Rob Mazureks Album „Live at the Adler Planetarium“ und dazu ein interstellarer Radioansager
Von Stefan Michalzik (FR). Der Trompeter und Kornettist Rob Mazurek, prominenter Protagonist der Jazzavantgarde in Chicago, ist zugleich Maler und Bildhauer, er dreht Videos und Filme.
Vor sechs Jahren hat er an einem Abend zusammen mit dem italienischen Trompeter Gabriele Mitelli an der Südküste Sardiniens, beide in voller Kleidung bis zur Brust im Meer, eine melancholische Melodie gespielt. An ebendieser Stelle, am Strand von Porto Pino, landen häufig Boote mit Flüchtlingen an. Wir alle seien Migranten, hat er in einem Interview dazu erklärt, jede Note handle von der Freiheit und Gleichheit, die für jedes Lebewesen gelten sollte, ohne Angst vor Krieg und anderen Schrecken. Womit er an Claude Lévi-Strauss und sein Postulat von den „Rechten des Lebenden“ anschließt.
© FR, Kultur, 21.11.2024