sich gewandelt, was ich persönlich sehr positiv finde. Insgesamt ist die Musik der Mothers nach wie vor sehr empfehlenswert. Und dann warten wir auf die Konzerte!

Nach einer sechsjährigen Pause kehren The Young Mothers mit ihrem lang erwarteten dritten Album zurück. Die Band wurde gegründet, als der norwegische Bassist Ingebrigt Håker Flaten 2009 nach Austin, Texas, zog. Als er dort auf eine unglaublich vielfältige Musikszene traf, wurde er dazu inspiriert, eine Band zu gründen, die all die verschiedenen Dinge, die er hörte, zusammenbringen würde. Er sah das Potenzial, seinen eigenen Hintergrund in Jazz und improvisierter Musik mit experimentellem Rock, Hip-Hop, elektronischer Musik und all den Dingen, die es im Crossover zwischen diesen Ausdrucksformen gibt, zu kombinieren – eine spielerische Mischung, die oft einen filmischen Flair hatte. The Young Mothers waren geboren, und in den ersten fünf Jahren spielte die Band nur live und erwarb sich schnell den Ruf, ein aufregender Act zu sein, den man gesehen haben musste. Im Jahr 2014 zeigte ihr Debütalbum „A Mothers Work Is Never Done“, dass die Live-Aufregung auch ins Aufnahmestudio übertragen werden konnte. Es folgten weitere Tourneen und 2018 das zweite Album „Morose“.

Ihre Musik ist ein Pandora-Zementmischer der Stile. Manchmal klingt die Aufhebung von Genres wie ein Frontalangriff auf die Ohren. Manchmal ist es aber auch ziemlich schön. — Thomas Rees/Jazzwise Magazine

The Young Mothers

Zwischen 2018 und 2024 passierte viel, nicht nur der Lockdown, sondern auch der Umzug von Håker Flaten von Austin in seine norwegische Heimat. Nach zahlreichen Rückschlägen im Jahr 2022 kam die Band endlich wieder zusammen und nahm das auf, was jetzt als ihr drittes Album fertig ist: Better If You Let It. Die Musik ist unverkennbar immer noch The Young Mothers – Fans werden nicht enttäuscht sein – aber die Band teilt sich jetzt die Credits für das Songwriting, ein kollektiver Ansatz, der für eine noch vielfältigere und breitere Palette an Material sorgt.

„Better If You Let It“ ist eines dieser Alben, das einen die ganze Zeit über auf Trab hält. Man kann nie erraten, in welche Richtung die Musik als Nächstes geht, aber bei wiederholtem Hören wird deutlich, dass eine Logik dahintersteckt. Es handelt sich nicht um zufällige Aneinanderreihungen, und je mehr Zeit man mit dem Album verbringt, desto mehr wächst es einem ans Herz. Es besteht bald kein Zweifel mehr daran, dass ‚Better If You Let It‘ das bisher beste Album von The Young Mothers ist.

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