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„Senza casa“ Neue Einblicke in das Leben von Ingeborg Bachmann

Von Helmut Böttiger. Neu entdeckte, tagebuchartige Notate von Ingeborg Bachmann gewähren einen unverstellten Blick auf das Leben der Lyrikerin. Bachmann erscheint auf Unabhängigkeit bedacht, und doch zutiefst verunsichert. Das ändert sich auch nicht, als sie berühmt wird.

Ingeborg Bachmann galt schon früh als kapriziöse, lyrische Diva. In ihren literarischen Texten hat sie sich virtuos getarnt, widersprüchliche Fährten ausgelegt und ins Fiktive verlagert.

Konkrete, unverstellte autobiografische Zeugnisse gab es bisher von ihr kaum, ihre äußerst unterschiedlich intonierten Briefwechsel sind keineswegs dazuzuzählen. Auch ihre jüngst veröffentlichte Korrespondenz mit Max Frisch war eher geeignet, den Blick darauf zu verstellen, was sie im Innersten umtrieb.




© Deutschlandfunk Kultur, Bücher, 5.8.2024

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